• Die 20 besten Geschenke für Trage-Eltern

    Derzeit werden wahnsinnig viele Babys in unserem näheren Umfeld geboren. Also brauchen wir auch regelmäßig kleine oder größere Geschenke für die Neugeborenen und ihre Eltern. Nur was können Eltern und Kinder wirklich gebrauchen? Keine leichte Frage.

    Du weißt bereits, dass die Eltern, die du beschenken möchtest, ihr Kind tragen oder tragen wollen? Dann ist das ein prima Anhaltspunkt, um das perfekte Geschenk zu finden.

    In diesem Artikel möchten wir unsere lange Erfahrung im Einzelhandel mit euch teilen. Viele Jahre waren wir Teil eines ökologischen Eltern-Kind-Landens in Berlin-Neukölln. Dort haben wir allerhand gelernt: Welche Produkte kommen besonders gut an bei frisch gebackenen Eltern? Was sind unsere Geheimtipps? Welche Dinge erleichtern insbesondere Trage-Eltern den Alltag?
    Dabei legen wir besonders viel wert auf Naturmaterialien, also Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA) und Schurwolle aus kontrolliert biologischer Tierhaltung (kbT). Viel Spaß beim Inspirieren lassen!

    Geschenke für Trage-Eltern unter 10 Euro

    1. Häubchen

     Nichts ist niedlicher als ein Neugeborenes mit einem Häubchen in der kleinsten Größe auf dem Kopf. Wir empfehlen Wolle-Seide, da das Material temperaturausgleichend wirkt und gleichzeitig äußerst angenehm auf der Haut ist. Am günstigsten ist hier stets die Farbe natur, etwas teurer wird es, sobald das Material gefärbt wird. Das Häubchen von Cosilana* in der Größe 50/56 kostet nur etwas über 9 Euro und das, obwohl die Firma sogar in Deutschland produzieren lässt. Aber Achtung: fürs Rückentragen sind die Häubchen weniger geeignet, weil sie schneller mal verrutschen.

    2. Babystulpen

     Babystulpen sind ein tolles Geschenk für Trage-Eltern, wenn dein Budget klein ist aber der Überraschungseffekt groß sein soll. Die Stulpen sind vielseitig einsetzbar. So schützen sie bei Sonne die zarte Haut, lassen die Füße aber frei. Sie sorgen dafür, dass die Kleinen beim nackt strampeln nicht auskühlen. Und im Winter schließen sie die ewig entstehende Lücke zwischen Socken und Hosenbein.
    Babystulpen gibt es als sommerliche Baumwollvariante, beispielsweise von Babylegs* für 9,90 Euro. Im Winter bieten sich Schurwollstulpen an, wie diese hier von Hirsch Natur*, 16,90 Euro.

    3. Schnullerkette mit Clip

     Wenn du bereits weißt, dass die Familie einen Schnuller verwendet, dann ist eine Schnullerkette mit Clip sicher ein willkommenes Geschenk. Der Clip dient dazu, die Kette an der Tragehilfe oder dem Tragetuch zu befestigen. Auf den Boden gefallene Schnuller gehören damit der Vergangenheit an! Die Ketten gibt es aus verschiedenen Materialien. Wir empfehlen Holz mit unbedenklichen Farben, wie diese niedliche Schnullerkette von Selecta* (9,98 Euro).
    Tipp: Du kannst auch nur einen Clip* verschenken (3,40 Euro). Daran können die Eltern dann einen Greifling, Beißring oder anderes Spielzeug befestigen.

    4. Taschenspiegel

     Ein Taschenspiegel ist ein äußerst praktisches Utensil, um das Rückentragen zu vereinfachen. Die reine Technik des Rückentragens ist schnell zu lernen. Aber sich zu trauen, das Kind buchstäblich aus den Augen zu lassen, ist schon eine gewisse Herausforderung. Mit einem Taschenspiegel können Eltern unkompliziert einen Blick nach hinten werfen und nachsehen, ob die Mütze verrutscht oder das Kind eingeschlafen ist. Gibt es in jeder Drogerie. Dieses schöne Stück* kostet 7,99 Euro.

    5. Sling-ringe

     Sling-Ringe sind ein ausgefallenes Geschenk für experimentierfreudige Trage-Eltern. Sie bestehen bestenfalls aus Metall und sind üblicherweise fester Bestandteil von Ringslings. Schenk den Eltern also beispielsweise eine Nähanleitung für einen Ringsling dazu und schon können sie sich kreativ an der Nähmaschine austoben. Slingringe können aber auch bei binde-begeisterten Eltern punkten. Schau einmal in diesem tollen Video, welche verschiedenen Finishes mit einem oder zwei Slingringen möglich sind.
    Ringe gibt es beispielsweise von Fidella* (3,95 Euro pro Stück).

    Geschenke für Trage-Eltern 10-20 Euro

    6. Schultergurtschoner

     Die Eltern, die du beschenken möchtest, haben bereits eine Fertigtrage, mit der sie gut zurecht kommen? Super! Dann schenk ihnen Schultergurtschoner. Sie werden im Kopfbereich des Kindes über die Träger geschoben und schützen die Tragehilfe vor Nuckeln oder einer laufenden Nase. Außerdem verschönern sie die Trage optisch. Beinahe alle Tragehilfenhersteller haben die Schoner in ihrem Sortiment, beispielsweise Ergobaby* oder Rookie (beide 14,90 Euro).

    Tipp: Natürlich kannst du die Schultergurtschoner auch selbst nähen und verschenken. Wir haben beispielsweise diese tolle Anleitung gefunden.

    7. Baby-Hose mit Umschlagbündchen

     Eine Hose mit Umschlagbündchen ist perfekt für Neugeborene, dessen kleine Söckchen ständig verloren gehen. Zudem besteht diese Hose dann auch noch aus einem Wolle-Seide-Gemisch, ein Material, das atmungsaktiv und temperaturausgleichend zugleich ist. Die Hose passt ewig, ein Stoffwindelpo passt auch locker hinein und das Bauchbündchen ist weich und hoch – was sollen wir sagen? Wir lieben die Cosilana Baby-Hose mit Kratzschutz*! Zu haben für ca. 20 Euro, je nach Farbe.
    Achtung: Kauf lieber eine Nummer größer, da durch die Anhockung beim Tragen mehr Beinlänge gebraucht wird.

    8. Puschen

     Vor allem in der kälteren Jahreszeit bietet es sich an, dem Tragekind draußen Socken, Puschen oder Schühchen anzuziehen. Doch die Suche danach gestaltet sich oft schwierig, denn viele Schühchen fallen beim Tragen schnell vom Fuß. Wir mögen die Booties von Sterntaler* (15,99 Euro), da sie aus Schurwolle gefertigt sind und durch den langen Schaft bestens am Kind bleiben. Weitere empfehlenswerte Möglichkeiten sind Lederpuschen von Pololo*,  Schühchen aus Schurwollfleece von Cosilana* oder Playshoes-Booties*.

    9. Size-It

     Falls die Eltern, die du beschenken möchtest, eine Manduca oder eine ähnlich Fertigtrage mit recht breitem Steg besitzen (und ihr Baby noch etwas zu klein für diese Tragen ist), dann schenk ihnen einen Size-It! Dieser verkleinert den Steg, indem er den Stoff unter dem Babypo abbindet. Wenn die Eltern ansonsten mit ihrer Trage zufrieden sind, beseht absolut kein Grund für sie, eine neue anzuschaffen. Ein Size-It* kostet ab 11,90 Euro und kann helfen, die Trage an das Baby anzupassen. Ebenso hilfreich und ausschließlich für die Manduca geeignet ist die Ellipse*, ab 12 Euro.

    10. Regenschirm

     Auch wenn die Eltern, die du beschenken möchtest, noch nie in ihrem Leben einen Schirm besessen haben und seit eh und je tapfer mit Windjacke und Kapuze durch den Regen gestapft sind, werden sie dir für dieses Geschenk sicher dankbar sein. Das Schöne am Tragen ist ja, dass die Hände frei sind. Frei für Einkäufe und Gepäck oder auch das Geschwisterkind. Bei Schmuddelwetter gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten: Tragejacke-/cover oder Regenschirm. Dieser hier macht wenigstens gleich noch gute Laune – der Schirm von Plemo* derzeit für 17,99 Euro.

    Geschenke für Trage-Eltern 20-30 Euro

    11. Schal für Zwei

     Unser absoluter Geheimtipp für alle Trage-Eltern ist der Schal für Zwei. Falls eine große Jacke noch über das Baby passt oder die Eltern ein Trage-Cover benutzen, werden sie das Problem kennen: Hals und Brustbereich bleiben kalt. Ein Schal für Zwei kann hier Abhilfe schaffen. Das tollste daran: Er lässt sich auch beim Rückentragen verwenden! Mein geliebter MaM Babywearing Dickey, den ich selbst benutzt und für alltagstauglich befunden habe, gibt es leider nur in Finnland zu bestellen. Zum Preis von 18,95 Euro kommen dann noch Versandkosten in Höhe von 10 Euro hinzu. Eine Alternative aus Deutschland kommt von Mamamotion. Ihr Trage-Schal kostet 20 Euro.

    12. Schlupfmütze

     Eine Wintermütze für Traglinge muss verschiedene Voraussetzungen erfüllen. Natürlich soll sie warm sein, bestenfalls aus einem natürlichen Material gefertigt, und: sie sollte keinesfalls verrutschen! Es gibt nichts nervigeres, als wenn beim Überziehen der Tragejacke auf dem Rücken die Mütze vom Kopf rutscht. Beste Erfahrungen haben wir mit der Schlupfmütze von Dilling* gemacht (15,99 Euro). Sie ist aus reiner Schurwolle, schützt Hals, Brust und Rücken, passt vergleichsweise lange und sitzt durch ein Gummiband am Hinterkopf bombenfest. Und das beste: sie ist maschinenwaschbar. Daumen hoch!

