• Review – Storchenwiege Johannes

    Bevor ich einen Review über den Johannes schreibe, beginne ich mit einem kurzen Blick auf die Lilly, denn mit Lilly fing  bei mir  alles an:

    Nachdem unser kleiner Sohn die elterliche Wohnung bezogen hatte, gab es nur noch Geschrei, Geschrei, Geschrei, erst nach ca. 10 Stunden verzweifelten Versuchen, ihn irgendwie zu beruhigen, fiel uns ein, dass wir von einer Freundin die Lilly ausgeliehen hatten und siehe da – 5 Minuten später war er eingeschlafen. Und deshalb war uns klar, ein eigenes Tragetuch musste her.

  • Review: Fullbuckle genäht von Redfroschmaen

    Durch einen Urlaubstausch konnte ich vor kurzem einen Fullbuckle von Redfroschmaen testen. Hinter diesem Label steht die gewerbliche Näherin Jutta, die seit mittlerweise fast 8 Jahren Tragen näht und daher schon sehr viele Erfahrungswerte einbringt. Natürlich habe ich sie auch gefragt, wie denn der Name „Redfroschmaen“ zustande kommt. Das ist ganz einfach erklärt: Juttas Sohn hatte eine Figur in grün designed, die er Froschmann nannte. Auf der Suche nach einem Logo hat sie dann diese Figur für sich angepasst. Allerdings wollte Jutta sie nicht in grün also wurde sie rot, ein „roter Froschmann“. Das hörte sich aber noch nicht gut genug an – daher wurde der Namen dreigeteilt. Der erste auf Englisch übersetzt „Red“, der zweite auf Deutsch belassen „frosch“ und bei dem dritten die Sprachen gemischt „mann und men = maen“ und fertig war der Name Redfroschmaen. 

    Das erste, was mir an dieser Tragehilfe auffiel waren die knallig roten Träger aus Cord, die im starken Kontrast zum Pollora Diamond stehen, was mir persönlich sehr gut gefällt. So ist dieses Design sowohl für Jungs als auch Mädchen bzw. Mamas und Papas geeignet und ein echter Hingucker. Das Pollora-Jacquard ist augenscheinlich doppellagig sehr sauber vernäht. Die schwarze Seite ist außen, bei der Kopfstütze die andere Seite, was auch einen tollen Kontrasteffekt erzeugt.

    Zudem ist die Trage sehr gut auf das Kind anpassbar, der Steg ist verstellbar, das Rückenpaneel lässt sich verkürzen und die Schnallen im Schulter- und Hüftbereich auch. Allerdings komme ich mit meinen Einstellungen auf dem Rücken, da ich den Hüftgurt immer sehr weit oben eher als Unterbrustgurt trage, an die Grenzen der Einstellungsmöglichkeiten. Laut Redfroschmaen werden jedoch alle „Eigenheiten“ beim Tragenden genau besprochen und die Trage dann dementsprechend angepasst. Ich würde also den Hüftgurt wesentlich enger bestellen.

    Auch die Länge der Träger ist für mich nicht optimal, da ich mein Kind gerne sehr hoch auf dem Rücken trage, so müssten die sich verkürzen lassen oder noch besser in einer Extraschnalle am Hüftgurt feststecken lassen, wie es bei der Buzzidil der Fall ist. Die Trägerlänge und eventuelle zusätzliche Polsterungen kann man aber auch mit Redfroschmaen besprechen, alles ist nach Aussagen von Jutta, die mir sehr freundlich Auskunft darüber gab, anpassbar. Allerdings würde ich aus diesem Grund den Fullbuckle vor allem erfahreneren Tragenden empfehlen, die genau wissen wie hoch sie tragen und welche Vorlieben sie haben, nur so kann der Fullbuckle optimal angepasst werden.

    Der Punkt, der mich am meisten an diesem Fullbuckle begeistert hat, waren die Schulterpolster. Diese sehen nicht sehr stark gepolstert aus, was mich im ersten Moment sehr skeptisch hat werden lassen aber dank der ergonomischen Form und einer Polsterung an den richtigen Stellen, tat mir an keiner Stelle der Rücken oder die Schulter weh. Selbst nach stundenlangem Test waren meine Schultern entspannt und ich konnte kaum das Gewicht von meinem Sohn spüren. Dies ist eine großer Vorteil der Trage im Vergleich zu anderen Fullbuckles und Onbu. Und auch für meinen Sohn war die Trage wohl sehr bequem, er ist fast jedes Mal sofort darin eingeschlafen.

