Review: Der kokadi Flip

In diesem Beitrag stellen wir euch den Flip* der Firma kokadi vor. Seit 2010 versorgt uns kokadi mit farbenfrohen Jacquard-Designs aus reiner kbA-Baumwolle und anderen Materialien wie Hanf, Seide und Leinen. Dabei beschränkt sich die Firma schon lange nicht mehr nur auf Tragetücher und Fertigtragen, sondern hat inzwischen auch Tragejacken, (Tragetuch-)Stoffschuhe und sogar Stoffwindeln im Sortiment – Hut ab!

Der Flip ist ein klassischer Fullbuckle, da sowohl der Hüftgurt als auch die Träger mit Schnallen geschlossen und reguliert werden.

Nehmen wir den Flip mal gemeinsam unter die Lupe:

Aussehen des Flips

 Der Flip ist in aller Regel bunt, um genau zu sein: quietschbunt. Kokadis Stil ist generell eher schrill und auffällig, und da für die Flips die eigenen Tragetücher vernäht werden, spiegelt sich diese Tendenz natürlich auch in den Tragen wider.
Doch es gibt auch Ausnahmen, manche Designs sind vergleichsweise schlicht. Klick dich einfach mal in Ruhe durch das Sortiment.

Das von uns fotografierte Modell ist der Flip in der Größe Baby, der von Geburt bis ca Größe 80 passen soll. Das Design heißt Labradorit Stars.

Schnallen des Flips

 Da der kokadi Flip ein Fullbuckle ist, wird er ausschließlich über Schnallen verschlossen und reguliert. Wir zeigen dir im Folgenden alle Schnallen und ihre Funktionen:

Schnalle 1: Hüftgurt

 Als allererstes schließt du den Hüftgurt. Lege dir den Gurt um und halte ihn mit einer Hand vor deinem Bauch in Position. Mit deiner anderen Hand ziehst du auf deinem Rücken am Gurtband, bis der Gurt angenehm fest sitzt.

Schnalle 2: Quergurt

 Lege dir jetzt die Träger über die Schultern und schließe den Quergurt auf deinem Rücken. Der Quergurt verbindet die beiden Träger miteinander. Dieser sollte sich jetzt noch recht weit oben im Halswirbelbereich befinden, rutscht aber gleich beim Festziehen tiefer. Im Optimalfall befindet sich der Quergurt dann zwischen deinen Schulterblättern.

Beim Rückentragen fungiert der Quergurt als Brustgurt. Er sorgt dafür, dass dir die Träger nicht von den Schultern rutschen und nimmt bei Bedarf noch etwas Gewicht weg.

Schnallen 3 und 4: Trägerschnallen I

 Als nächstes hebst du mit einer Hand das Gewicht deines Kindes und ziehst mit der anderen die Schnallen unter deinen Achseln an. Ziehe das Gurtband dabei nach vorne in Richtung Kind. Wiederhole diesen Vorgang anschließend auf der anderen Seite.

Der Quergurt auf deinem Rücken sollte jetzt auf Höhe deiner Schulterblätter heruntergerutscht sein.

Achtung!

 Beim Flip Baby sind die Schulterträger mit dem Hüftgurt verbunden. Achte daher darauf, dass sich die Beine deines Babys über dem Trägergurt befinden.

Beim Flip Medium und Toddler jedoch gibt es wie beim Huckepack die Besonderheit, dass du die Träger alternativ auch am Rückenteil befestigen kannst. Dies sorgt für eine bessere Gewichtsverteilung bei schwereren Kindern.

Schnallen 5 und 6: Trägerschnallen II

 Die letzten Schnallen, die du regulieren kannst, befinden sich an den Trägern auf Kopfhöhe deines Kindes. Sind sie geöffnet, hat dein Kind mehr Raum und kann besser sehen. Gleichzeit kann es sich aber auch besser von dir wegdrücken, was sich für dich sofort schwerer anfühlen wird.