    13. Sonnenhut

     Ein guter Sonnenhut ist in den Sommermonaten äußerst wichtig für kleine Trage-Babys. Im besten Fall sollte er mitwachsen, nicht verrutschen und einen UV-Schutz besitzen. Das Modell “Feuerwehr” von Pickapooh* (25,50 Euro) ist unser erklärter All-time-favorite unter den Sonnenhüten. Der Hut sitzt perfekt auf Grund des elastischen Baumwollbündchens und wächst dadurch auch einige Zeit mit. Sein UV-Schutz liegt zwischen 20 und 80. Es gilt: Je dunkler die Farbe, desto höher der UV-Schutz. Achtung: Die Größen der Hüte entsprechen dem Kopfumfang des Babys in Zentimetern. Frag also lieber einmal nach, bevor du zuschlägst.

    14. Wolle-Seide für die Eltern

     Endlich mal ein Geschenk für die Eltern! Wieder empfehlen wir Wolle-Seide, aber das hat auch einen guten Grund! Beim Tragen eines Babys wird viel Körperwärme generiert. Dies führt häufig zu einem ungesunden Mix aus Schwitzen und Abkühlen, wieder Schwitzen, wieder Abkühlen. Mit Wolle-Seide-Unterwäsche wird diesem Prozess entgegengewirkt. Das Material fühlt sich nie so feucht an wie Baumwolle und ist temperaturausgleichend. Einfach gesagt: Schwitzt man, kühlt das Material, und friert man, wärmt es. Wir beide lieben unsere Wolle-Seide-Unterhemden von Engel* und tragen sie durchgängig von Oktober bis April (ab 25 Euro).

    Geschenke für Trage-Eltern 30-80 Euro

    15. Wollfleece-Anzug

     Dieser Wollfleece-Anzug* ist alles, was sich frischgebackene Eltern nur wünschen können: Er ist einfach wunderschön mit seinen glatten Holzknöpfen und den vielseitigen Melange-Farben. Er hat praktische Umschlagbündchen an Händen und Füßen und ist unglaublich kuschelig. Und er ist dünn, aber trotzdem warm, denn er besteht aus Schurwollfleece. Müssen wir noch mehr sagen? Der Anzug* kostet ab 50 Euro aufwärts, je nach Farbe und Größe.
    Achtung: Unter einer dicken Tragejacke ist der Anzug möglicherweise zu warm. Frag lieber noch einmal nach, ob bzw. welche Tragejacke vorhanden ist.

    16. Ring-sling

     Unser Beitrag Wie du den Ringsling lieben wirst! ist einer unserer meistgelesenen. Das Interesse am Ringsling scheint also groß – er ist nur noch nicht so verbreitet wie andere Tragehilfen. Wir jedenfalls finden, der Sling wird vollkommen unterschätzt. Hier einige Gründe, warum wir den Ringsling so lieben: Er eignet sich sowohl für zarte Neugeborene als auch für Laufkinder, mit etwas Übung geht das An- und Ablegen schnell. Er kann vor dem Bauch, auf der Hüfte und auf dem Rücken verwendet werden. Außerdem hat er ein kleines Packmaß und kann somit immer dabei sein. Überzeugt? Dann schau dir mal den Ringsling Leo von Storchenwiege* an (68 Euro) , mit dem wir sehr gute Erfahrungen gemacht haben.

    17. Slingbag

     Trage-Eltern stehen regelmäßig vor der Herausforderung, wie sie neben ihrem Kind auch noch ihr Gepäck transportieren sollen. Bewährt hat sich hier die Slingbag* (69,90 Euro), die auf Grund ihrer verstellbaren Schultergurte immer passt und nirgendwo drückt – egal ob das Kind vor dem Bauch, auf der Hüfte oder auf dem Rücken getragen wird. Ebenfalls empfehlenswert sind so genannte Onbags (ab 65 Euro), die auch zum Rucksack umfunktioniert werden können.

    18. Trage-Cover

     Viele Eltern stehen vor der Frage: Trage-Cover oder Tragejacke? Der Vorteil eines Trage-Covers liegt darin, dass es allen Tragenden passt. Egal ob Mama, Papa, Oma oder Tante – das Cover kann von allen genutzt werden. Ein Nachteil besteht darin, dass zum einen der Brust- und Halsbereich des*r Tragenden frei bleibt, da das Cover über der offenen Jacke getragen wird. Des Weiteren gestaltet sich das Rückentragen etwas komplizierter, da das Baby über der eigenen, womöglich dicken, Kleidung eingebunden werden muss. Trage-Cover gibt es in verschiedenen Versionen und aus unterschiedlichsten Materialien. Dieses hier* ist das Deluxe Cover Flex von MaM für 69,90 Euro.

    19. Zugang zum Onlinetragekurs

     Du möchtest den Eltern etwas ganz besonderes schenken? Etwas individuelles, das genau auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist? Etwas, das ihnen den Alltag mit Baby erheblich erleichtern wird? Dann verschenk den Zugang zum Onlinetragekurs!
    Hier kannst du nachlesen, was eine Trageberaterin genau macht.
    Preislich liegt der Onlinetragekurs bei 79 Euro. Schau dir den videobasierten Kurs in deinem Tempo mit einem Cappuccino in der Hand ganz in Ruhe und ohne Störung daheim an. Ganz egal, du schaust die Videos wann und so oft du willst. Erhalte absolut individuelle Betreuung, so dass dein Tragesystem schlussendlich zu 100% zu dir passt oder verschenke den Zugang an eine liebe Person deiner Wahl.

    Geschenke für Trage-Eltern über 80 Euro

    20. Tragejacke

     7 Gründe, warum Tragejacken rocken! beschreibt ausführlich, warum wir Tragejacken so lieben und immer wieder gern empfehlen. Inzwischen gibt es etliche Modelle auf dem Markt. Wir mögen für die kalte Jahreszeit beispielsweise den Walkmantel (299 Euro) oder die Winterjacke (369 Euro) von Mamalila. Als Regenjacke eignet sich die All-Weather-Jacket von MaM* (124,90 Euro). Außerdem sehr beliebt für Frühling und Herbst sind die Softshelljacken von Vivalamamaberlin (179 Euro), die es auch für Männer gibt (ab 259 Euro).

     Die mit Sternchen (*) gekennzeichneten Links sind sogenannte Affiliate-Links. Wenn du auf so einen Affiliate-Link klickst und über diesen Link einkaufst, bekomme ich von dem betreffenden Online-Shop oder Anbieter eine Provision. Für dich verändert sich der Preis nicht.

  • Linktipps zum Tragen

     Diese Tragetuchhersteller habe ich schon getestet und kann ich dir weiterempfehlen:

    Didymos

    Fidella (Überbreite)

    Girasol

    Hoppediz

    Kaami-Slings

    Kindsknopf

    Kokadi

    Lenny Lamb

    Madalo (handgewebt)

    Mamanuka (handgewebt)

    Natibaby

    Pollora (nur noch gebraucht, Pollora ist leider insolvent)

    Little Frog

    Oscha

    Storchenwiege

    Yaro (Überbreite)

     

    Es gibt aber auch noch einige mehr, die jedoch nicht unbedingt anfängertauglich sind.

    Du kennst noch eine weitere Marke oder möchtest wissen, ob die Marke, die du gerade gefunden hast, auch geeignet ist? Schreib mir einfach eine Nachricht und ich kann es dir sagen.

     Diese Tragehilfenhersteller habe ich schon getestet und ich dir weiterempfehlen:

    Buzzidil

    Didymos

    Emeibaby

    Fidella

    Fräulein Hübsch

    Girasol

    Hoppediz

    Huckepack

    Kokadi

    Mamo

    Ruckeli

    Storchenwiege

     

  • 6 Tipps, wie du die optimale Tragetuchlänge findest

    Drei Meter Stoff? Oder sogar vier Meter? Oder noch länger? Wer zum ersten Mal ein Tragetuch in der Hand hält, ist im ersten Moment oft geschockt über die schiere Menge an Stoff. Wie soll das nur jemals vernünftig gebunden werden?

    Es kursiert die Meinung, mit einem möglichst langen Tragetuch könne man nicht viel falsch machen. Ich sehe das anders. Deshalb zeige ich dir in diesem Beitrag, wie du die optimale Tragetuchlänge für dich findest.

    Doch vorab gebe ich dir eine kleine Übersicht, welche Tragetuchlängen sich standardmäßig herausgebildet haben.

     Und hier kommen sie, die 6 Tipps, wie du die optimale Tragetuchlänge findest:

    Tipp Nummer 1: Finde deine Tragetuchlänge anhand der Bindeweise

     Die benötigte Tragetuchlänge hängt wesentlich von der Bindeweise ab, die du verwenden möchtest. Für die Wickelkreuztrage brauchst du mehr Stoff als für das Känguru oder den einfachen Rucksack.

    Wenn du also zum Beispiel ein Tuch für das Känguru, die Hüftschlinge und den einfachen Rucksack suchst, reicht im Durchschnitt ein Tuch der Größe 3 oder 4. Wenn du die Wickelkreuztrage oder den Double Hammock binden möchtest, sollte das Tuch eher eine Größe 5 oder 6 sein.

    Tipp Nummer 2: Finde deine Tragetuchlänge anhand der Körperstatur

     Natürlich spielen auch deine Körpermaße eine Rolle. Ein schmaler, kleiner Mann braucht für die gleiche Bindeweise weniger Stoff als eine breitschultrige, hochgewachsene Frau.

    Es ist auch für mich nicht immer auf den ersten Blick erkennbar, welche Tuchlänge für den*die Interessierte*n geeignet ist. Auch wenn es Größenrechner gibt, die die Tragetuchlänge aus den Parametern Bindeweise und Körperstatur berechnen, solltest du dich nie zu 100% auf das Ergebnis verlassen.

