• Meine Erfahrungen mit Stoffwindeln

    Kooperation mit baby-walz – Produktlinks übernommen, meine Erfahrungen sind davon unbeeinflusst

    Eine durchschnittliche unbenutzte Wegwerfwindel wiegt etwa 38,6 g. 5 Mal am Tag. 7 Tage die Woche. 365 Tage im Jahr. 2 bis 4 Jahre lang. Das sind etwa 176 kg Windeln in 2,5 Jahren. Quelle

    Leider habe ich mich beim ersten Kind noch nicht mit diesem Thema auseinander gesetzt. Es ist enorm, wie viel Müll Wegwerfwindeln erzeugen. Beim zweiten war mir schon vorher klar, dieses Mal nicht. Dieses Mal möchte ich Alternativen nutzen und bin zu den Stoffwindeln gekommen.

    Vorab: Ich bin keine Stoffwindelberaterin und habe auch sonst nicht das gesamte Wissen dazu aufgesaugt, ich möchte nur meine Erfahrungen mit den unterschiedlichen Systemen weitergeben, die ich in den letzten 5 Monaten ausgiebig testen konnte. Deshalb kam mir die Kooperation mit Baby-Walz, wo man ein ausgiebiges Sortiment an Stoffwindeln finden kann, gerade recht.

  • Schleppst du noch oder trinkst du schon?

    Kooperation mit “The Local Water” – Filter teilgesponsert

    “Ih, Leitungswasser!” So war meine Einstellung zu dem nassen Gut noch vor einigen Jahren aber ein Glück lassen sich Einstellungen ändern.

    Ausgangspunkt

    Doch ich schwelge noch etwas in Erinnerungen. Als Kind, so hat es sich in mein Gedächtnis geprägt, haben wir immer lokales Wasser in Glasflaschen gekauft, mit Kohlensäure versteht sich. Ich weiß nicht mehr ganz genau, wann ich diese nicht mehr mochte, kann mich aber gut daran erinnern, wie ich als Studentin Sixpack für Sixpack an billigstem stillen Wasser in Plastikflaschen ins Studentenwohnheim geschleppt habe immer mit der Überzeugung, das sei besser als Leitungswasser. Was ich da wohl für Müll produziert habe?

  • Review: Anastasia Zampounidis – Für immer zuckerfrei

    Kooperation mit Audible

    Elternzeit ist Hörbuchzeit

    Ich habe keine Ahnung, wie verschiedene Mamas nach der Elternzeit berichten, wie viele Bücher sie gelesen und wie viele Nähaufträge sie beendet haben. Klar habe ich aktuell auch Zeit für Tätigkeiten, die ich sonst nicht schaffe aber mal abgesehen von der Arbeit im Blog, für die ich mir immer wieder versuche Zeitfenster einzurichten, finden diese zumeist im Stehen statt. Vorne dran ein Baby, das meist meckert, wenn ich mich hinsetze. Und so kam mir die Kooperation mit Audible nur recht, denn ich kann “lesen” (hören natürlich) und dabei spazieren gehen, den Haushalt machen, umher laufen. Praktisch oder?

  • Die Krutynia Route: Kanutour – Natur Pur

    Nachdem mein Freund und ich die letzten Jahre oft kleinere Städtetrips unternommen haben, haben wir die Nase voll von großen Städten, die alle doch nur gleich aussehen und unglaublich voll sind.

    Daher musste ein anderes Urlaubsziel her. Im letzten Jahr haben wir eine Tour durch Irland gemacht und sind dort sehr viel durch die Nationalparks gewandert. Und die Natur und Bewegung hat es uns angetan. Daher stand dieses Jahr auch wieder fest: Wir wollen einen Urlaub mit Bewegung in der Natur.

    Eine Woche auf dem Wasser in der Natur

    Warum Kanu?

    Ursprünglich hatte ich mal die Idee, surfen zu lernen. Zwei Wochen im Wasser und Konzentration auf den Körper sind bestimmt wundervoll. Durch persönliche Umstände war es uns aber erst Anfang September (31.08.-10.09.2018)-möglich, Urlaub zu nehmen – damit war es für einen Surfurlaub schon zu kalt (naja, zumindest in der Theorie).
    Wir kamen dann auf die Idee, eine Kanutour zu unternehmen. Ursprünglich haben wir zuerst an Schweden gedacht, aber Mitte September kann es da auch schon zu kalt sein und viele Schleusen haben wohl auch schon zu.
    Daher haben wir uns für eine Kanu-Tour in Polen, in den Masuren, genauer gesagt für die Krutynia Route entschieden. Und die Natur ist so wundervoll, auf jeden Fall eine Reise wert. Für die Route von ca. 100 km haben wir 8 Tage angesetzt.

    100 km Natur pur

    Allgemeine Gedanken

    Da wir im Internet kaum Informationen über die Route bzw. die Planung dafür (insbesondere auf Deutsch) gefunden haben, der Kanuurlaub aber so schön und inspirierend war, möchte ich sehr gerne meine Erlebnisse teilen. Allerdings wird der Artikel dann schon etwas länger. Daher möchte ich gerne im Vorfeld ein paar allgemeine Gedanken teilen. Wer sich zunächst für die Details des eigentlichen Urlaubs interessiert, der darf auch gerne zuerst nach unten scrollen.

    Minimalismus

    Wenn ich eins während der Zeit gelernt habe, dann, welche hohe Ansprüche ich unterbewusst habe und wie wenig ich brauche, um glücklich zu sein.

    Was brauche ich?

    Das ganze Gepäck, dass wir mitgenommene haben, musste während der Kanu-Tour in ein Kanu passen. Neben den notwendigen Sachen wie Handtücher, Anziehsachen und Waschtasche war nur wenig Platz für Spiele, Bücher und andere Luxusgüter. Auch der vierte Pullover und das dritte Paar Schuhe hatten keinen Platz. Was brauche ich wirklich und worauf kann ich verzichten? Was raubt mir am Ende doch eigentlich nur Zeit? Es war erstaunlich für mich zu sehen, wie wenig ich von dem, was ich ursprünglich eingepackt habe, wirklich brauchte.

    Was für einen Lebens-Standard habe ich?

    Abgesehen von den Gepäckbeschränkungen, haben wir meist in kleinen Hütten gewohnt. Zwei Betten, ein Gemeinschaftsbad und viel mehr bot die Unterkunft auch nicht. Wir waren eh den halben Tag unterwegs und den Rest draußen. Wozu also eine große Wohnung mit Pool und Sauna? Dennoch habe ich zu Beginn bemerkt, wie komisch ich es fand, dass die Möbel alt waren und ich (meist) kein eigenes Bad in den Häuser hatte.

    Es hat mich dazu gebracht zu überdenken, welche Ansprüche ich (vielleicht nur unterbewusst) habe und welche davon begründet sind. Letztendlich hat mich das Abhandensein von so vielen Dingen entspannt und glücklich gemacht.

