• Review – Kindsknopf Carlos

    Als ich das erste Mal die Tücher der österreichischen Firma „Kindsknopf“ bei Facebook sah, rechnete ich nicht damit, dass diese Marke, die 2014 die ersten maschinengewebten Tücher verkauft, schon bald zu einer der High-End-Marken auf dem mitteleuropäischen Markt werden würde. Das erste Motiv, das ich erblickte, ein sogenannter Tulpenstern gefiel mir aber schon damals sehr gut – retro, schlicht und alltagstauglich, das fiel mir dabei ein. Schnell kam der Wunsch in mir auf, ein solches Tuch testen und ausprobieren zu können. Mit dem Tulpenstern Monochrome durfte ich mich bei einem Tragetreff kurz von der Qualität der Tücher überzeugen.

  • Review Easy-Rider

    Lange habe ich mich vor diesem Review gescheut, denn ich muss ehrlich zugeben, dass mich diese Trage persönlich im Praxistest einfach nicht überzeugen konnte. Ich habe lange hin und her probiert, viel getestet, allerdings meistens nur ganz kurze Strecken und mich dann ziemlich schnell wieder für eine meiner anderen Tragehilfen entschieden. Trotzdem hat der Easy-Rider in der Trageberatung seine Daseinsberechtigung, dazu dann gleich mehr.

    Vorstellung Easy-Rider

    Die Easy-Rider GmbH in Hamfelde ist Hersteller und Lieferant von Babyartikeln, der sich zum Ziel gesetzt hat innovative Produkter für Kinder von 6-36 Monaten zu entwickeln und zu einem guten Preis-Leistungsverhältnis zu verkaufen. Mit diesem Hintergrund hat die Firma eine Trage entwickelt, die schnell und unkomplizierter als viele anderen sein soll – den Easy-Rider.

    Aufbau

    Der Easy-Rider sieht aus wie eine kleine Hüfttasche, in der sich ein kleiner „Sitzhöcker“ befindet. Das ist das erste, was mich gestört hat, die Trage lässt sich einfach nicht klein in die Tasche falten, sondern man hat immer das große wuchtige Sitzpolster dabei. Dementsprechend liegt der Anwendungsbereich wohl eher in den Räumlichkeiten zu Hause und nicht unterwegs. Praktisch ist jedoch, dass in der Tasche auch noch so allerhand verstaut werden kann. Wer sowieso immer eine Gürteltasche dabei hat, fühlt sich sicherlich wohler mit den Ausmaßen als ich. Ein weiterer Pluspunkt: Er ist aus 100 % Baumwolle, verursacht keine Allergien und ist bei 30° waschbar. Ist das Kind aus dem Tragealter heraus gewachsen, lässt er sich ohne den Sitz auch einfach als Hüfttasche verwenden, was ich auch sehr durchdacht finde.

    Ein Pluspunkt ist auch, dass die Trage ein hohes Spektrum an Größen abdeckt, es gibt sogar noch eine Extraerweiterung, so dass die Trage so ziemlich jedem Elternteil mit egal welchem Umfang, passen dürfte.

    Anlegen

    Das Anlegen des Easy-Riders ist super einfach. Man legt ihn um wie einen Gürtel um, zieht fest und fertig. So dachte ich zumindest und so wird es auch in der Anleitung beschrieben. Auch Anfänger haben demnach sofort ein Erfolgserlebnis. Allerdings rutscht er so nach kurzer Zeit weg. Hinweise der Firma besagen, dass man ausamten soll und dann festzurren kann. (Das hab ich auf den Bildern noch nicht gemacht.) Ich hab ihn leider in allen Tests nie so fest bekommen, dass ich wirklich das Gefühl hatte, er sitzt gut. Immer gab es eine leichte mit störende Neigung bzw. habe ich mich ziemlich eingeengt und unwohl gefühlt.