    Tipp Nummer 3: Finde deine Tragetuchlänge anhand der Tuchform

     Tragetücher kommen in zwei verschiedenen Formen. Der Großteil ist wie ein Parallelogramm geschnitten, das heißt, dass sie an den Enden schmaler werden. Der Knoten ist somit weniger dick und du hast die Möglichkeit, auf dem letzten Zipfel zu knoten, wenn nötig.

    Einige wenige Tücher sind jedoch rechteckig geschnitten. Dies ist meistens der Fall, wenn die Tuchenden mit Fransen verziert sind. Du brauchst für die gleiche Bindeweise ein längeres rechteckiges Tuch und somit eine größere Tragetuchlänge, da der Knoten mehr Stoff benötigt.

    Tipp Nummer 4: Jede*r braucht eine eigene Tragetuchlänge

     Ich erlebe es oft, dass ein Paar sich ein Tragetuch anschaffen möchte, das dann beide Eltern benutzen können. Grundsätzlich ist das natürlich ein nachvollziehbarer Wunsch. Ab und zu kommt es jedoch vor, dass Eltern sich in ihrer Statur so grundlegend unterscheiden, dass für eine*n von beiden das Tuch viel zu lang ist. Leider ist das meist auch noch die Frau, die aber mit dem Kind zu Hause ist und das Tuch überwiegend benutzt (Achtung: Klischee! Aber leider zu häufig wahr).

    Ich verstehe, dass viele Eltern aus ökonomischen und ökologischen Gründen nur ein Tuch kaufen wollen.

    Suche dir kreative Lösungen: Es gäbe beispielsweise die Möglichkeit, dass der*die kleinere Person mit dem Tuch die Wickelkreuztrage bindet und der*die größere das Känguru. So wäre das Tuch für niemanden zu lang.

    Tipp Nummer 5: Schneide dir deine Tragetuchlänge

     Hast du ein viel zu langes Tuch und willst dir kein neues besorgen, dann trau dich und schneid es ab! Ich bin großer Fan des rigorosen Kürzens von Tüchern. Nichts ist nerviger, als wenn die Enden des Tuches wie ein Schwanz zu Boden hängen und man sich damit noch zwei Mal umschlingen kann.

    Zu lange Tücher erschweren auch das Binden: beim Känguru beispielsweise sollte das Tuch nicht auf Fußboden schleifen, damit sich das Tuch beim Umklappen der Schulterklappen auch vollständig drehen kann (kräftig schütteln hilft natürlich auch).

    Nicht vergessen: Nach dem Abschneiden die Kanten umnähen! Webstoffe fransen wahnsinnig.

    Tipp Nummer 6: Finde deine Tragetuchlänge durch Ausprobieren

     War ja klar, dass das dieser Tipp noch kommen musste: Ausprobieren. Logisch. Es geht ist der einfachste und beste Weg, um sicherzugehen, dass die Tragetuchlänge zu dir passt. Du kannst dir zum Beispiel dein passendes Tuch zum Tragekurs dazubuchen. Es gibt sogar ein langes sogenanntes Größentuch von Didymos, das alle Tragtuchlängen „beinhaltet“. Das funktioniert, indem du es dir umbindest und dann etwas unterhalb des Knotens die passende Länge abliest. Natürlich befindet sich dieses Tuch auch in meinem Sortiment.

     von Julia Küpper und Juli El

  • Warum tragen?

    Warum tragen? Ereichterung im Alltag!

    Warum tragen? Genau so wie auf dem Bild habe ich mit beiden Kindern die ersten Wochen und Monate verbracht. Egal, was ich gemacht habe: kochen, aufräumen, föhnen… mein Baby war immer dabei und immer an mir dran.

    Es soll ja Kinder geben, die sich ablegen lassen, meine waren es nicht. Abgelegt-Geschrei…

    Natürlich hatte ich meinen Mann, der mich in der Anfangszeit unterstützte, aber da ich die Elternzeit genommen hatte, war er natürlich nicht immer da. Zudem hat es mich nicht gestört. Ganz im Gegenteil, ich wurde unruhig, wenn meine Kinder nicht in meiner Nähe waren.

    Warum ein Tragetuch oder eine Babytrage auf allen Erstausstattungs-Listen zu finden ist?

     Wenn Eltern (endlich) schwanger werden, stehen sie vor der Entscheidung: Was brauche ich alles für die Erstausstattung und laden sich ganz viele Listen herunter. Auf diesen Listen steht nun oft ein Tragetuch oder einen Babytrage (oder Tragesack, Tragegurt…). Das ist der Punkt, an dem sie oft das erste Mal mit dem Trage in Berührung kommen und sich fragen:

    Warum sollte ich überhaupt mein Baby tragen?

    Die meisten Eltern, die ich gefragt habe, warum sie sich für das Tragen entschieden haben, nannten neben praktischen Gründen für das Tragen als größten Auslöser dafür, dass sie tragen ihre eigenen Babys. Diese ließen sich genauso wie mein Baby nicht ablegen, wollten immer nah am Körper bleiben und schliefen nur im Tuch oder in der Tragehilfe ein. Legte man sie ab, schrien sie.

    Das ist ganz normal! Klicke dich einmal durch die Slides durch und erfahre warum:

    Das Menschenbaby ist ein aktiver tragling!

     Menschen sind also Traglinge: biologisch, evolutionsgeschichtlich, anatomisch und kulturell gesehen!

    Mitte des 19. Jahrhunderts ging in Deutschland die erste Kinderwagenfabrik in Betrieb. Dabei wurde das Tragen hier in Europa zurückgedrängt und erst in den 1970er Jahren wiederentdeckt. Verglichen mit der gesamten Entwicklung der Menschheit ist das aber nicht einmal ein Wimpernschlag. Deshalb noch einmal: Wir Menschen sind von unseren Instinkten aus darauf trainiert, getragen zu werden. Tragen Eltern also ihre Babys erfüllen sie schlicht und einfach deren angeborenen natürlichen Bedürfnisse. So einfach ist es – also DESHALB TRAGEN!

    Warum tragen? Das Baby

    Aber verwöhne ich mein Baby damit nicht zu sehr?

     Wenn du dein Baby ständig hochnimmst, verwöhnst du es.“
    „Du kannst dein Baby doch nicht im Tuch einschlafen lassen, da gewöhnt es sich doch dran.“
    „Immer dieses Rumgeschleppe, das Baby wird doch komplett verwöhnt und tanzt dir später auf der Nase rum.“

     Du hast solche Aussagen schon gehört?

    Woher kommt diese panische Angst vorm Verwöhnen? In den Slides findest du die „Quelle“ – ein Buch aus der Nazi-Zeit: „Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind“ von Johanna Haarer (1934) – du kannst auch einen Auszug davon lesen:

     Hier gibt es noch mehr gruselige Zitate aus dem benannten Buch:

    “Wenn du ihn immer rausnimmst und trägst, wird er nie im Kinderwagen liegen bleiben. Man darf die Kinder nicht so verziehen.“

    “Man muss ein Kind auch mal schreien lassen, das kräftigt die Lungen.”

    “Versagt auch der Schnuller, dann liebe Mutter, werde hart! Fange nur nicht an, das Kind aus dem Bett herauszunehmen, es zu tragen, zu wiegen, zu fahren oder es auf dem Schoß zu halten, es gar zu stillen.”


    Ursprung der Angst vorm Verwöhnen

     Das ist also der Ursprung: Die Angst davor, dass das Baby zu „weich“ wird, zu wenig „unterwürfig“, gar noch einen eigenen Willen entwickelt. Kinder, die gebrochen werden, lassen sich besser kontrollieren und zu Soldaten erziehen. Zudem werden Kinder, wenn sie eine enge Bindung zu den Eltern haben möglicherweise nicht in das lebensgefährliche Kriegsgebiet gesendet.

    Das ist Quatsch und wir leben nun bald 100 Jahre später.

    Wir wissen zum Beispiel, dass bereits der erste Schrei nach der Entbindung die Lunge frei setzt und sie sich selbstständig weiterentwickelt. Hinzu kommt, dass Babys in den ersten Lebensmonaten nicht grundlos weinen und psychologisch nicht in der Lage sind, Weinen als Manipulationsmittel einzusetzen.

    Warum ist das Denken also noch in den Köpfen vieler (vor allem älterer) Menschen, oder noch schlimmer in den Köpfen von Fachpersonal, wie einigen Hebammen und sogar Kinderärzten. Warum müssen Eltern, die ihre Kinder liebevoll begleiten, so verunsichert werden?

    Es macht mich wütend und traurig zugleich und ich hoffe, dass wir es schaffen, in der nächsten Generation etwas zu bewegen. Wenn du dein Baby begleitest, stillst, trägst, liebkost, tröstest… dann liebe Mama, lieber Papa habe NIEMALS ein schlechtes Gewissen!

    Du verwöhnst dein Baby nicht, du erfüllst nur Bedürfnisse und sorgst dafür, dass Oxytocin ausgeschüttet wird. Somit wird das Vertrauen deines Kindes in dich und die Welt gestärkt. Die psychologische Entwicklung verläuft insgesamt positiver und zwar nicht nur in den ersten Jahren, sondern das gesamte Leben! Wenn das kein Grund zum Tragen ist, dann weiß ich auch nicht!