    Natürlichkeit

    Holzhütten, Wasser und der direkte Kontakt zur Natur haben mich während der Kanu-Tour als Teil des großen Ökosystems wahrnehmen lassen. Ich habe mich ein wenig wie ein Puzzelteil der Natur gefühlt – und es hat perfekt gepasst. Was ist all der Standard, den wir normalerweise haben, wert, wenn es sich nicht in unsere Umwelt einfügt?

    Planung

    Kanu mieten

    Da Mitte September außerhalb der Saison ist, war die Planung relativ entspannt. Ein Kanu haben wir über AS-Tour (*unbezahlte Werbung*) im Vorfeld gebucht. Dort haben wir uns (oder eher mein Freund, ich hatte keine Ahnung) für die Luxus-Ausführung eines 2er Paddelboot PRIJON Excursion entschieden. Im Übrigen hat die Mitarbeiterin, die uns betreut hat, auch Deutsch gesprochen.

    Unterkünfte auswählen

    Die ersten vier Unterkünfte haben wir vorher schon gebucht. Da wir nicht wussten, wie das Wetter wird, haben wir die restlichen Unterkünfte vor Ort gebucht – außerhalb der Saison kein Problem.

    Auf der Strecke gibt es die PTTK-Campinganlagen. Dort kann man zelten oder sich kleine Hütten buchen – dazu nachher mehr.
    Manche Hütten konnte man über das Internet buchen, die anderen konnten wir nur telefonisch reservieren. Mein Freund ist des Polnischen mächtig, damit war das kein Problem. Aber allen, die wir begegnet sind, sind sehr freundlich und ich denke, wenn der Wille da ist, schafft man das auch mit Deutsch oder Englisch.

    In den folgenden Städten haben wir halt auf der Tour halt gemacht und übernachtet: Bieńki, Babięta, Spzchowo, Zgon, Krutyn, Ukta, Galindów.

    Die An- und Abreise

    Da wir plötzlich erschrocken festgestellt haben, dass die Entfernung von uns bis zum Start ca. 1000km sind, haben wir die An- und Abreise auf zwei Tage aufgeteilt – das ist wohl auch die einzige Umweltsünde der Tour. Aber das kann ich mit mir vereinbaren. Ganz ohne Verkehrsmittel Urlaub machen, ist wohl auch utopisch. Daher haben wir uns sowohl für die An- und Abreise eine Unterkunft kurz hinter Frankfurt (Oder) auf polnischer Seite gebucht.

    Ein kleiner Tipp zu den polnischen Straßen:

    Im Übrigen sollte man die Straßen in Polen, die nicht Autobahnen sind, nicht überschätzen – für die letzten 300 km haben wir bestimmt 5 Stunden gebraucht.

    Die Autobahnen kosten meist Geld – mal mehr und mal weniger, dafür fährt es sich dort ganz ohne Baustelle mit wenig Verkehr sehr entspannt. Gezahlt wird an kleinen Stationen in polnischer Währung. Hinter der Grenze also unbedingt Geld wechseln. Wenn ich mich recht entsinne, haben wir für die Hinfahrt ca. 30-40 € gezahlt, die Rückfahrt war erstaunlicher Weise günstiger.

    Anmerkung meines Freundes: So viele Autobahnen gibt es aber gar nicht.

    Packen

    Viel mehr Planung war für die Kanu-Tour auch gar nicht notwendig. Ok, das Packen. Wenig Platz, viele Dinge die man mitnehmen möchte, am Ende natürlich viel zu viel. Da konnte ich mich mal in Minimalismus üben und ich habe bemerkt, wie wenig ich wirklich brauche.

    Tipp: Was man unbedingt einpacken sollte

    Becher, Besteck, Teebeutel und ein paar Dosen einpacken, man wird alles während der Kanu-Tour brauchen und froh sein, es dabei zu haben. Auch eine Taschenlampe hilft, im Dunkeln die Toiletten zu finden, ohne sich die Beine zu brechen.

    Des Weiteren habe ich auf Sonnencreme und Sonnen-Cappy bestanden und es keine Sekunde bereut. Wenn man 2-4 Stunden auf dem Wasser in der Sonne paddelt, muss man auf seine Gesundheit einfach achten!

    Außerdem habe ich noch meine Trainingshandschuhe eingepackt. Mein Freund hat sie nicht benötigt, ich aber schon. Anfangs habe ich sie nicht benutzt und damit auch direkt Blasen bekommen. Ohne die Handschuhe hätte ich ab Tag 2 nicht mehr paddeln gekonnt – mit war es kein Problem.

    Wasser. Man muss kein Wasser mitnehmen. In allen Unterkünften konnten wir ausreichend Wasser kaufen oder aber es gab einen Laden. Aber bitte am Abend/Morgen nicht vergessen, ausreichend Wasser einzupacken, sonst wird es in der Sonne ungesund.

    Das Kanu

    Ein Kanu mit Steuer

    Das Kanu PRIJONExcursion hat ein Vorteil – es hat ein Steuer. Und wenn man vorher soviel Ahnung vom Paddeln hat wie ich (also keine) ist das absolut lohnenswert. Gerade wenn man durch krautige, engere Passagen muss oder einfach mal schnell Paddeln möchte, war es für mich entspannend, mich nie um die Lenkung kümmern zu müssen (außer man muss sehr schnell eine sehr scharfe Kurve fahren).

    Unser Kanu

    Stauraum

    Das Kanu hat außerdem in der Mitte einen Lukendeckel. Dort kann man griffbereit und wasserdicht Handys, Geldbörse und Karten verstauen. Im Verlauf der Tour habe ich das als absoluten Vorteil empfunden.

    Auch der Stauraum, den das Boot vorne und hinten bietet ist vergleichsweise komfortabel und ebenfalls zum Teil wasserdicht. Kostenpunkt für 8 Tage: ca 108€.
    Sicher geht es auch günstiger, aber für 8 Tage kann ich es nur empfehlen ein paar Euro mehr in ein gutes Kanu zu investieren, schließlich will man das Paddeln ja auch genießen.

    Zubehör

    Im Übrigen gibt es auch Schwimmwesten dazu. Spritzdecken haben wir nicht genommen. Das war vielleicht ein wenig naiv – wir hatten Glück und keinen Regen, aber beim nächsten Mal würde ich eher dazu tendieren, vorsichtshalber welche mitzunehmen. Ist einmal alles richtig nass, ist das sicher sehr ungemütlich.

    Wir haben außerdem drei wasserdichte Säcke ausgeliehen (ca. 24 €+ Kaution). Und ja, wir dachten es passen locker 5-6 Säcke in das Kanu rein. Nein, mehr als drei haben dort kein Platz: Einer hinten im Fach, einer in der Mitte des Bootes und einer vorne zwischen den Füßen. Vorn in das Fach haben wir dann noch alles gepackt, was sonst so anfiel: Griffbereite Jacken, Schuhe und Waschtaschen. Trinkflaschen hatten so noch im Kanu platz.

