Und worin tragen, wenn man trägt?

SLINGTASCHE VS. ONBAG und womit man noch so tragen kann

Meistens muss man zusätzlich zum Kind auch noch einige andere Sachen mit sich tragen – Wickelzeug, trinken, kleine Spielsachen… Doch wohin mit diesem ganzen Kram?

Ich fing meine Reise mit dem was da war an – Rucksack, Schulter- und Wickeltasche.

Rucksack:

Wenn er gut gepolstert ist, ist er ideal so lange man nur vorne trägt – Problem: Kommt das Kind auf den Rücken, möchte ich keinen Rucksack vorne tragen, das ist nicht nur unbequem sondern die Träger rutschen auch schnell weg und man hat wenig Bewegungsfreiraum.

Wickeltasche/ Schultertasche:

Der Vorteil dieser Tasche ist, wenn sie groß genug ist, passt alles rein, was man braucht und durch die Fächer ist sie genau auf die Bedürfnisse von Mamas und Papas eingestellt. Für mich war jedoch das Problem, dass die Stränge schnell auf der Schulter einschnitten (je nach Tasche natürlich) und die Träger zusätzlich auf den Rücken meines Kindes drückten.

Meine 1. zusätzliche Anschaffung war dann eine Gürteltasche:

Die gibt es in verschiedenen Größen. Sie ist super praktisch, wenn man schnell an etwas ran möchte und Geld, Handy und Schlüssel bei sich haben will. Außerdem ist sie für kurze Spaziergänge ideal, da man da nichts anderes mitnehmen muss und keine Tasche auf den Schultern hängt.

Die Alternativen, die man direkt für Tragemamas findet: Slingtasche oder Onbag.

Slingtasche:

Es gibt verschiedene Arten von Slingtaschen, am häufigsten finde man die Variante, bei der an eine Tasche ein langer Träger genäht ist, der auf der anderen Seite durch 2 Ringe gefädelt werden kann und somit stufenlos verstellbar ist. Vereinfacht werden manche Taschen auch nur mit 2 Trägern zum Knoten genäht. Man findet große und kleine Slingtaschen mit Innentaschen und ohne und oft sind sie aus Tragetuchstoff genäht.

Der Vorteil gegenüber der Wickeltasche ist, dass die Träger gut aufgefächert werden können und damit das Gewicht besser verteilt wird und dass die Slingtasche so um das Kind herumgefädelt werden kann, dass sie nicht auf den Rücken drückt. Außerdem passt sie optisch auch besser zu Tuch oder Tragehilfe… 😉
Kritikpunkte sind: Die einseitige Belastung auf nur einer Schulter und die langen Träger, die beim Anlegen bei Schmuddelwetter dreckig werden können bzw. der oft anfällige unbeschichte Baumwollstoff. Die meisten Standardslingtaschen waren mir persönlich auch zu klein.

Näherinnen sind beispielsweise: Eulenpoesie, Ella Eulenkeks oder JoBella – Onbag & Slingtaschen aus Tragetuch

Ein Schnittmuster zum selber nähen gibt es hier: http://mamasnaehen.blogspot.de/…/…/freebook-slingtasche.html

Ich finde Slingtaschen empfehlenswert für Mamas, die nicht zu viel mit sich tragen müssen oder wollen.

Onbag:

Eine Onbag ist ähnlich wie die Slingtasche mit langen Trägern an einer Tasche genäht, hiervon allerdings zwei – je einer rechts und links. Der Vorteil ist, dass sie dadurch über beide Schultern aufgefächert werden kann.
Meine Variante des Anlegens: Man zieht sie rechts und links über die Schulter, überkreuzt die Träger je nach Länge über der Brust, fädelt sie durch die Schlaufen oder Ringe, die ander Tasche direkt angenäht sind und fertig.
Hier gibt es diese und noch eine andere zu sehen:

Der Vorteil gegenüber der Slingtasche ist, dass sie das Gewicht auf beide Schultern gleichermaßen verteilt und noch mehr Stauraum zulässt als eine Slingtasche.
Der Nachteil ist, dass man sie ausfädeln muss, wenn man schnell etwas an der Kasse bezahlen muss oder schnell an etwas rankommen möchte, also so schnell es eben geht. Es dauert alles länger.
Außerdem trägt man die Onbag unter dem Po des Kindes, mir wurde auch da schon von Mamas mitgeteilt, dass das zu weit unten sei und stören würde, das habe ich selber allerdings noch nicht bemerkt.

Näherinnen von Onbags sind: wieder JoBella – Onbag & Slingtaschen aus Tragetuch
Ein Schnittmuster zum selber nähen gibt es hier: http://onbag.co.uk/diy-pattern

Hier noch einige ergänzende Ideen:

Der ROLLKOFFER: praktisch zum Einkaufen – da passt alles rein.

SELBSTGENÄHTE TASCHEN: Probiert aus, verändert, passt an euch an – dann findet ihr DIE eine Tasche, die genau zu EUCH passt.

NORMALE TASCHEN: Haltet die Augen beim Schoppen auf, vielleicht begegnet euch auch unter den ganz „normalen“ Handtaschen das eine oder andere genau geeignete Exemplar.

Alles in allem muss natürlich jeder selber wissen, womit er oder sie sich am wohlsten fühlt. Ich würde empfehlen, dass was man mitnehmen muss, auf ein Minimum zu begrenzen, trotzdem nehmen wir Mamas natürlich mehr mit als vorher und das muss verstaut werden. Es gibt allerdings Möglichkeiten, das sowohl praktisch als auch stylisch hinzubekommen, einige Varianten wurden hier aufgezeigt. Die EINE Variante kann ich euch leider nicht nennen, nur ermutigen, euch Anregungen zu holen und zu probieren.

Ihr habt noch eine super Idee? Dann immer her damit.

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