    Warum tragen? Generell

    Warum sollte ich mein Baby tragen? Weitere Gründe

    Tragen ist Liebe

    Tragen ist Liebe

     Ganze 9 Monate (+/-) hat das Baby nun im Bauch verbracht. Es ist warm und kuschelig. Dein Baby wird mit Nahrung versorgt, schwimmt scheinbar schwerelos hin und her. Gut am Ende wird es etwas eng, jedoch ist nichts ungewohnt. Das Baby hört den Herzschlag der Mama, alles ist vertraut. Und plötzlich wird es geboren. Es wird laut, grell, das Baby muss lernen, wie es Nahrung aufnimmt, muss sich in der Welt orientieren und ankommen. Hier unterstützt das Tragen. Wir stellen zu einem Teil den Zustand im Bauch wieder her. Das Baby ist vom Tuch und der Tragehilfe eng umhüllt, es hört wieder den Herzschlag der Mama, kann sich zurückziehen und fühlt sich ruhig und warm umhüllt.

    Es spürt die Liebe der Trageperson.

     Ein Baby zu bekommen ist für Eltern eine extrem große Umstellung. Waren sie vorher unabhängig in allem, was sie taten, ist es nun eine große Aufgabe, sich um dieses kleine Wesen zu kümmern. Natürlich machen die meisten Eltern das gerne, trotzdem kann es auch als zusätzliche Belastung empfunden werden, gerade wenn das Baby viel weint und unglaublich viel Nähe braucht. Hier gibt das Tragen ein Stück Freiheit zurück. Eltern haben die Hände frei für Aktivitäten im Alltag, sei es Wäsche waschen, Haare föhnen (siehe mein Bild oben) oder auch einfach nur einen Kaffee trinken, ja sogar ein Restaurant- oder Kinobesuch (mit Hörschutz natürlich) wird plötzlich wieder möglich. Das Baby ist gut beschützt immer dabei, die Eltern bekommen aber ihre Unabhängigkeit ein Stück weit zurück.

    Tragen ist Freiheit

    Tragen ist Freiheit

    Tragen ist bequem

    Tragen ist toll!

     Manche Eltern denken anfangs, dass das Tragen etwas ist, das den Rücken zusätzlich belastet. Auch haben sie Angst, dass das fürs Baby unbequem sein könnte. Diese Angst ist unbegründet. Zum einen trägst du dein Baby ja sowieso, wenn nicht im Tuch/ Trage dann auf dem Arm. Du wirst merken, dass du dabei recht schräg stehst. Hast du dagegen nun eine Trage/ ein Tragetuch und musst dein Baby nicht mit der Hand stützen, dann kannst du viel gerader stehen und dein Rücken bzw. die Wirbelsäule wird entlastet. Der Beckenboden wird geschont. Zum anderen ist dein Baby in der richtigen Trageweise auch in einer optimalen Position. Die sogenannte Anhock-Spreiz-Haltung kann beim Tragen eingenommen werden, diese Position ist für die Hüftentwicklung ausgezeichnet. Das Tuch bzw. die Tragehilfe passt sich im Idealfall zudem immer dem aktuellen Stand der Wirbelsäulenentwicklung an. Somit wird der Babyrücken einwandfrei gestützt.

    Und stell dir einmal vor, entspannt in einer Hängematte zu relaxen. So fühlt sich das Tragen für Babys an. Das kann nur bequem sein!

    OK, wenn das Tragen so toll ist, warum tragen dann nicht alle?

     Leider ist das Wissen darüber, wie man die Babys am besten trägt, durch die beschriebenen historischen Entwicklungen leider verloren gegangen. Vor der Zeit der Industrialisierung lebten wir Menschen in einem Dorf. Da wusste die Oma, große Schwester, Tante (ja, es waren vorrangig die Frauen), wie man die Babys trägt und haben das von Generation zu Generation weitergegeben und immer wieder optimiert und verbessert.

    Leider ist das heute nicht mehr so. So kaufen viele Eltern irgendeine X-beliebige Trage, finden das unbequem oder kommen nicht wirklich mit einem Tuch klar und kommunizieren, dass Tragen eben nichts sei.

    Den Einstieg erleichtern

     Doch so muss es nicht sein! Mittlerweile gibt es viele sehr gut ausgebildete Trageberater:innen, die dich auf deinem Weg unterstützen können. So lernst du ganz genau, wie du dein Baby einbindest, ohne dass du Angst davor haben musst, dass du Fehler machst, oder gar dein Baby fallen lässt.

    Das war auch der Grund dafür, dass ich einen Tragekurs entwickelt habe, in dem du die kompletten Basics zum Tragen erfährst. So können du und dein Baby die vielen Vorzüge des Tragens, die hier in dem Artikel zusammengefasst sind, direkt genießen, ohne ewig viel Zeit in Recherchearbeit zu stecken, oder unnötige Fehlkäufe zu tätigen, die dann im schlimmsten Fall zu einer unbequemen und ungesunde Trage führen.

    ➡️ Informiere dich hier genauer darüber.

  • Tragetuch oder Tragehilfe – Wo fange ich an?

    In diesem Artikel hast du dich darüber informiert, warum es sinnvoll ist, sein Baby zu tragen. Nun möchtest du dein Baby tragen, super! Aber nun stellst du dir sicherlich die Frage: Wo fange ich da überhaupt an? Es gibt so unglaublich viele Möglichkeiten und du möchtest Orientierung im Trage-Dschungel?

    Schauen wir uns dafür erste einmal die Definitionen an. Was ist überhaupt ein Tragetuch und was ist eine Tragehilfe?

     Das Tragetuch ist ein etwa 3 -5 m langes Stück Stoff. Es besitzt die Form eines Parallelogramms. Der Stoff kann sowohl gestrickt werden (elastisches Tragetuch) als auch gewebt (gewebtes Tragetuch). Im Gegensatz zur Tragehilfe muss das Tuch gebunden werden. Das hat Vor- und Nachteile.

    •  Der größte Vorteil ist, dass sich das Tuch absolut flexibel an jede Körperform des Babys und des Trägers anpasst. Man kann es sowohl an das kleine Neugeborene als auch an den großen Toddler anpassen. Jede Mama, jeder Papa kann es egal wie groß oder klein er oder sie ist, binden.
    • Meistens ist es auch günstiger als eine Tragehilfe, es gibt gebraucht gute Tücher für 20-30€, aber auch neuwertige Schnäppchen.
    • Zudem ist das Tragetuch unglaublich langlebig. Muss man eine Tragehilfe nach einer Zeit austauschen, weil sie dem Baby zu klein geworden ist, reicht das Tragetuch die gesamte Tragzeit.
    • Es passt in jede Wickeltasche und lässt sich auch später für das Tragen auf dem Rücken problemlos verwenden.
    • Gerade für kleine Babys gibt es kaum etwas Gemütlicheres als so ein kuscheliges Tragetuch.

     Wo ist denn nun der Haken? Nun wir erinnern uns an die Definition, so ein Tragetuch sieht so garnicht fertig aus. Das heißt, um darin ein Baby tragen zu können, muss man es erst binden. Und das schreckt Eltern oft ab. Erwischt?
    Aber keine Panik, mit guter Anleitung und etwas Übung ist das kein Problem. Jede neue Herausforderung hört sich erst einmal schwer an, denkt zum Beispiel an das erste Mal Fahrrad fahren, und jetzt denkt wahrscheinlich keiner mehr darüber nach und radelt einfach und so kann es euch auch bald mit dem Tragetuch gehen.

    Eine ausgebildete Trageberaterin kann dir deinen Einstieg erleichtern. Gerade für den Einstieg eignet sich mein Onlinetragekurs: „Tragemomente2Go!“ perfekt, um die erste Bindeweise mit den Tragetuch zu erlernen. So kannst du auch innerhalb kürzester Zeit zum Bindeexperten werden.

    Du möchtest mehr über Tragetücher und ihre Unterschiede erfahren? Schau dir doch einmal diesen Beitrag an.

     Tragesack, Manduca, Tragegurt, Tragehilfe, Kraxe… es gibt unglaublich viele Bezeichnungen für Tragehilfen. Manche Tragehilfen haben einen breiten Hüftgurt, manche einen schmalen, einige weisen geschwungene Schulterpolster auf, andere gerade, es gibt sogar Tragehilfen mit tuchähnlichen Schultersträngen. Sprich der Markt ist unglaublich vielfältig. Diese Vielfalt lässt Eltern gerade am Anfang erste einmal vor einem unlösbaren Entscheidungsproblem stehen, allerdings ist so auch garantiert für jedes Tragepaar etwas dabei. Du musst nur herausfinden, welche Tragehilfe für dich und dein Baby geeignet sind.

    So gibt es Tragen, die komplett gebunden werden oder mit Schnallen geschlossen werden.

    Hier kannst du dich genauer mit den Systemen vertraut machen.

    • Der große Vorteil der Tragehilfe ist, dass sie sich einfach schneller anlegen lässt. Außerdem fühlen sich viele Trageeltern sicherer, wenn sie eine Tragehilfe nutzen, denn diese hat meist einen Hüftgurt, der zuerst geschlossen wird, danach kann das Baby ganz sicher nicht mehr herausrutschen.
    • Allerdings gibt es unglaublich viele Tragehilfenmodelle. Hier ist es nicht immer ganz leicht, das ideale System zu finden.
    • Zudem ist eine Tragehilfe auch teurer als ein Tragetuch.
    • Außerdem passt sie auch nicht so lange. Es gibt unterschiedliche Größen und wenn das Baby das Maximum erreicht hat, muss man die Tragehilfe auswechseln, damit sie wieder passt.

     

    Tuch oder Tragehilfe - wofür soll ich mich nun entscheiden?

     

    Die Möglichkeiten sind schier grenzenlos. Auch ich war am Anfang völlig erschlagen von den vielen Systeme und hatte keine Ahnung, wofür ich mich entscheiden soll. Ich habe unglaublich viel Zeit und Geld ins Testen gesteckt. Ausprobiert, verworfen, neu gekauft…. das alles kannst du dir ersparen!

    Deshalb gibt es den Tragemomente 2GO! – Onlinetragekurs, in dem ich dir in anschaulichen Videos alle Unterschiede genau erkläre und du eine fundierte Entscheidung für das richtige System treffen kannst.