    Ein kleiner Tipp zum Paddeln

    Die ersten zwei Tage war es für mich noch schwierig, die richtige Technik zum Paddeln zu lernen. Dann ging es langsam. Mein Freund konnte es glücklicherweise und hat es mir immer und immer wieder erklärt. Wenn ihr eine Kanu-Tour machen wollt: Informiert euch vorher, wie man richtig paddelt. Es geht so viel einfacher, man ist schneller und die Bewegungen tun gut.

    Zu Beginn tat mir das Strecken in der linken Schulter weh und ich konnte den linken Arm nicht mal richtig Strecken. Nach ein paar Tagen hat sich die Schulter dafür so frei wie schon lange nicht mehr angefühlt. Das sind wohl die kleinen Leiden des Schreibtisch geplagten Körpers.

    Die Meisten, die wir gesehen haben, haben den Arm nicht richtig gestreckt. Ich glaube kaum, dass das auf Dauer so gesund ist. Und es macht einfach weniger Spaß, wenn man kaum von der Stelle kommt. 😉

    Immer den Arm schön strecken

    Die Tour

    Los gehts Tag 1: Bienki (ca. 16 km)

    Start

    Als wir in Krutyń angekommen waren haben wir zunächst die ganzen Formalitäten geklärt.

    Anmerkung meines Freundes: Das Auto konnten wir dort übrigens überwacht parken, es war am Ende der Tour also noch da ;-).

    Dann wurden wir mit dem Kanu zu unseren Startort Sorkwity gebracht. (Der Transport zum Start und vom Ziel kostet noch einmal zusammen ca. 39 €.) Dort haben wir uns noch einmal eine Karte (inkl. Wegbeschreibung) gekauft. Man weiß ja nie. Und im Verlauf der Tour fand ich es wirklich angenehm, jederzeit eine Karte griffbereit zu haben. Dort gab es eine Wegbeschreibung (auch auf deutsch und englisch) und ich fand es sehr entspannend, auf kein Handy, Internet und GPS-Signal angewiesen zu sein.

    Die Kanu-Tour beginnt in Sorkwity

    Auf dem Wasser

    Und dann ging es endlich los. Es war schon ein wenig seltsam, plötzlich ganz allein, in einem Kanu zu sitzen und mitten durch den großen Lampackie-See zu fahren.

    Der See und die Aussicht vom Kanu aus waren sehr schön. Es hat Spaß gemacht und wir waren sehr motiviert. Nachdem wir den Lampackie-See durchquert haben, kamen wir in den Lampsaz-See. Von dort in das kleine Flüsschen Sobiepanka.

    Und ab da war unsere gute Laune zunächst einmal weg.
    Der Fluss hatte einen niedrigen Wasserstand und wir mussten fast die gesamte Strecke laufen (das Kanu ist glücklicherweise ohne uns leicht genug gewesen und selbst geschwommen).
    Es kam uns ewig vor und wir hatten die im Nachhinein unnötige Angst, dass durch den heißen Sommer die nächsten 100 km nur so aussehen.
    Ein Glück hatten wir beide unsere Leguanos (*unbezahlte Werbung*) an – es stelle sich heraus, dass die sehr praktisch sind, um im Wasser damit zu laufen. Barfuß ist bei scharfen Steinen und Muscheln auf Dauer nicht so schön. Zugegeben, es waren am Ende nur ca. 1.5 km, aber es hat sich unglaublich lang angefühlt.

    Über weitere verschiedene Seen kamen wir schließlich in den Białe-See und damit zu unserer ersten Station: Stanica Wodna PTTK Bieńki.

    Die Unterkunft

    Wir haben uns auf unsere kleine Hütte gefreut und wurden sofort erst einmal sehr geerdet. Die Hütten, gerade auf dem ersten Teil der Strecke, wurden in den 60er Jahren gebaut und seitdem wurde da auch nicht mehr viel gemacht.
    Die Betten in der Hütte waren – naja eben alt. Mit einer Länge von 1,90 m waren diese außerdem recht kurz, die Matratzen durch gelegen und die Möbel gaben einem das Gefühl, in der Vergangenheit zu sein. Es war alles ordentlich, aber ich bin auch ein sehr sauberer Mensch – Luft nach oben war definitiv.
    Wir haben in der oberen Etage geschlafen, da war es weniger staubig. Der Efeu vor dem Fenster hatte schon seinen Scharm. Mir ist aber erst einmal bewusst geworden, was für einen Standard wir gewohnt sind. Zum Schlafen reicht es, aber im ersten Moment haben wir, wenn ich ganz ehrlich bin, beide gedacht – “Wo sind wir hier nur gelandet?”.
    Auf Nachfrage haben wir dann auch (kostenlos) Bettwäsche bekommen.

    Warmes Wasser gab es erst am 19 Uhr, ein Geschäft zum Einkaufen war nicht in Fußnähe erreichbar.
    Wir mussten also da zu Abend essen und uns dort mit Wasser eindecken.
    Beides ist aber nicht teuer. Allerdings sollte man genügend polnisches Geld zum Zahlem dabei haben.

    Nunja, immerhin hat mitten im Nirgendwo das Internet fast immer recht gut funktioniert. Obwohl wir es außer zum Unterkünfte buchen kaum genutzt haben. Ich hatte auch kein Bedürfnis danach, es zu nutzen.

    Das Essen hat dann alles wieder geändert. Wir waren gar nicht begeistert, dort essen zu “müssen”, aber uns blieb keine andere Wahl. Aber es war selbst gekochte polnische Hausmannskost und richtig gut. Das Highlight war der Apfelkuchen. Und wenn ich das Essen hier hervorhebe, dann nur, weil es wirklich, egal wo wir an der Strecke waren und wie weit weg von der Zivilisation, immer sehr gut war.

    Ein kleiner Tipp zum Frühstück

    Polnisches Frühstück bedeutet herzhaft, es gab also meist Brot, Wurt, Käse und Rührei. Auf Nachfrage haben wir manchmal auch süßes (Nalesniki) oder vegetarisches Frühstück bekommen.

    Die Nacht haben wir dann auch überstanden und dann gings auch weiter.

    Tag 2: Babieta (ca. 10 km)

    Weiter gings mit unserem Kanu am nächsten Tag und hat es auch angefangen Spaß zu machen. Die Natur zu sehen und die Ruhe zu genießen, war so unglaublich schön.
    Wir haben sogar einen Eisvogel einmal kurz gesehen – leider das einzige Mal auf der Tour. Auch die Enten, Schwäne und Libellen waren so schön anzusehen. Ja, man sieht Enten ständig, aber in so freier Natur und in ihrem natürlichen Lebensraum dann doch nicht.
    Und die Graureiher – der Anblick hat mich die ganze Tour über immer wieder begeistert.