    Kleinere Einschränkungen sehe ich am Brustgurt, dieser wurde bei meiner Testtrage extra bestellt und war nur ein Kordstrick mit Klett, der durch viel zu enge Schlaufen gezogen werden musste, was ich persönlich eher als Be- anstatt Entlastung empfand, hier ist es aber auch möglich, sich einen ganz normalen integrierten Brustgurt nähen zu lassen. Auf dem Rücken ist es auch nicht unbedingt nötig, überhaupt einen Gurt zu verwenden, aber ich bevorzuge trotzdem einen als zusätzliche Sicherung.

    Problematisch bei dem Fullbuckle ist das Tragen vor dem Bauch. Hier ist die Schnallenrichtung, die entgegengesetzt zu Buzzidil und anderen Fullbuckles angezogen wird, nur sehr schwierig einstellbar. Auf meine Nachfrage bei Jutta von Redfroschmaen, teilte mir diese ihre Erfahrung mit, dass ihre Tragen zu 80% auf dem Rücken getragen werden, da die Kinder in der Regel größer sind. Bei kleinen Kinder sind bei ihrem Fullbuckle die Schnallen am Hüftgurt und dann liegt die Gegenschnalle auf dem Schultergurt auf und somit sind die Zugverhältnisse, wieder optimal.

    Alles in allem ist jede der von redfroschmaen genähten Fullbuckles durch die Individualierung einzigartig, was Vor- und auch Nachteile mit sich bringt. Vorteil ist, dass auf jeden Wunsch eingegangen werden kann, Nachteil, dass man genau wissen muss, was man möchte. Die von mir getestete Trage überzeugt vor allem durch Bequemlichkeit, ich würde mir aber für den eigenen Dauergebrauch einige Modifizierungen wünschen.

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    Hersteller: Redfroschmaen

    Bezeichnung: Fullbuckle aus Pollora Diamonds

    Bewertung: 4,2 / 5 Sternen

    Preis: 115€ reiner Nähpreis (ohne Tuch)

    Redfroschmaen

    Eine solide Rückentrage, die vor allem bei schweren Traglingen die Schultern entlastet. Auf Grund der individuellen Anpassungsmöglichkeit vor allem für erfahrene Träger empfehlenswert, die genau wissen, was sie wollen.

  • Review – Oscha Japanese Knot Chiisai Jol

    “Dieses Tuch muss ich haben!” – Das war mein erster Gedanke als ich die Ankündigung zum Release sah und so kaufte ich es gleich am Abend der Veröffentlichung und war ganz erstaunt, dass es nicht sofort ausverkauft war. Oscha, eine schottische Firma, gehörte zu diesem Zeitpunkt zu meinen absoluten Lieblingstragetuchherstellern und dementsprechend hoffte ich wieder auf ein tolles Tuch. Oscha hat einige Standartpattern zu denen auch die Japanese Knots (Japanische Knoten) gehören. So sind diese schon in verschiedenen Farben wie grün, weiß, blau und rosé produziert wurden. In der Herbstsaison 2014 hat Oscha sich jedoch etwas ganz Besonderes ausgedacht – Baumwollfäden in rot, grün und burgund, die sich zu einem ganz besonderen Farbschema verbinden.

    Meine Freude wurde beim ersten Auspacken nicht getrübt. Die Farben waren unglaublich. Die Intensität, das Leuchten und der Farbverlauf gefielen mir auf den ersten Blick. Die gewebten Knoten erzeugen auf Grund des farblichen Absetzens einen 3-D-Effekt, der mich bei jedem Bügeln jedes Mal wieder überrascht. Das Tuch ist ein echter Blickfang. Ich wurde sowohl von Freunden als auch von völlig fremden Menschen in der Straßenbahn darauf angesprochen, was das denn für ein tolles Tuch sei. Beeindruckend ist auch, wie sich die Farben bei unterschiedlichem Licht und beispielsweise bei Blitzlicht verändern.

