Fair Fashion: How to change the fashion game!

In diesem Monat poste ich meinen monatlichen Fair Fashion-Post sehr spät.
Grund dafür ist, dass ich ihn im Rahmen der Fashion Revolution Week schreibe.

Fashion Revolution Day

Was heißt das eigentlich? Am 24.04. jährt sich der Fashion Revolution Day zum fünften Mal. Dieser Tag gedenkt den Opfern des Einsturzes des Fabrikkomplexes Rana Plaza in Bangladesch am 24. April 2013, wo unter menschenunwürdigen Bedingungen Brands wie H&M, Primark, KIK, Hugo Boss ihre Kleidung produzierten. Mit der Frage „Who made my clothes?“ fordert die globale Kampagne “Fashion Revolution” zur Auseinandersetzung mit der Herkunft unserer Bekleidung auf.

Konsequenzen für mich

Als ich anfing mich mit dem Thema “Fair Fashion” zu beschäftigen fand ich als Einstieg vor allem Artikel über die “Fashion Revolution” aus dem letzten Jahr. Natürlich habe ich das Ereignis 2013 aus den Medien auch am Rande mitbekommen. Aber es war ja klar, dass die Bedingungen nicht so ideal sind. (Das ist ja wohl milde ausgedrückt, heute würde ich mich selber schelten: “Wie kannst du nur so ignorant sein!?”) aber verändert habe ich nichts.
Erst mit der bewussten Beschäftigung mit der Herkunft von Textilien, begann für mich ein Umdenken. Transparente Produktionsketten, faire Arbeitsbedingungen, ein ressourcenschonender Produktionsprozess, das geht! Und ist gar nicht mal so teuer, wie ich bis dahin dachte. Klar gibt es da auch Designerlabels, die ich mir aktuell nicht leisten kann, aber mittlerweile gibt es auch viele Firmen, die bezahlbare schöne stylische Mode mit all diesen Kriterien produzieren. Worauf also noch warten? Von einem Tag auf den anderen beschloss ich – Ich kaufe nur noch Fair Fashion! Und es funktioniert. Ich gehe bewusster einkaufen, mittlerweile immer mehr auch Second Hand und achte darauf, woher meine Kleidung kommt.

WHO MADE MY CLOTHES?

Wie kannst auch du starten?

1. Information ist alles. Informiere dich VOR dem Kauf, wie und wo die Kleidung, die du kaufen willst, hergestellt werden. Das ist gar nicht so einfach. Meine Orientierung ist, wenn die Firma nichts über die Herstellungsbedingungen verrät, sind sie vermutlich nicht so toll.

2. Vermeide Spontankäufe. Nur weil dir ein Produkt gefällt, heißt es nicht, dass es qualitativ hochwertig ist oder gar fair produziert wurde. Zudem solltest du dich immer fragen, ob du das tolle Teil WIRKLICH brauchst oder doch nur in diesem Moment haben möchtest und dann nur 1 X trägst.

3. Achte auf den Preis. Ein T-Shirt für 2,99€, das KANN nicht fair produziert sein. Ein hoher Preis heißt nicht unbedingt, dass von deinem Shirt die Arbeiter genug Geld bekommen haben aber sei dir im Klaren, dass Qualität und Fairness etwas kostet, wenn auch glücklicherweise kein Vermögen.

4. Achte auf verschiedene Siegel wie das der Fair Wear Foundation (FWF), das Zertifikat des G.O.T.S. – Global Organic Textile Standard, das Fairtrade-Siegel o.ä. Mehr Infos dazu gibt es hier.

5. Such dir Fair Fashion Guides. Einen findest du beispielsweise hier. Durchstöbere die bekannten Marken und schau, was du für tolle Labels und Kleidungsstücke du entdecken kannst, ganz sicher wirst du dich verlieben! 🙂

Fair Fashion Post

Schon zu Beginn meines Bloggens hier auf zufallsmoment.de teile ich immer wieder Outfit-Posts, in denen ich Fair Fashion-Stücke vorstelle. Seit Beginn des Jahres zeige ich jeden Monat ein neues aktuelles Outfit. Damit möchte ich nicht dazu aufrufen, Fair Fashion wie Fast Fashion zu konsumieren. Nein ich möchte Alternativen zu Fast Fashion-Stücken aufzeigen, mit Bildern beweisen, wie hip Fair Fashion wieder und wieder ist. Ich hoffe, dass so immer mehr Leute sich bewusst für Fair Fashion entscheiden, das eine oder andere Stück so toll finden, dass sie es haben wollen und dafür eben nicht das Xte Kleid, das von Kindern unter widrigen Umständen hergestellt wurde, kaufen sondern ein tolles faires Produkt shoppen, von dem sich auch die herstellenden Arbeiter ihren Lebensunterhalt leisten können. Im Idealfall ist es auch noch ressourcenschonender und chemiefrei produziert und so tun wir nicht nur was für unsere Mitmenschen sondern auch für die Umwelt.

Und auch in diesem Monat werde ich von diesem Vorhaben nicht abweichen:

 

Produkte zum Fair Fashion Outfit

Kleid: Armedangels (69,90€)

Cardigan: Armedangels (89,90€)

Armreif: fremdformat (39,00€)

Sonnenbrille: GOBI Amsterdam (119,00€)

In das Kleid habe ich mich auf den ersten Blick verliebt. Es sieht einfach schon so schön sommerlich aus und dass ich Farbe mag, weiß ja mittlerweile jeder Leser 😉 Da der Sommer kurz bevor steht, ist es natürlich Zeit für eine flotte Sonnenbrille. Auch diese kann (und sollte) fair produziert werden. Abgerundet mit einem hübschen Accessoire und einer dünnen Jacke für laue Lüfte, ist das Outfit für mich komplett und sowohl alltagstauglich als auch toll zum Ausgehen.

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