  • Trageberatung

    Trageberatung: Was ist das eigentlich?

     Trageberatung ist eine Dienstleistung, bei der eine von einer Trageschule ausgebildete Fachperson theoretisches und praktisches Wissen über das Tragen von Babys und Kleinkindern vermittelt.

    Tragenetzwerk

    Mittlerweile ist der Begriff „Berater“ oft nicht mehr positiv besetzt. Ein Berater ist jemand, der einem anderen etwas aufquatschen möchte, weil er oder sie Geld dafür bekommt.

    Doch das ist bei einem Trageberater oder einer Trageberaterin nicht der Fall. Trageberater und Trageberaterinnen arbeiten herstellerunabhängig und bekommen kein Geld dafür, bestimmte Marken, Tragen, Tücher o.ä. an Eltern zu vermitteln. Viele Trageberater verkaufen auch keine Tücher und Tragen, sondern bieten die reine Beratungs-Dienstleistung an. Ganz im Gegenteil. Die meisten Trageberater und Trageberaterinnen geben Unsummen an Geld aus, um sich für ihre Beratungseltern ein großes Sortiment aufzubauen: verschiedene Tücher aus unterschiedlichen Materialien, mit unterschiedlichen Webarten, Flächengewichten und Farben… Tragehilfen vieler Hersteller mit unterschiedlichen Hüftgurten, Schultergurten, Rückenteilen… und hier ergibt sich aus der Aufzählung schon die Notwendigkeit von Trageberatern und Trageberaterinnen. Der Markt an unterschiedlichen Tüchern und Babytragen ist mittlerweile undurchschaubar und riesig geworden.

    Trageberatung - Tuchstapel

    Was ist eine Trageberaterin?

     Eine Trageberaterin hat in ihrer Ausbildung in einer Trageschule ein fundiertes Wissen rund um das Thema Babytragen erworben.

    Auf der praktischen Ebene gehört dazu das Beherrschen von unterschiedlichen Bindeweisen fürs Tragetuch sowie ein Überblick über gängige Fertigtragen auf dem Markt.

    Zum theoretischen Wissen gehört beispielsweise die Anatomie von Säuglingen, insbesondere die trage-relevanten Aspekte der Hüftreifung und Wirbelsäulenentwicklung im ersten Lebensjahr.

    Zusätzlich ist sie geschult in Kommunikationstechniken und Beratungsstrategien, denn der Kernaspekt einer Trageberatung ist es schließlich, herauszufinden, was die Eltern brauchen. Dazu bedarf es einiges an Kompetenz, Fingerspitzengefühl und, ja, Erfahrung.

    Allerdings ist der Begriff „Trageberater:in“ nicht geschützt. Jede*r, darf sich so nennen, auch wenn er oder sie keine speziell Ausbildung hat. Deshalb gibt es in Babyfachmärkten oft Trageberater:innen, die ihr Sortiment kenne, aber vom ergonomischen Tragen keine Ahnung haben. Achte deshalb bei der Auswahl der Beraterin darauf, dass sie an einer speziellen Trageschule ausgebildet wurde. Ich habe meine Ausbildung zum Beispiel 2016 bei Clauwi absolviert.

    trageberatung - ringsling

    Wozu braucht man eine Trageberatung?

     Stell dir vor, du suchst das erste Mal in deinem Leben eine Hose aus und gehst in ein riesiges Bekleidungsgeschäft. Du siehst rechts unten schwarze Jeans, drüber Leggins, gegenüber hängen grüne Stoffhosen, darunter liegen blaue Cargo. Du probierst die erste Hose an und sie geht nicht einmal über die Oberschenkel. Die nächste Hose sitzt viel zu locker und rutscht wieder herunter. Vollkommen genervt möchtest du schon das Geschäft verlassen und da kommt eine Verkäuferin auf dich zu. Sie erzählt dir von den Eigenschaften der verschiedenen Materialien, misst deine Größe, zeigt dir einige tolle Exemplare. Du schlüpfst in die empfohlene Hose und sie passt. Die Beine sind noch etwas lang, aber da zeigt dir die Verkäuferin, dass man die einfach umkrempeln kann. Du bist glücklich und erleichtert. Hosen sind toll.

    Auch wenn der Vergleich hinkt, funktioniert eine Trageberatung ähnlich. Viele schwangere Mamas sind beim ersten Besuch im Babygeschäft von der Tragetuch und Tragehilfenauswahl völlig überrascht und erschlagen, hängen dort im Laden doch schon etliche Tragen. Im zweiten Geschäft gibt es noch einmal ganz andere Modelle, die Freundin wiederum empfiehlt noch eine ganz andere Trage und das mit dem Binden, das sieht doch auch super kompliziert aus. Im Internet stößt du nun auf einen Trageshop und siehst, es gibt ja noch viel mehr! Vielleicht denkst du sogar, ach dann lass ich es lieber. Ich will ja nichts falsch machen.

    Und hier kommt eine Trageberaterin oder ein Trageberater ins Spiel. In einer Trageberatung erfährst du viel über die Vorteile und Hintergründe des Tragens. Auch berichtet dir eine ausgebildete Fachkraft darüber, welche Kriterien es für ergonomisches, gesundes Tragen gibt. Zudem stellt diese dir die unterschiedlichen Tragehilfenmodelle vor oder zeigt dir die Bindeweise mit dem Tragetuch. Du siehst die unterschiedlichen Modelle und suchst dir das angenehmste aus.

    Dann wird es spannend. Der erste Moment des Einbindens mit deinem eigenen Baby. Du hast endlich wieder deine Hände frei. Dein Rücken und dein Beckenboden werden entlastet und dein Baby, das spürt deinen Herzschlag, deinen Atem, deine Wärme. Es schläft entspannt ein.

    Natürlich kann es auch passieren, dass sich dein Baby erst einmal an das Tragen gewöhnen muss, manchmal ist es mit Mama oder Papa aufgeregt oder es passt etwas noch nicht. Auch hier findet eine Trageberaterin oder ein Trageberater mit dir eine Lösung.

    Warum tragen? Das Baby

    Wie kann eine Online-Trageberatung aussehen?

     Ich biete als Form der Trageberatung Onlinetragekurse mit Live-Termin an:

    Onlinetragekurs: "Tragemomente2Go!"

     Ein Onlinetragekurs ist eine Trageberatung, die viele verschiedene Elemente enthält. Es handelt sich hierbei um ein komplettes Trageprogramm, das dich beim Start mit deinem Baby begleiten wird. Der Kurs ist aus meinem über 8-jährigen Erfahrungsschatz als Tragemama und mit der Expertise aus über 250 Beratungen zusammengestellt. So erfährst du ganz genau, worauf es ankommt. Egal, ob du dein Baby lieber im Tragetuch oder in der Tragehilfe tragen wirst, hier findest du alles, was du brachst, um dein Baby von Anfang an sicher zu begleiten.

    Im ersten Teil des Kurses erfährst du in kompakter Form alles Hintergrundwissen, das du benötigst, um sicher und fehlerfrei mit dem Tragen zu starten: Ab wann darfst du tragen? Welche Systeme gibt es? Welche Vor- bzw. Nachteile hat das Tuch, die Tragehilfe. Danach entscheidest du dich kompetent für ein System. Wenn du dir unsicher bist, kannst du auch ein Testpaket buchen und dich zu Hause ganz in Ruhe durchprobieren.

    Im zweiten Teil erkläre ich dir ganz genau, wie du das jeweilige System auf dich und dein Baby perfekt einstellst. Was machst du, damit das Rückenteil passt, wie ziehst du richtig fest, dass dein Baby auch nicht herausfällt, wo musst du halten… Danach bist du in der Lage sofort mit dem Tragen loszulegen. Deshalb heißt mein Onlinetragekurs auch „Tragemomente 2GO!“

    Zu jedem Kursplatz gehört dann mit letzten Teil noch eine Live-Einzelberatung dazu.

    Live-Termin

     Eine individuelle Beratung könnte so aussehen:

    Wir vereinbaren direkt im Kurs per Klick einen Beratungstermin. Den Zoomlink bekommst du sofort per Mail zugesendet und gehst dann einfach zu deinem Wunschtermin online. Dann treffen wir uns 1:1 und klären erst einmal vorab, ob du schon Fragen hast.

    Danach entscheidest du, was du brauchst. Diese Möglichkeiten gibt es:

    Du bindest dein Baby ins Tragetuch und stellst dabei deine Fragen, bzw. ich schaue, ob alles passt.

    ODER:

    Du legst deine Tragehilfe an und wir schauen gemeinsam, ob der Sitz zu 100% perfekt ist.

    Außerdem kannst du alle Fragen, die noch offen sind, loswerden.

    Nach dem Live-Termin kannst du dir absolut sicher sein, dass alles passt – ein gutes Gefühl, das unbezahlbar ist.

     Zusätzlich zum Onlinetragekurs gibt es Online-Workshops, in denen ein Spezialthema im Vordergrund steht. Hier wird genausten auf eine Besonderheit, wie zum Beispiel das Tragen auf der Hüfte, in einem Kanga-Tragetuch o.ä. besprochen.

     Du hast eine Frage oder einen besonderen Workshop-Wunsch? Dann schreib mir einfach eine Nachricht an: info@zufallsmoment.de

  • Wie du den Ringsling lieben lernst! Die Ringsling-Tipps!

    Wer kennt es nicht? Das Kind läuft und möchte nur mal kurz wieder auf den Arm und dann wieder runter und wieder hoch. Ein Tuch lohnt sich nicht, eine Tragehilfe auch nicht. Eine Übergangsphase für Laufanfänger… hier schafft der Ringsling Abhilfe.

     

    Ich finde, der Ringsling ist die am meisten unterschätzte Tragehilfe! Deshalb habe ich hier Tipps für dich vorbereitet, mit denen du den Ringsling lieben lernen wirst.