    Langsam wurde auch das Paddeln besser und die gleichmäßige Bewegung hat sich sehr gut angefühlt.

    Und es war viel zu kurz. Wir waren schon nach ca. 2 – 2 1/2 Stunden an unserem Tagesziel Babięta gewesen. Dort angekommen stellten wir uns der Realität und betraten unsere Hütte. Die Unterkunft war – trotz Luxusvariante (mit eigener Dusche) genauso, nun ja, ausreichend, wie die davor. Ok, auf dem Boden in der Hütte auf dem Holz sind seltsame Pilze gewachsen, aber sonst war es schon in Ordnung. Es gab diesmal auch ein kleines Sofa.

    Zum Abend gab es sehr leckeren Fisch und wir kamen mit zwei älteren Herren ins Gespräch. Sie haben uns auch verraten, dass die Hütten in den 60er Jahren gebaut wurden.

    Es gab auf der Anlage auch eine kleine Kochstelle – dort konnten wir uns Tee kochen. Tassen und Teebeutel hatten wir dabei.

    Die restliche Zeit haben wir mit Spaziergängen, Sonnenblumenkerne essen (in Polen sehr verbreitet), Lesen und Spielen verbracht. Und nach dem Tag an der frischen Luft mit viel Bewegung konnten wir dann super einschlafen.

    Tag 3: Spychowo (ca. 13 km)

    Von Babięta ging es dann weiter nach Spychowo.

    Auf dem Wasser

    Nach ca. 500 m Meter muss man das Boot ca. 60 m zum Ersten mal umtragen. Also Kanu ausräumen, über die Straße tragen, einräumen und weiter gehts. Da man das Boot nur wenige Male umtragen muss, ist das nicht weiter schlimm. Meist war auch irgendwer in der Nähe, der sofort seine Hilfe angeboten hat. Als Frau darf man ja auf keinen Fall schwer tragen 😉 Aber fürs Protokoll: Für mich war weder das Tragen noch das Gewicht ein Problem. Nach ca. 11 km musste das Kanu noch einmal umtragen werden.

    Es ist schon erstaunlich, wie sehr einem plötzlich auf die Dinge auf fallen, an denen man sonst vorbei geht. Überall am Ufer wachsen Seerosen. Ständig hat einer von uns gesagt: “Schau da, eine Libelle”, “Dort, siehst du den Frosch” oder “der Baum sieht aber alt aus”. Nach dem trockenen Sommer, war es auch so schön, überall das Grün in den verschiedensten Noacen zu sehen.

    Die Unterkunft

    In Spychowo war die Anlage sehr schön. Wir hatten uns diesmal für die Mini-Variante der Hütte entschieden: Zwei Betten, ca 50 cm Platz für die Sachen am Bettende, 50 cm zwischen den Betten, das wars und das reicht. Wir waren die Einzigen in den kleinen Hütten und es war wunderbar ruhig. In der Saison ist da wohl aber sehr viel los und wer Ruhe haben möchte, sollte sich was anderes suchen.

    Lagerfeuer

    Es gab auch einen Kletterpark – wir haben ihn aber nicht genutzt. Stattdessen haben wir unsere Abendbeschäftigung geplant – ein Lagerfeuer.
    Nachdem wir unser Interesse an der Rezeption gezeigt haben, wurde uns versprochen, dass es gegen 19 Uhr an der Feuerstelle ein Feuer geben wird. Ich weiß gar nicht mehr, wie viel es gekostet hat, aber es war schon in Ordnung.

    Anmerkung meines Freundes: Das Holz hat umgerechnet 10 € gekostet.

    Dann sind wir ins Dorf gegangen und haben uns Würstchen, Gemüse und Brötchen gekauft. Auch ein paar Lange Stöcke wurden gesammelt und gespitzt.

    Die Unterkunft hat uns dann auch irgendwann, auf nochmalige Nachfrage, Holz gebracht. Das wars aber auch. Das am Ende daraus auch ein Feuer wurde, darum mussten wir uns selbst kümmern.

    Als das Feuer dann endlich brannte, hatten wir aber einen wundervollen Abend und leckeres Abendbrot.

    Tag 4: Zgon (ca. 11.5 km)

    Weiter ging es am nächsten Tag nach Zgon. Wir hatten uns heute in den Kopf gesetzt, kurz zu baden. Das Wetter war so schön und sonnig, nur eben genau heute nicht. Aber wir haben uns trotzdem in den Kierwik-See gewagt (schwimmen erlaubt) und die ordentliche Abkühlung genossen. Ansonsten: rechts, links, rechts, links …

    Natur zum Genießen

    Die Unterkunft

    In Zgon angekommen gab es endlich wieder richtigen Kaffee und auch ein paar Nalesniki. Ein kleiner Spaziergang und das abendliche Einkaufen (Obst, Gemüse, Wasser …) durften nicht fehlen.

    Kleiner Anmerkung zum Kaffee: Polnischer Kaffee bedeutet in der Regel Kaffeepulver und Wasser drüber. Als wir Cappuccino bestellt haben, haben wir am Anfang der Route Cappuccino-Instant-Pulver mit heißem Wasser bekommen.

    Die Unterkunft war diesmal leider an einer recht befahrenen Straße, nach so viel Ruhe war das doppelt störend. Dafür hatten wir diesmal ein Zimmer mit einer schönen Dusche und auch das Bett war zur Abwechlung richtig gut. Da ich mittlerweile eh immer Ohropacks bei Reisen dabei habe, hat der Lärm nicht zu sehr beim Schlafen gestört.

    Tag 5: Krutyn (ca. 12.5 km)

    Langsam hatten wir uns an die morgentliche Routine gewöhnt und sie hatte etwas sehr beruhigendes: Aufstehen, Frühstücken, Zähneputzen, Sachen in den Säcken verstauen, Kanu einräumen, Schlüssel abgegeben, Paddeln.

    Auf dem Wasser

    Weiter ging es nach Krutyn. Heute war es etwas kühler und stürmischer. Ich hatte zunächst ein mulmiges Gefühl. Nachdem das Kanu aber nach den ersten kleinen Wellen nicht gekippt ist, habe ich etwas Vertrauen gefasst. Und gegen die Wellen mit etwas mehr Kraft und Ausdauer anzupaddeln hat dann auch ziemlich Spaß gemacht.

    Immer im 90° Winkel in eine Welle fahren

    Nachdem wir den Mokre-See überquert hatten, musste das Kanu erneut umgetragen werden. Diesmal war die Übertragestelle aber so gebaut, dass man es auch drüber ziehen konnte. Und dann begann eigentlich erst der See und später der Fluss Krutynia – der unserer Route den Namen gibt.