    Vom Gefühl her war dieses Tuch von Anfang an weich, es brauchte zwar eine kurze Phase des Eintragens, bis es sich problemlos binden ließ, aber das ist nicht ungewöhnlich. Erstaunlich ist, dass es, obwohl es recht dünn erscheint, Stabilität und Halt gibt, beim Binden verrutscht nichts, sowohl einlagige als auch mehrlagige Bindeweisen funktionieren sehr gut. So probierte ich vordere Bindeweisen wie Wickelkreuztrage aus genauso wie den Double Hammock, der gut saß. Lediglich die Länge des Tuches, eigentlich eine 7 störte mich. Normalerweise ist eine 7 nach dem Waschen 5,20m lang, meine war jedoch 5,70m. Auch etwas wärmeres Waschen und verschiedene Trocknerdurchgänge änderten an der Länge nichts. Deshalb ließ ich es nach einiger Zeit des Probierens kürzen und habe nun ein tolles Rucksacktuch, mit dem ich verschiedene Finishes machen kann.

    Auf Tragetreffs, zu denen ich das Tuch mitnahm, wurde immer wieder die Farbe bewundert aber auch das Material. Das Tuch unterscheidet sich von anderen Baumwolltüchern dadurch, dass es so griffig und gleichzeitig weich ist. Vorbehalte, dass es wohl sehr dünn für Toddler sei, wurden nach dem Ausprobieren schnell beseitigt und allgemeine Begeisterung war die Folge. Lediglich der Preis war wieder ein Punkt, der viele Tragende abhalten könnte, sich dieses Tuch zuzulegen. Außerdem muss man die Farben wirklich mögen und ich liebe kräftige Farben.

    Alles in allem sind die Knots Jol ein edles und elegantes Tuch, das den Tragenden ziert. Zwar ist es für die Herbstsaison designed und dafür eignet es sich auch, da die Farben an buntes Laub erinnern, aber sowohl in der Weihnachtszeit, in der das Leuchten der Farben wunderber herauskam als auch danach passen die kräftigen Farben beispielsweise als Kontrast zum Schnee.

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    Hersteller: Oscha

    Name: Japanese Kntot Chiisai Jol

    Eigenschaften: 100% gekämmte Ägyptische Baumwolle, Flächengewicht: 260 g/m²

    Preis: neu zwischen 100-150€

    Bewertung: 4,8/ 5 Sterne

    Ein wunderschöner Blickfang, der sich sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene sehr gut binden lässt.

  • Review: Paului Cuba

    Dieses Tuch ist das handgewebte Erstlingswerk der Weberin Lisa Freiwald. Genau wie viele Tragemamas entdeckte auch sie die Vorteile handgewebter Tücher wie z.B. von MoDream, da diese Tücher aber sehr teuer sind, erfüllte sie sich den Traum, selber zu weben. In dem Tester stecken ca. 30 Arbeitsstunden und ganz viel Herz.

  • Review: Madalo Indajani – Tiil Blau

    Madalo ist eine Firma, die sich auf den Vertrieb handgewebter Tragetücher aus Mexiko spezialisiert hat. Diese Firma hat sich vor kurzem erst gegründet, ist jedoch mittlerweile schon eine bekannte Größe in der Welt der Tragetücher. Zunächst wurden vor allem Tücher der Firma Indajani nach Deutschland importiert, zu denen auch der Tester gehörte. Mittlerweile webt Madalo jedoch auch eigene Tücher und seit dem Contigo wird dazu auch ein eigenes spezielles Garn verwendet. Dieses ist von einem Hersteller, der sein Garn vor Ort produziert und färbt. Dabei gilt der Öko TeX 100 Standard (mexikanisch), dieser muss jedoch noch in Deutschland anerkannt werden.

  • Review: Oscha Kasumi Aurora

    Oscha gehört zu meinen persönlichen Lieblingsfirmen, dies ist hier nun schon das dritte Tuch dieser Firma, das wir reviewen, wenngleich ich schon viel mehr Oschas in der Hand hatte. Erstaunt bin ich immer wieder darüber, wie vielseitig diese Firme ist und wie unterschiedlich die verschiedenen Tücher sind.

    Das Kasumi Aurora ist mit 46% Lammwolle das erste Wolltuch, das ich von Oscha hatte. Es gehört mir nicht privat sondern war fast drei Wochen auf Urlaub bei mir. Dementsprechend gespannt war ich auf diese besondere Mischung.