     

    Doch zunächst einmal wollen wir klären, was ein Sling genau ist und für wen er sich eignet.

    Was ist ein Ringsling?

    Ein Ringsling ist ein kurzes Tragetuch, meist mit einer Länge von 1,80 bis 2,20 Metern. An einem Ende des Tuches befinden sich zwei übereinanderliegende Metallringe. Die Ringe sind festgenäht und können in ihrer Position nicht verändert werden. Mit dem Ringsling kannst du vor dem Bauch, auf der Hüfte und auch auf dem Rücken tragen.

    Vorteile: Für wen eignet sich ein Ringsling?

     Ein Ringsling ist sowohl für Frühchen, für Babys, als auch für Laufkinder geeignet.

    Schon früh- und neugeborene Kinder können prima im Ringsling transportiert werden. Durch die Diagonalelastizität des Tragetuchs werden die Frühchen optimal gestützt und das Einbinden geht mit etwas Übung recht flink. Außerdem können auch die Kleinsten bereits auf der Hüfte getragen werden. Und da deine Hüfte schmaler ist als dein Bauch, werden die Beine deines Babys nicht unnötig weit geöffnet.

     

    Babys werden im Alter von drei bis vier Monaten meist merklich neugieriger. Eltern beklagen sich während dieser Entwicklungsstufe oft, dass ihre Kinder sich nicht mehr tragen lassen wollen und sich stark wegbiegen. Wir interpretieren dieses Verhalten so, dass die Babys mehr sehen möchten und empfehlen deshalb das Tragen auf dem Rücken oder auf der Hüfte.

     

    Bei Laufkindern ist der Ringsling eine leichte und platzsparende Möglichkeit, immer eine Trage für “Notfälle” dabei zu haben. Denn auch ältere Kinder werden mal müde oder quengelig und wollen auf den Arm. Da kann der Sling Abhilfe schaffen und auch die Größeren für kurze Strecken transportieren.

     

    Zudem ist er sehr klein und leicht, perfekt für die Handtasche. Hier liegt auch dauerhaft ein Ringsling im Auto und wartet auf die kleineren und größeren Notfälle.

    Nachteile des Ringslings

     Der Ringsling ist jedoch eine asymmetrische Tragehilfe. Das heißt, dass das Gewicht nur auf einer Schulter-/Rückenseite lastet. Je schwerer dein Kind ist, umso kürzer wirst du es im Ringsling tragen wollen. Wo deine persönliche Schmerzgrenze liegt, findest du am besten selbst heraus. Manche Eltern empfinden schon 10kg zu schwer, andere tragen 12kg noch mühelos.

    Den Sling trägt man also in der Grundtrageweise auf nur einer Schulter. Das bedeutet alles Gewicht lagert auch auf einer Schulter. Es kann sogar sein, dass man etwas schief läuft. Da muss man sich selbst kontrollieren.

     

    Ich empfehle deshalb die Schulter zu wechseln, also beispielsweise am nächsten Tag die rechte statt der linken Schulter zu verwenden.

     

    Und wie ich mittlerweile weiß, ist der Ringsling nichts für Durchstreckerkinder. Oft haben Kinder zwischenzeitlich Phasen, in denen sie gerne ihre Beine durchstrecken, in dem Fall ist eine Tragevariante mit Sicherungskreuz praktischer.

    Jetzt kommen sie aber endlich, die Ringsling-Tipps:

    1. Wie finde ich meine passende Slinglänge heraus?

     Um deine Slinglänge herauszufinden, nimmst du ein Maßband und misst den Abstand von deiner Schulter zur gegenüberliegenden Hüfte, dann verdoppelst du den den Wert und fügst 20 cm hinzu. Das ist dann deine Mindestgröße. Längere Slings sind kein Problem, mit Longslings kannst du noch Extrabindeweisen zaubern.

    Beim Kauf eines Ringslings musst du aufpassen, dass die Slinglänge zks gemessen wurde. Das bedeutet „zur kurzen Seite“, denn in der Regel hat ein Ringsling eine abgeschrägte Kante und damit das Slingstück reicht, müssen deine Maße bis zur kurzen Seite passen.

    2. Raffung vs. Scherenfaltung

    Es gibt verschiedene “Typen” von Ringslings. Die Unterschiede beziehen sich darauf, wie die Ringe am Tuch angebracht sind. Hier siehst du beide Varianten im Vergleich:

     geraffter Sling (Storchenwiege)

     Sling mit Scherenfaltung (Didymos)

    Mit welchem “Typ” Ringsling du besser zurecht kommst, findest du am besten selbst heraus. Die überwiegende Mehrheit der Eltern aus meinem Beratungsalltag bevorzugen jedoch den gerafft genähten Sling.

    3. Sortierung des Tuches in den Ringen

     Um den Ringsling wirklich bequem zu binden, erfordert es viel Übung und einiges an Präzision.

    Nachdem du den Tuchstoff durch die Ringe gezogen hast, empfehle ich, den Stoff zu sortieren. Achte darauf, dass sich die obere und die untere Tuchkante auch jeweils oben und unten im Ring befinden und dass sie nicht verdeckt werden. Es sollten sich keine Wülste bilden, der Stoff ist optimalerweise gleichmäßig im Ring verteilt. Das wird dir die Arbeit beim Festziehen ungemein erleichtern.

    4. Position der Ringe

    Bevor du dein Kind aufnimmst, achte auf die Position der Ringe. Sie sollten sich jetzt noch auf oder gar hinter deiner Schulter befinden. Wo genau, wirst du mit der Zeit herausfinden. Die Position ist abhängig davon, wie groß dein Tuchbeutel vor dem Festziehen ist: Je lockerer der Beutel (und je kleiner dein Kind), umso mehr rutschen die Ringe beim Festziehen nach unten. Viele finden es angenehm, wenn die Ringe nach dem Straffen des Tuches direkt unter dem Schlüsselbein liegen.

    5. Position deines Kindes

    Entscheide schon beim Hereingleitenlassen deines Kindes in den Beutel über die gewünschte Position. Das heißt im Klartext: wenn du dein Baby vor dem Bauch tragen möchtest, lasse es von deiner Schulter vor den Bauch gleiten. Möchtest du dein Baby lieber auf der Hüfte tragen, lasse es von der Schulter auf deine Hüfte gleiten. Wenn dir dein Tuch doch verrutscht, heb dein Kind unter dem Po kurz an und schieb dir das Tuch wieder zurecht. Die Ringe sollten sich zu diesem Zeitpunkt immernoch auf deiner Schulter befinden!

    6. Das Tuch auf deiner Schulter

     Damit der Sling wirklich bequem sitzt, sollte das Tuch gut über deiner Schulter verteilt sein. Achte schon vor dem Festziehen darauf, dir das Tuch hinunter auf deinen Oberarm zu ziehen. Du kannst dir merken, die Hälfte des Tuchs sollte auf der Schulter liegen, die andere Hälfte auf dem oberen Teil deines Oberarms. Nichts ist unangenehmer, als wenn das gesamte Tuch auf deiner Schulter liegt und dir in die Halsmuskeln einschneidet.

    7. Festziehen des Ringslings

     Der Ringsling sollte strähnchenweise festgezogen werden. Beginne mit der Kopfkante und arbeite dich dann einmal durch das gesamte Tuch.

    Achte besonders darauf, die Pokante ordentlich zu straffen, denn beim Ringsling gibt es kein Sicherheitskreuz oder Knoten unter dem Po des Kindes wie beim den meisten Bindeweisen mit dem Tragetuch.

     

    Wichtig ist, dass du immer in die Richtung ziehst, aus der das Tuch kommt. Nur dann verwurschtelt sich der Stoff nicht in den Ringen.

    Deine andere Hand kann bei jedem Festziehen dein Kind ein wenig anheben. Das erleichtert dir deine Arbeit erheblich.

    8. Die Kopfkante beim Ringsling

     Ziehe ganz zum Schluss nochmals die Kopfkante fest. Du kannst sie entweder in den Nacken deines Kindes schieben, wenn es gerade wach ist. Oder du kannst sie bis über die Ohren ziehen, um den Kopf zu stützen. Straffe die Kante einfach nach, falls sie sich gelockert hat. Die Atemwege müssen immer frei bleiben.

    9. Die Kippung des Ringsling

     Ich empfehle, den Ringsling gekippt zu tragen. Das bedeutet, dass das Tuch vor dem Einfädeln in die Ringe auf dem Rücken einmal umgeschlagen wird.

    Die Kippung bewirkt eine straffere Kopfkante und insgesamt einen symmetrischeren und stabileren Sitz deines Kindes. Deshalb empfinden viele Eltern den gekippten Sling als angenehmer. Probier am besten selbst aus, ob für dich die gekippte oder die ungekippte Version die bequemere ist.

    Hinweis: Slings mit Scherenfaltung können nicht gekippt getragen werden!

    10. Arm(e) raus beim Ringsling

    Ältere Kinder mögen es oft nicht so gern, wenn sich ihre Arme im Tuch befinden. Wenn du dein Kind jedoch nur bis unter die Achsel einbindest, wird es schnell schwer – vor allem, wenn es sich mit Vorliebe nach hinten lehnt. Probier doch einmal aus, nur den hinteren Arm aus dem Tuch zu nehmen. Die meisten Kinder sind mit der hinzugewonnen Freiheit zufrieden. Für dich ist das Gewicht dann angenehmer zu tragen und du hast keine “helfenden Hände” im Weg.

    11. Stillen beim Ringsling

     Das großartigste am Ringsling ist, dass das Stillen darin so einfach ist. Kipp einfach die Ringe an, lass dein Kind ein wenig nach unten sinken, mach deine Brust frei und leg dein Kind an, und zieh danach wieder strähnchenweise fest. Wenn du magst, kannst du den restlichen Tuchstoff über den Kopf deines Kindes legen, um dein Dekolleté zu verdecken und dein Kind vor Licht und Geräuschen zu schützen. Wichtig ist auch hierbei natürlich, dass alle Aufmerksamkeit beim Baby bleibt, damit es sich nicht verschluckt.