    Und der Streckenabschnitt zwischen Beginn des Sees Krutynia bis zur Stadt Krutynia war definitiv der Schönste der ganzen Strecke. Nachdem wir dort gestartet sind, haben wir jegliche Paddelaktivität zunächst einmal eingestellt und einfach die Ruhe genossen – absolute Stille. Überall waren Graureier und die Natur des Naturschutzgebietes Krutynia war atemberaubend anzusehen. Die Natur war unbelassen, die Bäume durften wachsen und fallen wie sie wollten.

    Unveränderte Natur wo wir auch hinschauen

    Die leichte Strömung lies das Boot auch ohne Aufwand treiben. Aber auch hier haben wir uns sagen lassen, dass es in der Saison unglaublich voll ist und hunderte von Kanus auf dem Wasser sind. Ab Krutyń beginnen auch viele Tagestouren, Touristenstrecken und Gondelfahrten. Bis wir in Krutyń waren, haben wir aber noch die verbleibende Ruhe und Macht der Natur genossen.

    Die Unterkunft

    In Krutyń haben wir diesemal nicht in den Hütten geschlafen, die waren auch mit Schuklassen belegt. Stattdessen haben wir uns ein “richtiges” Zimmer in der Gosciniec Krutynski (*unbezahlte Werbung*) gegönnt. Nach kurzer Verwirrung haben wir mitbekommen, dass die Unterkunft nicht direkt am Fluss ist. Allerdings haben wir die Vermieter angerufen und Sie haben uns sehr freundlich mit dem Auto abgeholt und am nächsten Tag wieder zu unserem Kanu gebracht. Wir waren die einzigen Gäste und hatten damit das ganze Haus für uns allein.

    In Krutyń stand auch unser Auto geparkt. Wir haben also die Möglichkeit genutzt und sind einmal dort hin und haben die Sachen gewechselt. Somit konnten wir zum Beispiel Wäsche und Handtücher einmal wechseln. Das war super.

    Tag 6: Ukta (ca. 13.5 km)

    Von Krutyn sind wir recht zeitig gestartet, um vor den Klassenausflügen auf dem Wasser zu sein. Ab hier wurde der Fluss auch voller, aber es war noch ruhig genug. Die Natur war trotzdem wunderschön – aber nicht mehr so atemberaubend wie am Tag zuvor. Die Unterkunft kam mal wieder viel zu schnell. Wir hätten locker noch ein paar Kilometer mehr am Tag geschafft.

    Nach ein paar Kilometern musste man das Kanu noch einmal umtragen – diesmal etwas weiter. Allerdings waren hier auch Männer, die einem auf Wunsch mit einem entsprechenden Wagen und gegen ein kleines Entgelt geholfen haben.

    Die Unterkunft

    In Utka hatten wir wieder eine kleine Hütte gemietet. Dort war auch eine Schulklasse – zu Beginn des Schuljahrs wohl eine Integrationsmaßname für neue Klassen. Mit denen haben wir dann Volleyball gespielt. Das hat mal wieder Spaß gemacht. Und zu Fragen, ob wir mitspielen dürfen war eine kleiner zusätzliche Challenge ;-).

    Die Hütten werden moderner

    Am Abend saßen wir dann mit einer Gruppe von polnischen Freunden zusammen, die schon mehrere Jahre Kanutouren unternehmen und der wir ab Babieta immer wieder begegnet sind. Wir konnten gar nicht so schnell schauen, da hatten die uns Schnitzel mit Kartoffeln und Krautsalat ausgegeben – sie meinten wohl wir hätten noch nicht ordentlich gegessen. So viel Gastfreundschaft habe ich zuvor noch nie erlebt. Ich war auch jede Sekunde über meine 3 Semester Polnischunterricht froh, ich konnte damit den Gesrächen halbwegs folgen und mich somit auch ein klein wenig an den Gesprächen beteiligen.

    In der Nacht sind wir dann einem Fuchs begegnet. Der war wohl auf der Suche nach Essensresten. Das war das erste Mal, dass ich einen Fuchs in seiner natürlichen Umgebung gesehen habe. Eigentlich traurig.

    Tag 7: Galindow (ca. 16 km)

    Ab hier war die Strecke leider nicht mehr ganz so schön. Der Fluss war oft verkrautet. Das Düngen der Felder hat wohl seine Spuren hinterlassen. Es war jetzt nicht nicht schön, aber eben nicht mehr so schön wie der Beginn der Strecke.

    Am siebten Tag haben wir uns eine Nacht in der Anlage Galindow auf der Halbinsel Bartlewo gegönnt (*unbezahlte Werbung*). Das lag unter Anderem auch daran, dass die PTTK Anlagen dazwischen schon geschlossen bzw. nur für zwei Nächte buchbar nicht in Frage kamen.
    Galindia ist eine Anlage, die das Leben der damaligen Ureinwohner nachstellen soll. Die Anlage ist ganz hübsch, für 82€ die Nacht (inkl. Frühstück) aber nicht ganz günstig. Und ja, es war ein schönes Erlebnis, ich würde es aber nicht wiederholen. Alles war sehr auf Touristen ausgelegt. Die Zimmer waren ok, aber auch nichts besonderes. Und von unserem Zimmer haben wir den Krach eines Fernsehers gehört, der den ganzen Tag ein Video über die Galindier zeigte. Da habe ich unsere minimalistischen Hütten doch mehr ins Herz geschlossen. Für 13-30€ (Zum Teil mit Frühstück) waren die vom Preis-Leistungs-Verhältnis für mich auch besser.

    Tag 8: Ruciane-Nida – Krutyn (ca. 14 km)

    Schneller als wir wollten und es mitbekamen war schon der letzte Tag gekommen. Wir musste nur noch den See Beldany durchqueren um zu unserem Ziel zu gelangen. Und der letzte Teil der Strecke hat nur Spaß gemacht, weil wir nochmal ausgetestet haben, wie schnell wir mit dem Kanu sind. Das Problem ist, dass der See für Segelboote, kleine Motorboote und andere Schiffe frei gegeben ist. Kommt ein Motorboot rücksichtslos und zu schnell an einem vorbei, dann kommt kurz später eine Welle des verdrängten Wasser und wir mussten die ganze Zeit aufpassen, in diese im Lot einzufahren, damit das Kanu nicht noch kippt oder mit Wasser zugeschüttet wird. Das Ufer war schön, aber es war eben nicht mehr diese unberührte Natur.