  • Review: Buzzidil “Traumwald” (New Generation Standard)

    Da mein Kind ein Vollzeittragekind ist, bin ich neben dem Tuch auch immer auf der Suche nach Tragemöglichkeiten, die schnell, unkompliziert und einfach anzulegen sind. In diesem Zusammenhang habe ich mir eine Buzzidil zugelegt. Die Firma Buzzidil hat ihren Sitz in Wien. Es handelt sich um eine Bauch- und Rückentrage, die in 3 Ausführungen (Babysize, Standard und XL) stufenlos mitwachsend sein soll. Die Buzzidils werden komplett in Europa hergestellt und es gibt sie in vielen verschiedenen Ausführungen.

  • Review – Kindsknopf Amo Loveletters

    Endlich sind sie da, die Classics der Firma Kindsknopf. Während die Exclusives stark limitiert sind, sind die Classics Tücher mit eigenem Label, die in etwas höheren Auflagen gewebt werden. Das heißt nun ist es für jedermann möglich, ein eigenes neues Knöpfchen zu erwerben.

  • Review – Kindsknopf Carlos

    Als ich das erste Mal die Tücher der österreichischen Firma “Kindsknopf” bei Facebook sah, rechnete ich nicht damit, dass diese Marke, die 2014 die ersten maschinengewebten Tücher verkauft, schon bald zu einer der High-End-Marken auf dem mitteleuropäischen Markt werden würde. Das erste Motiv, das ich erblickte, ein sogenannter Tulpenstern gefiel mir aber schon damals sehr gut – retro, schlicht und alltagstauglich, das fiel mir dabei ein. Schnell kam der Wunsch in mir auf, ein solches Tuch testen und ausprobieren zu können. Mit dem Tulpenstern Monochrome durfte ich mich bei einem Tragetreff kurz von der Qualität der Tücher überzeugen.

  • Review Easy-Rider

    Lange habe ich mich vor diesem Review gescheut, denn ich muss ehrlich zugeben, dass mich diese Trage persönlich im Praxistest einfach nicht überzeugen konnte. Ich habe lange hin und her probiert, viel getestet, allerdings meistens nur ganz kurze Strecken und mich dann ziemlich schnell wieder für eine meiner anderen Tragehilfen entschieden. Trotzdem hat der Easy-Rider in der Trageberatung seine Daseinsberechtigung, dazu dann gleich mehr.

    Vorstellung Easy-Rider

    Die Easy-Rider GmbH in Hamfelde ist Hersteller und Lieferant von Babyartikeln, der sich zum Ziel gesetzt hat innovative Produkter für Kinder von 6-36 Monaten zu entwickeln und zu einem guten Preis-Leistungsverhältnis zu verkaufen. Mit diesem Hintergrund hat die Firma eine Trage entwickelt, die schnell und unkomplizierter als viele anderen sein soll – den Easy-Rider.

    Aufbau

    Der Easy-Rider sieht aus wie eine kleine Hüfttasche, in der sich ein kleiner “Sitzhöcker” befindet. Das ist das erste, was mich gestört hat, die Trage lässt sich einfach nicht klein in die Tasche falten, sondern man hat immer das große wuchtige Sitzpolster dabei. Dementsprechend liegt der Anwendungsbereich wohl eher in den Räumlichkeiten zu Hause und nicht unterwegs. Praktisch ist jedoch, dass in der Tasche auch noch so allerhand verstaut werden kann. Wer sowieso immer eine Gürteltasche dabei hat, fühlt sich sicherlich wohler mit den Ausmaßen als ich. Ein weiterer Pluspunkt: Er ist aus 100 % Baumwolle, verursacht keine Allergien und ist bei 30° waschbar. Ist das Kind aus dem Tragealter heraus gewachsen, lässt er sich ohne den Sitz auch einfach als Hüfttasche verwenden, was ich auch sehr durchdacht finde.

    Ein Pluspunkt ist auch, dass die Trage ein hohes Spektrum an Größen abdeckt, es gibt sogar noch eine Extraerweiterung, so dass die Trage so ziemlich jedem Elternteil mit egal welchem Umfang, passen dürfte.

    Anlegen

    Das Anlegen des Easy-Riders ist super einfach. Man legt ihn um wie einen Gürtel um, zieht fest und fertig. So dachte ich zumindest und so wird es auch in der Anleitung beschrieben. Auch Anfänger haben demnach sofort ein Erfolgserlebnis. Allerdings rutscht er so nach kurzer Zeit weg. Hinweise der Firma besagen, dass man ausamten soll und dann festzurren kann. (Das hab ich auf den Bildern noch nicht gemacht.) Ich hab ihn leider in allen Tests nie so fest bekommen, dass ich wirklich das Gefühl hatte, er sitzt gut. Immer gab es eine leichte mit störende Neigung bzw. habe ich mich ziemlich eingeengt und unwohl gefühlt.