    Empfohlen wird er von der Firma ab 6 Monate, wobei ich dem nicht zustimmen kann. Das Kind sitzt wirklich auf der sehr stabilen Trage, das heißt, sie macht frühstens ab dem Sitzalter wirklich Sinn und das kann bei Kindern auch später als 6 Monate sein. Die Firma selber bezeichnet die Trage auch als zweite Stufe des Tragens. Der Gurt komme nach der Nutzung des Tragetuchs oder einer Babytrage zum Einsatz. Mit einem Höchstgewicht bis 25 kg ist die Trage demnach auch für große Toddler noch zugelassen und da sehe ich den Anwendungsbereicht. Große Kinder, die sonst im Kinderwagen bzw. Buggy geschoben werden, können schnell mal auf die Hüfte gesetzt werde (und trotz der Ausmaßen ist der Easy-Rider sicherlich auch schnell im Kinderwagen verstaut). Auch für Omas und Opas, die dem Tragen sehr kritisch gegenüber stehen, ist das sicherlich auch eine Alternative, denn der Easy-Rider sieht so gar nicht nach konventioneller Tragehilfe aus. Zudem kann er so auch in Kindergärten und bei Tageseltern als unterschwelliges Tragehilfenangebot zur Entlastung des Personals eingeführt werden.

    Eigene Erfahrungen mit dem Easy-Rider

    Ich selbst nutze sonst meistens Fullbuckle-Tragen oder Tücher bzw. Sling auch für mein großes Toddlerkind. Mich überzeugt daran immer, dass ich die Händer frei habe, das ist beim Easy-Rider nicht der Fall. Zwar wird die Wirbelsäule entlastet, allerdings muss man mit einer Hand immer das Kind halten. Mein Kind, ein Dauertragling (also jetzt mit 2 nicht mehr so dauerhaft aber er wurde von Anfang an nur getragen) fand die Trage auch nicht so toll, er wollte mir immer wieder runter hüpfen, er ist allerdings auch ein Kind, dass es gerne eng und kuschlig bei Mama hat, das konnte ihm die Trage nicht geben. Sicherlich kann das Tragen jedoch besser funktionieren bei Kindern, die Probleme mit Nähe haben oder eben in öffentlichen Einrichtungen getragen werden.

    Nach meinen eigenen Tests, konnte ich mich noch mit anderen Trageberaterinnen austauschen und es ergab sich als Hauptanwendungsbereich in der Trageberatung eine Erleichterung für Zwillingsmamis, die ein großes dem Tragen entwachsenes drittes Kind haben, was nur mal ganz kurz hoch und wieder runter möchte oder das 2. Krabbel(-kind) kurzzeitig Tandem tragen wollen. Hier ist der Easy-Rider wohl eine der besten Alternativen, da er auch recht günstig im Anschaffungspreis ist. Auch dem Tragen entwachsene Kinder, die z.B. einen Fuß gebrochen haben o.ä. und plötzlich wieder getragen werden sollen, fühlen sich auf dem Easy-Rider sehr wohl und die Eltern werden entlastet, ihr Kind nicht auf dem Arm tragen zu müssen. Zudem ist die Trage für Kinder mit vielen Blockaden bzw. sogar Behinderungen einen Versuch wert – also Kinder mit speziellen Bedürfnissen können mit dieser besonderen Trage möglicherweise gut zurecht kommen.

    Fazit

    Der Kontakt und Service der Firma Easy Kinderideen war sehr angenehm, die Mitarbeiter sind sehr bemüht Fragen zu beantworten und Tipps und Hinweise zu geben. Ein Blick auf die anderen Produkte der Firma lohnt sich, auch wenn ich die Trage jetzt persönlich nicht so gerne habe, trotzdem.

    Alles in allem ist das Produkt meiner Meinung nach einfach für Eltern und Betreuer entwickelt, die sonst nicht tragen würden und dadurch Entlastung erfahren oder für Kinder in besonderen Situationen und dafür nützt er auch sehr gut. Ich selber würde aber immer wieder zu anderen Tragehilfen und Tüchern bzw. Sling greifen, die noch ein Stück mehr entlasten.