    12. Herausnehmen deines Kindes aus dem Ringsling

     Wenn du dein Kind aus dem Sling nehmen möchtest, kipp die Ringe nach oben und zieh den Tuchbeutel etwas auf. Achte darauf, den Beutel nur so weit zu öffnen, wie nötig. Idealerweise greifst du dir den Stoff unter dem Po des Kindes, ziehst ihn nach oben Richtung Kopf und nimmst das Kind unten aus dem Tuch heraus. Je weniger du deinen Beutel jetzt öffnest, umso weniger musst du beim nächsten Mal festziehen und umso weniger rutschen dabei auch deine Ringe nach unten. Mit etwas Übung weißt du ganz genau, wo du die Ringe platzieren musst, damit sie nach dem Straffen angenehm liegen.

    Wie lerne ich den Ringsling zu binden?

     Als erfahrene Trageberaterin helfe ich dir gerne weiter, deinen Ringsling zu binden. Oder du leihst dir einen Ringsling aus und wir testen zusammen, ob das was für dich ist. Kontaktiere mich einfach per Mail und du erhältst alle Informationen:

  • Der Trageeinstieg: Das Tragetuch

    Zum Tragetuch

      2/3 aller Menschen tragen ihre Kinder. Auch hier in Deutschland wurden noch vor 200 Jahren alle Kinder vorrangig im Tragetuch getragen. Mittlerweile gibt es zwar eine große Anzahl an Tragehilfen, aber auch diese sind so, wie wir sie heute kennen, eine moderne Erfindung.

     

     

    Auch bei den Tragetüchern gibt es mittlerweile viele Unterschiede und gerade Anfänger sind oft überfordert von dem vielfältigen Angebot. Du möchtest ein Tragetuch kaufen, aber die riesige Auswahl erschlägt dich? Du hast keine Ahnung, worauf du achten solltest? Kreuzköperwebung, Diagonalelastizität und Tragetuchlänge – diese Begriffe verwirren dich nur?

    Mit diesem Problem bist du nicht allein! Der Markt an Tragetüchern wächst jedes Jahr mehr und es ist schwer, da noch den Überblick zu behalten. Deshalb habe ich hier einige Kriterien für dich ausgearbeitet, die dir bei deiner Entscheidung helfen sollen.

    1. Wer kann mit einem Tragetuch tragen?

      Grundsätzlich kann jede Mama, jeder Papa, Partner*in das Baby im Tragetuch tragen. Es braucht keine besonderen Fähigkeiten. Auch wenn das Tragen im Tragetuch erst einmal kompliziert erscheint, ist es kein Hexenwerk. 😉

     

    Kannst du beschreiben, wie du dir die Schuhe zubindest? Irgendwann hat dir das jemand gezeigt, du hast es nachgemacht: Als erstes machst du einen Knoten, dafür nimmst du die eine Senkelseite in die eine Hand, dann die andere… vielleicht hat es auch beim ersten Mal nicht geklappt. Ganz sicher musstest du etliche Schuhe binden, ehe du es konntest. Wahrscheinlich denkst du jetzt beim Schuhe binden nicht einmal darüber nach, welche Seite wo und wie herumgewunden werden muss. Genauso ist das beim Tragetuch. Natürlich musst du erst einmal lernen, welche Bahn worüber gebunden wird. 4-5 Meter sind viel Stoff. Doch mit der Zeit wirst auch du nicht einmal mehr große darüber nachdenken, welche Bahn worüber muss. Auch das Binden des Tragetuchs ist nur eine Technik, die du irgendwann ohne darüber nachzudenken, umsetzen wirst.

    2. WAS IST EIGENTLICH EIN Tragetuch?

      Ein Tragetuch ist im Prinzip ein viereckiges gesäumtes Stück gestrickter oder gewebter Stoff, der so um den Oberkörper geschlungen wird, dass ein Baby darin befördert werden kann. Tragetücher gibt es in verschiedenen Längen, in unterschiedlichen Webarten und mittlerweile werden sie von unglaublich vielen Tragetuchfirmen produziert. Beispiele für bekannte Tragetuchfirmen sind (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

    •  Didymos
    •  Fidella
    •  Girasol
    •  Hoppediz
    •  Kindsknopf
    •  Kokadi
    •  Lenny Lamb
    •  Little Frog
    •  Madalo (handgewebt)
    •  Mamanuka (handgewebt)
    •  Natibaby
    •  Pollora (nur noch gebraucht, Pollora ist leider insolvent)
    •  Oscha
    •  Storchenwiege
    •  Yaro (Überbreite)

    Es gibt aber auch noch einige mehr, die jedoch nicht unbedingt anfängertauglich sind.

     

    Du möchtest wissen, ob dein Tuch oder die ausgesuchte Marke anfängertauglich ist? Dann melde dich gerne bei mir und wir können darüber reden.

    3. Elastisches vs. gewebtes Tragetuch

    Tragetücher werden aus den verschiedensten Materialien bzw. Materialgemischen hergestellt.

    Dabei unterscheiden wir grundsätzlich zwischen elastischen und gewebten Tüchern:

    Elastische Tragetücher sind meist aus Jersey-Stretch gefertigt. Das wichtigste Merkmal des elastischen (eigentlich müsste der Gegenbegriff „gestrickten“ heißen) Tragetuchs ist, dass es viel flexibler als ein gewebtes Tuch ist. Dadurch ist es einfach in alle Richtungen dehnbar, währenddessen ein gewebtes Tragetuch nur in die Diagonalen dehnbar ist (= querelastisch). Dadurch ergeben sich sowohl vom Tragegefühl als auch vom Binden her verschiedene Eigenschaften. Ein elastisches Tragetuch sollte immer dreilagig über den Rücken des Babys gebunden werden, da sonst nicht genug Stütze vorhanden wäre, währenddessen ein gewebtes Tragetuch über den Rücken eines Säuglings immer einlagig gebunden wird, da sonst zu viel Druck auf der sich entwickelnden Wirbelsäule aufgebaut werden würde.

     Der Vorteil eines elastischen Tragetuchs ist, dass es sich anfangs oft kuscheliger und weicher anfühlt als ein gewebtes Tragetuch. Außerdem kann ein elastisches Tragetuch dank einer vorgebundenen Trageweise, der vorgebundenen Wickelkreuztrage, sehr schnell und einfach angelegt werden. Allerdings muss man beim elastischen Tragetuch ganz genau darauf achten, wie man das Tragetuch bindet und dass man gründlich strafft, damit das Baby am Ende nicht zusammensackt.

      Der Vorteil des gewebten Tragetuchs ist, dass es länger bequem tragbar ist. Wird ein elastisches Tragetuch je nach Hersteller ab einem bestimmten Zeitpunkt definitiv unangenehm im Schulterbreich, kann man ein gewebtes Tragetuch in der Regel von Anfang bis Ende der Tragezeit nutzen. Zudem ist des gewebtes Tragetuch flexibler, da es mehr Tragemöglichkeiten bietet. Gerade das Tragen auf dem Rücken muss beim elastischen Tragetuch ganz genau überdacht werden.

     Ergänzend muss man nur sagen, es gibt nicht DAS elastische Tragetuch. Hier gibt es unterschiedliche Hersteller, die verschiedene Dicken, Ränder, Materialien nutzen, wodurch sich unterschiedliche Eigenschaften ergeben. Genauso gibt es nicht DAS gewebte Tuch. Hier ergeben Flächengewicht, Materialzusammensetzung, Webart… völlig unterschiedliche Tücher.

    Wer mich kennt, weiß, dass ich ein großer Fan von gewebten Tragetüchern bin, einfach weil sie besser zu mir und meinen Traglingen passten und genauso kann ich nur empfehlen, auszuprobieren, was am besten zu dir und deinem Baby passt. Ich kenne auch viele Trageeltern, die ihr elastisches Tragetuch lieben und super damit klarkommen.

    Elastische Tragetücher gibt es oft in standardisierten Längen, beim gewebten Tragetuch ist das anders.

    4. Mit welcher Größe bzw. Länge solltest du beim Gewebten Tragetuch starten?

     Zunächst erst einmal grundlegend. Tragetücher werden längentechnisch mit Zahlen versehen. Eine 1 ist das kürzeste Tuch eine 8/9 das längste. Mit welcher Größe bzw. Länge du starten solltest, hängt davon ab, was du binden möchtest. Ich empfehle für den Einstieg die Größe 6 (~4,60m) Wenn du besonders groß bist, kannst du gerne eine Größe mehr nehmen, wenn du besonders klein bist, eine Größe kleiner. Diese Länge eignet sich perfekt für die Einsteigerbindeweise „Wickelkreuztrage„. Entscheidest du dich für das „Känguru“ oder den „Einfachen Rucksack“ für den Einstieg reicht meist eine 4. Bedenke jedoch, dass beide Bindeweisen etwas komplexer beim Erlernen sind. Weitere Tipps dazu, wie du deine passende Tragetuchlänge findest, gibt es hier.

    5. Mit welchem Material (Blend) sollte ich beim Gewebten Tragetuch starten?

     Reine Baumwolle eignet sich perfekt als Material für das erste Tragetuch. Diese ist robust, schnell gewaschen und gerade für Einsteiger schnell eingekuschelt und somit weich und bequem. Später kann man sich ohne Probleme an andere Tragetuch-Materialien herantasten, wenn man beispielsweise etwas lockeres und luftiges für den Sommer sucht. Vom Flächengewicht her solltest du nicht zu dick starten, denn dünnere Tücher lassen sich besser starten. So empfehle ich ein Flächengewicht zwischen 190 g/m² bis 240 g/m² für den Einstieg.