    Im Hafen von Ruciane-Nida angekommen haben wir dann wieder einen Kaffee getrunken und auf unseren Abholdienst gewartet. Ein wenig schwermütig wurde das Herz auch – es kann doch nicht wirklich schon vorbei sein…

    Am Ziel angekommen: Im Hafen von Ruciane-Nida

    Krutyń

    Zurück in Krutyń haben wir noch gegessen und auf dem Markt etwas Geschirr und Körbe für den Umweltfreundlichen Einkauf gekauft. Und dann – circa eine Stunde nachdem wir unser Kanu abgegeben haben – ging ein Wolkenbruch los. Es regnete aus Strömen und hörte und hörte nicht auf. Schon der kurze Weg zum Auto hat uns völlig durchnässt. Wie viel Glück wir hatten, dass es die gesamte Tour kein einziges Mal geregent hat. Aber was hätten wir bei solch einem Regen nur ohne Spritzdecken gemacht?

    Gedanken zum Schluss

    Und dann sind wir die 2-tägige Heimreise mit einem glücklichen zufriedenen Körper, Geist und Herz angetreten. Gleichzeitig waren wir aber auch sehr traurig, wieder zurück in die Zivilisation zu müssen, in den sitzenden Alltag, fern von der Natur im ursprünglichen Sinne. Wo ist der Bezug zur Natur noch geblieben? Es ist so traurig, den zu vergessen. Die Stille wieder mit Autolärm und hektischem Gequassel einzutauschen war auch nicht das, worauf wir uns gefreut haben. Aber am Ende wollten wir einfach diese wundervolle Erfahrung im Gedächtnis behalten. Ich kann jedem nur eine Kanutour empfehlen. Es ist so eine schöne Möglichkeit umweltfreundlich in die echte Natur einzudringen. Es wird sicher nicht unsere letzte Tour gewesen sein.

  • Im Test: Mysalifree Kokos-Serie

    Kokos und ich – das war noch nie etwas. Mit Kokosöl kochen – ja – aber nicht auf Haut und Haaren. Ich bekam ausgetrocknete, rote unansehnliche Haut von reinem Kokosöl, was sicherlich auch an der Salicylatunverträglichkeit lag. Nach meinem letzten Mysalifree-Testbericht fragte mich die Inhaberin von Mysalifree, Ulrike Ischler, ob ich die salicylatfreien Kokosprodukte testen möchte. Ich war zwar skeptisch, stimmte aber zu. Die Frage war also: Wird meine Haut genauso sensibel auf die Kokosgesichtscreme und das Anti-Aging-Gesichtsöl reagieren wie auf reines Kokosöl?

    Diese beiden Produktproben durfte ich testen.

    Anti Aging Gesichtsöl

    Inhaltsstoffe

    ZEA MAYS OIL (Maiskeimöl)*, ORYZA SATIVA BRAN OIL (Reiskeimöl)*, COCOS NUCIFERA FRUIT EXTRACT, (Kokos Extrakt)*, PUNICA GRANATUM SEED EXTRACT (Granatapfelsamen Extrakt)*, OENOTHERA BIENNIS SEED EXTRACT (Nachtkerzensamen Extrakt)* , BORAGO OFFICINALIS SEED OIL (Borretschsamenöl)* , TOCOPHEROL (pflanzliches Vitamin E), GLYCINE SOJA OIL (Sojaöl), ROSMARINUS OFFICINALIS LEAF EXTRACT (Rosmarin Extrakt)* Quelle

    Im Test

    Ich startete die Testphase mit dem Kokos-Gesichtsöl. Zugegebenermaßen habe ich mit Gesichtsölen keine Vorerfahrung. Gelegentlich nutze ich etwas Öl für die Haarspitzen oder in Cremes aber direkt auf die Haut nutze ich normalerweise kein Öl. Deswegen war ich umso gespannter auf die Testphase. Schon beim ersten Benutzen fiel mir auf, wie ergiebig das Öl ist. Ich hatte viel zu viel verwendet und verteilte spontan das Öl noch auf den Armen und in den Haarspitzen und muss sagen, ich war begeistert. Schon der sanfte unaufdringliche Duft von Kokosöl überzeugte mich. Er erinnerte mich direkt an eine echte Kokosnuss und nicht an so einen künstlichen Kokoscocktail, den ich persönlich schon immer sehr unangenehm fand. Am nächsten Tag (ich verwendete das Öl am Abend vor dem Schlafengehen) war meine Haut super weich, sowohl das Gesicht als auch die Arme waren sanft und fühlten sich ein bisschen wie Babyhaut an. Die Haare waren nicht beschwert und fetteten überhaupt nicht. Gerade als es die letzten Wochen so extrem kalt war, habe ich das Öl öfter verwendet, um meine empfindliche Gesichtshaut zu schützen. Mit Erfolg! So glatte Haut hatte ich noch nie. Aber ich muss sagen, ich verwende es mittlerweile eher zum Abschminken – ja das funktioniert super! Einfach ein paar Tropfen Öl auf ein Pad und die Haut wird super gereinigt. Danach wasche ich noch kurz mit Wasser nach aber das verbleibende Öl reicht, um die Haut zart und geschmeidig zu lassen. Für das Pflegeprogramm bleibe ich der Gewohnheit halber bei Cremes und testete in der zweiten Phase natürlich auch noch die Kokos-Gesichtscreme.

     

    Gesichtscreme Rich

    Inhaltsstoffe

    AQUA, GLYCERIN (rein pflanzlich)*, ZEA MAYS OIL (Maiskeimöl)*, POLYGLYCERYL-3 DICITRATE/STEARATE, ORYZA SATIVA BRAN OIL (Reiskeimöl)*, COCOS NUCIFERA FRUIT EXTRACT (Kokos Extrakt)*, STEARYL ALCOHOL (pflanzl. Fettalkohol), BUTYROSPERMUM PARKII BUTTER (Sheabutter)*, CETYL ALCOHOL (pflanzl. Fettalkohol), XANTHAN GUM, CAPRYLOYL GLYCERIN/SEBACIC ACID CO-POLYMER, DIHEPTYL SUCCINATE, LACTIC ACID (pflanzl. Milchsäure), TOCOPHEROL (pflanzl. Vitamin E), SODIUM BENZOATE (Natriumbenzoat), GLYCINE SOJA OIL (Sojaöl), POTASSIUM SORBATE (Kaliumsorbat), ORYZA SATIVA BRAN EXTRACT (Reiskeimölextrakt)* Quelle

    Im Test

    Da ich ja schon von den Tages- und Nachtcremes von Mysalifree begeistert war, hatte ich nicht erwartet, dass eine Creme noch einen drauf setzen konnte, aber die Gesichtscreme Rich konnte das! Wieder war mein erster Eindruck ein zarter Duft von karibischem Flair, der nicht aufdringlich wirkte. Gerade für Frauen, die mit dem leicht nussigem Geruch der traditionellen Produkte nichts anfangen können, ist das sicherlich eine gelungene Abwechslung. Ich mag weiterhin beide und nutze je nach Lust und Laune das passende Produkt. Was mich am meisten faszinierte, war wie schnell die Creme einziehen konnte. Gerade im Vergleich zur Nachtcreme, die ja durch extrem viele reichhaltige Öle, doch etwas beschwert, ist die Gesichtscreme im Nu eingezogen. Schon nach einigen Minuten kann man sich auch morgens darüber schminken. Nach wie vor reicht eine kleine Menge Creme, um sich komplett zu pflegen und der praktische Pumphebel sorgt dafür, dass man hygienisch und schnell kleinste Mengen entnehmen kann.
    Die Creme ist natürlich wieder bio, vegan, salicylatfrei, hypoallergen und glutenfrei. Mysalifree setzt weiterhin auf die bekannten Mais- und Reiskeimöle und ergänzt diese nun um die Komponente salicylatfreies Kokosöl. Dass diese Inhaltsstoffe alle höchsten Standards genügen, brauche ich sicherlich nicht noch einmal erwähnen. Hochwertigere Bioprodukte kenne ich anderswo kaum.