  • Review – KawoNi von TrogMi

    In letzter Zeit werden neue Tragen auf dem Markt immer wieder kritisch beäugt. – „Noch eine? – Man kann das Rad doch nicht neu erfinden…“ und ich muss zugeben auch ich war nicht überzeugt davon, eine neuartige Trage testen zu können bis zu dem Moment als ich die KawoNi von TrogMi in den Händen hielt.

  • Review – Joy and Joe Baby: Luceo Non Uro

    Joy and Joe Baby ist eine in Deutschland noch recht unbekannte britische Marke. Gegründet wurde diese 2010. Joy and Joes nutzt Garne, die von der britischen Bekleidungsindustrie entwickelt wurden. Diese werden dann mit der hauseigenen Webart als Doppel- oder Jacquard-Webung gewebt. Die Entwürfe sind, nach eigenen Angaben der Firma, von Weltreisen, Kulturen/ Traditionen, Folklore Geschichten und Modetrends inspiriert. Durch Zufall entdeckte ich eines der Tücher im Netz und da das Muster einfach etwas Besonderes war, kam das Tuch dann zu mir.

  • Review – Calypso Handwoven Sea Star

    Dieses Tragetuch wurde mir als Tausch für ein anderes angeboten und ich fand die Farben sofort faszinierend. Und so willigte ich in den Tausch ein und bekam mein erstes Calypso Handwoven. Jessica Swehosky ist die Weberin dieser Tragetücher, sie webt alleine in Chehalis und verkauft nur eine geringe Anzahl an Tüchern. Seit 2013 nimmt sie auch Sonderanfertigungen an. Das „Sea Star“ ist eine davon. Die Kette besteht aus 100 % Baumwolle und der Schuss aus 100 % Hanf.

     

  • Review – Oscha Starry Night Nebula

    „Starry Night“ – „Sternbedeckte Nacht“, das ist wohl eines der bekanntesten Pattern von Oscha. Wie kleine Sterne angeordet im Kreis zu einem großen Sternbild, so sieht es aus. Es gibt diese Sternennacht in Grüntönen, in weiß bis beige, in verschiedenen Lilanuancen, in schwarz aber auch in bunt und blau und sicherlich werden da auch noch einige folgen. Die Farbe des „Starry Night Nebula“ ist im Gegensatz zum hellen „Shona“ ein dunkler, kräftiger Blauton und im Gegensatz zum „Vesper“ anstelle von Gold- mit Silberfäden durchzogen, wodurch sich sicherlich auch der Name „Nebula“ – „Nebel“ erklären lässt. Die Rückseite zeigt das Muster im Negativ.

  • Hörbuchreview: Kuschelflosse – Der knifflige Schlürfofanten-Fall

    Ein paar Wellenminuten später…

    Schon als Kind war ich begeisterter Hörbuch-Lauscher. (Sogar noch in  Kassetten-Form!) So haben mich Grimms Märchen genauso wie Benjamin Blümchen oder Bibi Blocksberg durch meine frühe Kindheit begleitet. Abgelöst wurden diese durch TKKG oder die Drei ??? Für mich echter Kult und auch heute höre ich die letzteren gerne. Sei es zum Einschlafen oder zum Entspannen. Hörbücher gehen immer. Und so war ich begeistert, dieses Rezensionsexemplar vom Randomhouse-Verlag zu erhalten.

    Nachdem ich nun mit der ganze Familie dieser Hör-CD lauschen durfte, möchte ich auch diese reviewen und hier vorstellen. Es handelt sich um das dritte Hörbuch der  Kuschelflossen-Reihe von Nina Müller. Für mich ist es allerdings das erste Hörbuch dieser Reihe.
    „Der knifflige Schlürfofanten-Fall“ beinhaltet 2 CDs. Die Laufzeit ist ca. eine Stunde und 43 Minuten. Gelesen wird es von Ralf Schmitz.