    Einige Eltern starten aber auch mit Materialgemischen. Hier eine kurze Übersicht:

     

    •  Baumwolle/Wolle: wärmend im Winter und insgesamt temperaturausgleichend

    •  Baumwolle/Seide: zart und weich, außerdem kühlend im Sommer, aber sehr pflegeintensiv

    •  Baumwolle/Leinen: dünn aber stabil und weich (nach dem Eintragen), kühlend im Sommer

    •  Baumwolle/Hanf: eher schwer, dafür auch für schwerere Kinder geeignet

    6. Welche Webungen gibt es?

     Bei allen Webstoffen unterscheidet man zwischen verschiedenen Bindungen. Die meisten Tragetücher sind in Köperbindung gewebt, aber auch Leinwand- und Atlasbindung werden verwendet.

    Überblick über verschiedene Bindungen und ihre Eigenschaften:

    Kreuzköperwebung

    •  meist aus Baumwolle, aber auch Mischgewebe möglich

    •  unifarben oder Streifen

    •     Vorder- und Rückseite sehen gleich aus

    Diamantköperwebung

    •  wird oft als etwas dicker empfunden als Kreuzköper

    •  dafür sehr anschmiegsam und weich

    •  Vorder- und Rückseite sehen gleich aus

    Fischgratköperwebung

    •  solide und strapazierfähig

    •  Vorder- und Rückseite sehen gleich aus

    Jacquard (Atlasbindung)

    •  Jacquard-Tücher haben Motive, Muster oder Bilder

    •  die Oberfläche ist eher glatt und wirkt strahlend

    •  sind meist etwas dünner und erfordern mehr Präzision beim Binden

    •  Vorder- und Rückseite bilden farblich ein Positiv und ein Negativ

     Viele Trageberaterinnen empfehlen für den Start ein Streifentuch in Kreuzköperwebung. Natürlich ist das aufgrund der dichten Webung und der guten Orientierung oft eine gute Wahl. Du solltest aber vor allem darauf achten, dass die Webung dir gefällt. Es nützt niemandem, wenn du ein Tuch kaufst und am Ende doch nicht damit trägst, weil es optisch nichts deins ist.

    6. Sollte man sich ein neues Tragetuch kaufen oder reicht ein gebrauchtes?

     Für den Einstieg reicht ein gebrauchtest aber vollständig intaktes hochwertiges Tragetuch. Dieses hat den Vorteil, dass es meist schon eingetragen ist, sprich nicht mehr so hart ist. Gerade für Neugeborene ist das viel kuschliger. Auch kann man so erst einmal probieren, ob das Tuch zu einem passt, ohne viel Geld zu verlieren. Wenn es doch ein neues Tuch sein soll, beachte bitte, dies vorher zu waschen. Auch kannst du es gerne schon mit ins Bett nehmen, eifrig bekuscheln und vorbinden. So ist es startklar, sobald dein Baby da ist.

    7. Händler von Tragetüchern

     Und wo kaufst du nun am besten ein Tragetuch?

    Natürlich empfehle ich dir immer als erste Wahl einen Babyladen vor Ort. Dort kannst du die Tragetücher “durchfühlen” und die verschiedenen Längen probebinden. Außerdem unterscheiden sich die Farben und Muster doch manchmal erheblich von der Bildschirmversion. Vergiss aber nicht, dass es ein „gutes Markentuch“ sein sollte.

     

    Wenn du keinen geeigneten Babyladen in der Nähe hast, dann kannst du Tragetücher natürlich auch online bestellen. Dies geht sowohl auf den Webseiten der Hersteller als auch in diversen Onlineshops. Achte darauf, dass AGBs und Widerrufsrecht stimmen, sodass du das Tuch bei Nichtgefallen zurückschicken kannst. Eventuell möchtest du auch mehrere bestellen und dann nur eine Auswahl behalten. Wichtig ist, dass du ein qualitativ hochwertiges Tuch von einem namenhaften Hersteller kaufst und keine Tischdecke vom großen A***, denn damit wirst du keine Freude haben.

    8. Ab wann darf ich im Tragetuch tragen?

     Das Baby ist geboren und die Eltern tragen es. Egal wie, wenn nicht in Tragetuch/ Tragehilfe, dann auf dem Arm. Da macht es doch auch Sinn zur Entlastung gleich das Tragetuch zu nutzen oder?

    Tatsächlich darf man, wenn aus medizinischer Sicht nichts dagegen spricht schon ab Geburt tragen. Wichtig ist, dass sich die Mama erst einmal erholt und ihr Kreislauf absolut stabil ist. Hier kann der Partner/ die Partnerin viel Entlastung bieten.

    Auch vom Baby aus gesehen, kann es sofort losgehen. Ein reif geborenes Baby ist am Körper der Bezugsperson/en sehr gut aufgehoben. Allerdings sollte man gerade bei den Minis darauf achten, dass das Köpfchen gut gestützt ist. Zudem darf das Baby nicht komplett im Tragetuch versinken. (Freie Atemwege!)

    Alles in allem gibt es kaum etwas Schöneres als sein kleines Baby im Tragetuch ganz nah bei sich zu tragen. Das Bonding wird für Tragling und Trageeltern unterstützt, dein Baby hört deinen Herzschlag, fühlt sich geborgen und weint weniger.

    9. Das Tragetuch - nur ein Stück Stoff?

     Bevor ich Kinder hatte, hielt sich mein Interesse für verschiedene Stoffe und Materialien in Grenzen. Klar, ich trug Kleidung und sah mir dort die Farben an, doch war es mir ziemlich gleich, woraus dieses Stück Stoff bestand.
    Dann bekam ich meinen ersten Sohn, unablegbar. Er wollte nur an meinem Körper getragen werden. Ich konnte nicht alleine duschen gehen, nicht alleine essen, er wollte bei mir sein, immer und überall, mein Mann lieh sich unser erstes Tuch – ein Stück Stoff, so dachte ich.

    Ich band mein erstes Tragetuch. Er schlief sofort ein, ich hatte meine Hände frei. Konnte endlich wieder machen, was ich wollte. Dieses Stück Stoff gab mir Freiheit und Unabhängigkeit, meinem Sohn Nähe, Geborgenheit und uns beiden Bindungsaufbau zueinander.

    Ich versuchte alleine, ihn auf dem Rücken zu tragen und scheiterte kläglich, also lud ich Mamas zu mir ein und wir tauschten uns aus. Über Tücher, die ein halbes Vermögen kosteten. Ich lernte unterschiedliche Materialien, Längen, Flächengewichte und Bindeweisen kennen. Meine Leidenschaft wurde erweckt. Ich sammelte, kaufte, verkaufte und jagte dieses eine Stück Stoff. Mit meiner überschwänglichen Energie steckte ich unglaublich viele Mamas an, wir trafen uns regelmäßig, tauschten uns aus, ich wurde Stück für Stück zum Experten, gründete einen Trageblog und machte schlussendlich meine Ausbildung zur Trageberaterin für ein Stück Stoff.

    Nun bin ich auch in der 2. Tragzeit wieder in der Trageszene unterwegs, schaffe neue Erinnerungen, habe mich mit tollen Kollegen vernetzt, lerne noch unglaublich viel und merke, dass es noch neue Marken, neue Bindeweisen, neue Stücke Stoff zu entdecken gibt. Nach nunmehr 7 Jahren kann ich sagen: Nein! Ein Tragetuch ist nicht nur ein Stück Stoff: Es ist die Einschlafhilfe schlechthin, der Seelentröster bei Traurigkeit, Transportmittel, ein modisches Accessoire, das Verbindungsstück zwischen Mamas, das Sportstudio bei Bindechallenges oder im Haushalt, es ist einfach so viel mehr als ein Stück Stoff. 💚

    10. Wie lerne ich, das Tragetuch zu binden?

      Für den Einsteig empfehle ich dir, die Bindeweise „Wickelkreuztrage“ zu erlernen, diese kannst du im „Tragemomente 2Go!“-Onlinetragekurs erlernen. Hier erlernst du deine erste Bindeweise mit dem Tragetuch!

    Im Kurs findest du mein geballtes Tragewissen für Schwangere und Trageeinsteiger, sowie 2 Module mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen zum sicheren und ergonomisch korrekten Tragen deines Babys in der Wickelkreuztrage mit dem elastischen und dem gewebten Tragetuch.

    Im Kurs hast du zwei Möglichkeiten, dir die Bindeweise mit dem Tragetuch anzueignen: entweder du lernst du Bindeweise im Gesamtdurchlauf mit allen Tipps und Tricks ausführlich erklärt kennen, oder du erarbeitest dir die Einheiten in kleinen Schritten. Dafür ist dieser zweite Teil komplett untertitelt. Du kannst also den Ton abschalten, wenn dein Baby z.B. gerade bei dir schläft und erkennst trotzdem alle Details. Außerdem ist der Kursteil hochkant aufgenommen, damit du ihn bequem auf dem Handy anschauen kannst.

    Also starte auch du jetzt mit dem Tragetuch und webe dir tolle Erinnerungsmomente in dein Stück Stoff!

  • Pflege des Tragetuchs

    Du hast ein neues, wunderschönes Tuch und wirst es natürlich erst einmal waschen. Doch die Frage ist, wie?
    Grundsätzlich sollte man ein Tuch immer nach HERSTELLERHINWEIS pflegen. Falls du die Zeichen nicht entziffern kannst, findest du hier eine Erklärung:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Textilpflegesymbol
     
    Ist kein Hinweis vorhanden, gilt folgendes:

    Für das Waschen von Tüchern gilt generell:

    Orientiere dich bei der Pflege an dem empfindlichsten Garn:

     Du möchtest weitere Informationen zu Tragetüchern und deinem Tragestart? Dann klicke hier.

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