    Fazit

    Alles in allem kann ich nun sagen, Kokosöl und ich, das kann doch noch was werden! Beide Pflegeprodukte konnten mich vollständig überzeugen. Die bei mir typischen Kokoseffekte, wie spannende rote ausgetrocknete Haut blieben aus und noch viel mehr, beide Produkte pflegten gerade in der kalten Jahreszeit unglaublich gut. Meiner Meinung nach sind sie nun auch für die kommende warme Urlaubszeit auf Grund des zarten nach Urlaub anmutendem Dufts super geeignet. Ich kann sie besten Gewissens weiterempfehlen und bin gespannt, was Mysalifree sich noch alles einfallen lässt, um mich zu begeistern. Übrigens – das neue aufgeräumte minimalistische Design der Verpackung gefällt mir viel besser als zuvor.

    Zu kaufen gibt es das Anti Aging Gesichtsöl 30ml für 39,50€ hier und die Gesichtscreme Rich 30ml für 33€ hier. Von beiden Produkten gibt es auch Probier- bzw. Reisegrößen von 10ml.

    Gepflegte Haut im Winter…
    …und natürlich auch im Frühling!
  • Naturparfüm im Test (2) – Baldini by Taoasis: Mytao und Speick



    Naturparfüm

    “Ich kann dich gut riechen…” Das möchte doch jeder hören! Gut und natürlich sollte aber zusammen gehören.

    In ersten letzten Artikel über Naturparfüm ging ich schon darauf ein, warum ich mich mit der Thematik beschäftige. Ich hatte herausgefunden, was meine Parfüme beinhalten und wollte diese Stoffe nicht mehr in meinem Haushalt haben. Mit Farafalla hatte ich schon eine tolle Marke entdeckt, die ich ausgiebig testete. Mittlerweile sind einige Wochen vergangen und ich konnte meine Tests fortsetzten und kann euch nun weitere Firmen und Parfüme vorstellen.

    Baldini by Taoasis: Mytao

    Über Taosis

    Ich gebe zu, Taosis war mir überhaupt kein Begriff, erst durch meine Recherche zu Naturparfüm bin ich auf die Firma aufmerksam geworden. Dabei gibt es diese schon seit 1981. Sie wurde von Firmengründer und Sachbuchautor Axel Meyer als kleiner Verlag gegründet, der sich mit ganzheitlichen Ernährungsbüchern schnell etablierte.
    Mit dem 1991 erschienenen „Das kleine Lexikon der Düfte” verlagert sich der Schwerpunkt und die Entwicklung des kleinen Verlages entscheidend. Die Leser fragten nach den Düften und so beschlossen die Autoren, diese auch anzubieten allerdings damals ausschließlich in Apotheken. Die Marke Baldini® wurde hingegen speziell für den Biofachhandel entwickelt. Das Sortiment reicht vom demeter-zertifizierten Deo und Naturparfüm über naturreine Bio-Aromen bis hin zur klassischen Raumbeduftung. (Quelle)

    Zum Weiterlesen

    Produkttest

    Ich entschied mich für das kleine Duftset “Mytao” mit 6 Sorten. Die Verpackung ist mit einer kleinen Metallschachtel sehr außergewöhnlich, zudem ist dem Set ein Duftstreifenblock beigelegt, um die Proben ausgiebig testen zu können.

    Die Proben an sich sind nummeriert und tragen keine Extranamen genau wie die zugehörigen Parfümflaschen. Die Inhaltsstoffe werde ich noch einzeln auflisten, allerdings möchte ich vorschieben, dass diese von allen Naturparfüm-Sorten, die ich getestet habe, die meisten Siegel besitzen.

    “eins”

    Bestandteile

    Alcohol*, Parfum (Natural Essential Oils), Rosa Damascena Flower Water*, Benzyl benzoate**, Cinnamyl alcohol**, Cinnamal**, Citral**, Citronellol**, Eugenol**, Farnesol**, Geraniol**, Limonene**, Linalol**. *certified organic, **from natural essential oils.

    Im Test:

    Beim ersten Aufsprühen des Parfüms kommt ein wahnsinnig orangig und zitroniger Ton zum Tragen. Es riecht hellt, frisch, fast schon ein bisschen zu kräftig. Sandelholz und Cistrose sollen den Geruch etwas auffangen und bilden eine angenehme Grundierung. Auf jeden Fall macht dieses Naturparfüm gute Laune und ist für mich definitiv ein Sommerduft.

    “zwei”

    Bestandteile:

    Alcohol*, Parfum (Natural Essential Oils), Rosa Damascena Flower Water*, Benzyl benzoate**, Cinnamyl alcohol**, Cinnamal**, Citral**, Citronellol**, Eugenol**, Farnesol**, Geraniol**, Limonene**, Linalol**. *certified organic, **from natural essential oils.

    Im Test:

    Das zweite Parfüm ähnelt dem ersten. Auch hier erriecht man sofort eine fruchtige Zitronennote, es ist hell und man spürt förmlich die Spitzen. Lemon Tea Tree und Grapefruit unterstützen die exotische Frische. Allerdings finde ich die Nr. 2 viel angenehmer als Nr. 1. Die Komponenten sind ausgewogener und damit das ganze Parfüm nicht so stechend sondern angenehmer, ein toller Frühlings- und Sommerduft.

    “drei”

    Bestandteile:

    Alcohol*, Parfum (Natural Essential Oils), Rosa Damascena Flower Water*, Benzyl benzoate**, Cinnamyl alcohol**, Cinnamal**, Citral**, Citronellol**, Eugenol**, Farnesol**, Geraniol**, Limonene**, Linalol**. *certified organic, **from natural essential oils.