    Inhalt

    Die Geschichte beginnt „im Träumemeer“. Kuschelflosse und sein Haustier Flauschi erwachen gerade in Fischhausen und hören ein komisches Geräusch. Kurz darauf entdecken sie ein „grinsefischtolles“ Geschenk und freuen sich sehr darüber. Aber, was ist denn das? Das „schnuckeliches Schlurpgeschenk“ verschluckt Kuschelflosses Briefkasten. Da ist guter Rat teuer. Sofort werden die Freunde Seebrillchen Sebi, Schwimmerdbeere Emmi und Herr Kofferfisch informiert. Zusammen können sie dem Pakt das Rätsel entlocken. Es entschlüpft ein kleiner Schlürfofant. Ein niedliches Tier, wenn da nicht sein Hunger wäre, denn der Kleine verschluckt alles, was ihm in die Nähe des Rüssels kommt – ja alles! Und wird das Geschenk zu einem echten „Problemfall“, also beschließen Kuschelflosse und seine Freund, den kleinen Rüsselträger wieder nach Hause zu seiner Familie zu bringen und begeben sich auf eine abenteuerliche Reise.

    Zur Autorin

    Nina Müller wurde 1977 in Bayreuth geboren. Nach einem Studium des Kommunikationsdesign in Wiesbaden und Sydney zog sie nach München. Dort arbeitete sie als Art Director. Mittlerweile hat sie ihr eigenes Designbüro in Bayreuth und schreibt und illustriert neben ihrer konzeptionellen Aufgaben einzigartige Geschichten. (Quelle)

    Mein Fazit

    Ralf Schmitz ist ein unglaublich guter Sprecher, der mir schon von anderen Hörbüchern bekannt war und auch hier enttäuscht er nicht. So ist der Einsatz seiner Stimme so brillant, dass man sich die einzelnen Charaktere sehr gut vorstellen kann. Selbst dem Schlürfofanten, der nicht einmal unsere Sprache spricht, hauch er Leben ein. Durch ihn bekommt die Handlung das gewisse Extra, und das hat sie meiner Meinung nach auch nötig. Zwar erzeugt die Handlung eine gewisse Spannung, die durch einzelne Stationen aufrecht erhalten wird, jedoch ist sie an vielen Stellen für mich zu sehr an der Oberfläche. Gedanken und Gefühle einzelner Personen werden kaum bis gar nicht rübergebracht, was nicht an dem Sprecher sondern an der einfachen Ausschmückung durch die Story liegt. Einzelne Stationen auf dem Weg sind wirklich aufregend gestaltet, eine Situation bietet sogar Potential für tiefgreifenden Auseinandersetzungen mit dem „Fremden“ aber auch hier ist die Autorin nur an der Oberfläche geblieben. Ich kenne und besitze einige Kinderbücher, die mit weniger verschiedenen Stationen dafür mehr Charakter der Personen mehr Emotionen der Leser oder Hörer anregen und ich hätte es mir auch für diese Geschichte, die so viel Potential bietet, gewünscht. Nichtsdestotrotz ist die Geschichte an sich stimmig geschrieben, besonders die Sprache gibt dem Buch seinen Reiz und lässt den Hörer in eine Unterwasseratmosphäre eintauchen, die unglaublich bildlich vor sich hin“blubbert“ 😉

    Mein Kleiner ist mit 2 Jahren und 9 Monaten natürlich noch zu jung, um der Geschichte mit voller Konzentration zu folgen, fand jedoch den Anfang spannend und die Geräusche fand er auch toll. Gerade jetzt, wo er wieder etwas mehr hört, war das Hörbuch genau das Richtige für ihn. Seit Ostern hat er auch einen eigenen CD-Player und so ist es für ihn ein unglaubliches Highlight, die CDS immer wieder einzulegen anzustellen (den Anfang kann ich jetzt mitsprechen^^) und wieder auszustellen. Die Altersempfehlung gibt ab 4 Jahren an aber selbst das könnte noch zu früh sein. Meine Empfehlung für das Hörbuch wäre für 5-7 jährige, die ganz viel Lust an Sprache haben.

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