Einstellmöglichkeiten des Flips

 Wenn du die Funktionsweisen der Schnallen verstehst, hilft dir das, dein Kind schön eng an dich heranzubringen. Doch es gibt noch mehr Einstellungen, die du vornehmen kannst. Dabei geht es vor allem darum, die Trage gut an dein Kind anzupassen.

Kommen wir zu den Themen Stegbreite, Rückenteil-Länge sowie Kopf- und Nackenstütze:

Stegbreite

 Als Steg bezeichnen wir den Stoff unter dem Po und den Oberschenkeln deines Kindes, der optimalerweise von Kniekehle zu Kniekehle reicht.

Beim Flip lässt sich der Steg mit Hilfe eines Klettverschlusses anpassen, und zwar stufenlos. Wenn du den Hüftgurt einmal umdrehst, kannst du an der Innenseite des Hüftgurts den Klettverschluss sehen und den Steg schmaler oder breiter ziehen.

Rückenteil-Länge

 Die Länge des Rückenteils kann nicht direkt verändert werden. Du kannst jedoch mit der Höhe des Hüftgurts experimentieren. Generell gilt: Je höher du den Hüftgurt ansetzt, umso kürzer ist das Rückenteil.

Kopf und Nacken stützen

 Der Flip verfügt sowohl über eine funktionale Nacken- als auch eine Kopfstütze.

Im Nackenbereich ist ein Gummi vernäht, das mit Knöpfen enger gestellt werde kann. Somit umschmiegt der obere Teil des Rückenteils den Nacken deines Kindes genau so eng, wie du möchtest.

Die Kopfstütze lässt sich mit Druckknöpfen an den Schultergurten befestigen und stützt somit den Kopf deines Babys, wenn dieses eingeschlafen ist.

Größen des Flips

 Den kokadi Flip gibt es in folgenden Größen:

  •  Baby (ab Geburt bis ca. Größe 80)

  •  Toddler (ab Größe 74 bis ca. Größe 98)

  •  XL (ab Größe 86 bis ca. Größe 104)

Diese Größenangaben sind mit Vorsicht zu genießen. Die Kleidergröße sagt nichts über die Beinlänge oder die Proportionen deines Kindes aus. Also gilt wie immer: Ausprobieren!

Flip: Preis und Zubehör

 Der kokadi Flip Baby kostet zwischen 129 und 179 Euro.

An Zubehör bietet kokadi unter anderem an:

Flip: Fazit

 Der kokadi Flip hat mich angenehm überrascht. Für einen Fullbuckle ist er wunderbar weich und leicht und lange nicht so steif und wuchtig, wie erwartet. Die Erfahrung zeigt, dass auch schon kleine Kinder gut im Baby-Flip aufgehoben sind. Die bunten und ausgefallenen Designs sind sicher nicht jedermanns*fraus Sache, aber über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten. Ich weiß, dass es große Fans der kokadi-Designs gibt und wem das zuviel ist, der kann ja auf eins der schlichteren Modelle ausweichen. Die Einstellmöglichkeiten des Flips sind vorbildlich. Der Steg kann mittels eines Klettverschlusses stufenlos an das Baby angepasst werden. Kopf- und Nackenstütze funktionieren, wie sie sollen – einzig ein Manko sei hier hervorgehoben: Die Kopfstütze mit ihren vielen Druckknöpfen klingelt bei jeder Bewegung wie mein 14-jähriges Selbst mit Glöckchen an den Stiefeln. Alles in allem: Daumen hoch! Den Flip kann man prima an kleine und größere Babys anpassen. Ob er auch für dich bequem ist, musst du selbst herausfinden. Viel Freude dabei!

Alle Tragehilfen, die ich hier vorstelle, kannst im Rahmen eines Testpakets im Tragemomente2Go! – Onlinetragekurs testen.

 Julia Küpper und Juli El

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