    Empfohlen wird er von der Firma ab 6 Monate, wobei ich dem nicht zustimmen kann. Das Kind sitzt wirklich auf der sehr stabilen Trage, das heißt, sie macht frühstens ab dem Sitzalter wirklich Sinn und das kann bei Kindern auch später als 6 Monate sein. Die Firma selber bezeichnet die Trage auch als zweite Stufe des Tragens. Der Gurt komme nach der Nutzung des Tragetuchs oder einer Babytrage zum Einsatz. Mit einem Höchstgewicht bis 25 kg ist die Trage demnach auch für große Toddler noch zugelassen und da sehe ich den Anwendungsbereicht. Große Kinder, die sonst im Kinderwagen bzw. Buggy geschoben werden, können schnell mal auf die Hüfte gesetzt werde (und trotz der Ausmaßen ist der Easy-Rider sicherlich auch schnell im Kinderwagen verstaut). Auch für Omas und Opas, die dem Tragen sehr kritisch gegenüber stehen, ist das sicherlich auch eine Alternative, denn der Easy-Rider sieht so gar nicht nach konventioneller Tragehilfe aus. Zudem kann er so auch in Kindergärten und bei Tageseltern als unterschwelliges Tragehilfenangebot zur Entlastung des Personals eingeführt werden.

    Eigene Erfahrungen mit dem Easy-Rider

    Ich selbst nutze sonst meistens Fullbuckle-Tragen oder Tücher bzw. Sling auch für mein großes Toddlerkind. Mich überzeugt daran immer, dass ich die Händer frei habe, das ist beim Easy-Rider nicht der Fall. Zwar wird die Wirbelsäule entlastet, allerdings muss man mit einer Hand immer das Kind halten. Mein Kind, ein Dauertragling (also jetzt mit 2 nicht mehr so dauerhaft aber er wurde von Anfang an nur getragen) fand die Trage auch nicht so toll, er wollte mir immer wieder runter hüpfen, er ist allerdings auch ein Kind, dass es gerne eng und kuschlig bei Mama hat, das konnte ihm die Trage nicht geben. Sicherlich kann das Tragen jedoch besser funktionieren bei Kindern, die Probleme mit Nähe haben oder eben in öffentlichen Einrichtungen getragen werden.

    Nach meinen eigenen Tests, konnte ich mich noch mit anderen Trageberaterinnen austauschen und es ergab sich als Hauptanwendungsbereich in der Trageberatung eine Erleichterung für Zwillingsmamis, die ein großes dem Tragen entwachsenes drittes Kind haben, was nur mal ganz kurz hoch und wieder runter möchte oder das 2. Krabbel(-kind) kurzzeitig Tandem tragen wollen. Hier ist der Easy-Rider wohl eine der besten Alternativen, da er auch recht günstig im Anschaffungspreis ist. Auch dem Tragen entwachsene Kinder, die z.B. einen Fuß gebrochen haben o.ä. und plötzlich wieder getragen werden sollen, fühlen sich auf dem Easy-Rider sehr wohl und die Eltern werden entlastet, ihr Kind nicht auf dem Arm tragen zu müssen. Zudem ist die Trage für Kinder mit vielen Blockaden bzw. sogar Behinderungen einen Versuch wert – also Kinder mit speziellen Bedürfnissen können mit dieser besonderen Trage möglicherweise gut zurecht kommen.

    Fazit

    Der Kontakt und Service der Firma Easy Kinderideen war sehr angenehm, die Mitarbeiter sind sehr bemüht Fragen zu beantworten und Tipps und Hinweise zu geben. Ein Blick auf die anderen Produkte der Firma lohnt sich, auch wenn ich die Trage jetzt persönlich nicht so gerne habe, trotzdem.

    Alles in allem ist das Produkt meiner Meinung nach einfach für Eltern und Betreuer entwickelt, die sonst nicht tragen würden und dadurch Entlastung erfahren oder für Kinder in besonderen Situationen und dafür nützt er auch sehr gut. Ich selber würde aber immer wieder zu anderen Tragehilfen und Tüchern bzw. Sling greifen, die noch ein Stück mehr entlasten.