    Im Test:

    Mein erster Gedanke war – hmm… lecker. Dieses Parfüm ist super fruchtig und angenehm. Es duftet exotisch, was sicherlich an der Hauptkomponente Litsea Cubeba liegt, die aus Asien stammt. Die Grasnoten und die mediterranen Kräutern passen super zusammen. Es riecht für mich fast ein bisschen weihnachtlich, auf jeden Fall extrem stimmungsvoll. Ich dachte im ersten Moment, ich würde sogar Zimt riechen, den fand ich in der Beschreibung allerdings nicht sondern stärkende Zeder. Für mich ein tolles Parfüm für festliche Anlässe.

    Bestandteile:

    Alcohol*, Parfum (Natural Essential Oils), Rosa Damascena Flower Water*, Benzyl benzoate**, Cinnamyl alcohol**, Cinnamal**, Citral**, Citronellol**, Eugenol**, Farnesol**, Geraniol**, Limonene**, Linalol**. *certified organic, **from natural essential oils.

    Im Test:

    Das vierte Parfüm war das “kräutrigste” (gibt es dieses Wort überhaupt?) der Testserie. Es wirkte sofort sehr herb und maskulin auf mich. Ein zarter Zitronenduft flatterte über die doch sonst sehr tief riechenden Düfte. Sofort dachte ich an den Herbst und würde diesen Duft in die Jahreszeit zuordnen. Leider hat es mich aufgrund der mir etwas zu erdigen Duftnote nicht komplett überzeugt.

    “fünf”

    Bestandteile:

    Alcohol*, Parfum (Natural Essential Oils), Rosa Damascena Flower Water*, Benzyl benzoate**, Cinnamyl alcohol**, Cinnamal**, Citral**, Citronellol**, Eugenol**, Farnesol**, Geraniol**, Limonene**, Linalol**. *certified organic, **from natural essential oils.

    Im Test:

    Dieses Parfüm hat mich leider am wenigsten überzeugt. Mein erster Gedanke war wirklich – “Oh weh, total stinkig.” Es etwas kräutrig aber wesentlich muffiger und herber als die Nummer 4. Laut Beschreibung ist es wohl für den Mann gemacht. Also musste meiner gleich mal testen aber auch er meinte, dass es kaum auszuhalten wäre. Laut Beschreibung basiert der Duft auf der Dominanz (ja wirklich dominant!) herb duftenden Hölzern mit aromatischen Balsamextrakten, was nicht auszuhalten wäre, gäbe es da nicht spritzige Akkorde aus Galbanum, Ingwerwurzel und Limette. Ich finde allerdings die Dominanz (um den vorgegebenen Begriff nochmals zu verwenden) wirklich so extrem, dass es für mich einfach nur stinkt.

    “sieben”

    Bestandteile

    Alcohol*, Parfum (Natural Essential Oils), Rosa Damascena Flower Water*, Benzyl benzoate**, Cinnamyl alcohol**, Cinnamal**, Citral**, Citronellol**, Eugenol**, Farnesol**, Geraniol**, Limonene**, Linalol**. *certified organic, **from natural essential oils.

    Im Test:

    Ein sehr blumig, fruchtiger Duft. Er erinnerte mich sofort an meinen Ostseeurlaub. Im ersten Moment meint man eine erfrischende Meer- oder zumindest Seebrise zu erschnuppern. Allerdings wirkt der Duft beim zweiten Schnuppern etwas exotischer als Ostsee. Laut Beschreibung strömt der zarte unwiderstehliche Duft lieblicher Orangenblüten mit Iriswurzel und balsamischer Immortelle zusammen. Ich empfand ihn als sehr angenehm und würde diesen Duft in den Spätsommer ordnen.

    Speick

    Über Speick

    Im Gegensatz zu Taoasis ist Speick eine der mir bekanntesten Naturkosmetikfirmen überhaupt. Nicht umsonst. Die Firma hat sich nach einer Heil und Duftpflanze benannt. Diese wirkt beruhigend auf das zentrale Nervensystem und zugleich anregend auf das vegetative Nervensystem. 1928 fing bei der Firma Speick alles an. Walter Rau, der Gründer, entdeckte den Speick wieder und war sofort fasziniert. Er beschloss, die Heilkräfte der Pflanze in eine sanfte, natürliche Seife zur Körperpflege einzuarbeiten. Als mittelständisches Familienunternehmen produzierte Speick wie von Anfang an noch immer in der Umgebung von Stuttgart. Mittlerweile geht die Produktion aber über die Seife hinaus in alle Bereiche der Körperpflege.
    Bei der Auswahl der Rohstoffe und Verpackungen spielen ökologische und soziale Kriterien eine entscheidende Rolle. Grundsätzlich wird mit Partnern aus der Region zusammengearbeitet, um lange Transportwege zu vermeiden. Als erste und bislang einzige Kosmetik-Marke hat Speick den Deutschen Nachhaltigkeitspreis (2013) erhalten, und das Unternehmen den CSR-Preis der Bundesregierung (2014) – und ist damit das vierte Jahr in Folge mit einer Prämierung bedacht, die herausragendes Engagement in Sachen Nachhaltigkeit würdigt. (Quelle)

    Speick Natural Eau de Cologne, fresh

    Ich konnte bei Speick leider kein Naturparfüm in Probierpacks finden und so bestellte ich ganz mutig eine ganze Flasche. Etwas skeptisch war ich aufgrund des Namens “Eau de Cologne” natürlich, denn damit verband ich das “4711”, wie es meine Oma immer gerne trug und das mag ich überhaupt nicht. Aber es stand ja immerhin fresh dabei und so versuchte ich mein Glück.

    Bestandteile:

    Alcohol, Aqua, Parfum, Lavandula Hybrida Oil, Citrus Aurantium Dulcis Fruit Oil, Amyris Balsamifera Bark Oil, Valeriana Celtica Extract, Citral, Coumarin, Geraniol, Limonene, Linalool

    Im Test:
    Ich gebe zu, das Naturparfüm von Speick ist im Alltag mein heimlicher Favorit der bisher getesteten Produkte. Es reicht überhaupt nicht altmodisch oder altbacken wie meine Angst war, nein es ist super erfrischend und belebend! Als erste Duftnote konnte ich Orange ausmachen, was genau meins ist, allerdings sticht diese Note nicht hervor. Das Parfüm wird sofort vielschichtiger und krautiger. Eine leichte Erinnerung an den Duft des Südens und des Sommers macht sich breit, was mir sofort gute Laune beschert. (Ich liebe ja bekanntermaßen den Sommer!) Es ist ein lang duftendes bleibendes belebendes Parfüm für die Arbeit. Als Party- oder Ausgehparfüm würde ich eine auffälligere Note bevorzugen. Das Naturparfüm passt sich einfach super an alle Gegebenheiten des Alltags an und ich bin froh, dass ich eine ganze Flasche bestellt habe, denn ich nutze es wochentags fast täglich.


    SPEICK Naturparfüm hier kaufen

  • Nachhaltig Kaffee trinken

    Ich gebe zu, eine der wenigen “Laster”, die mich noch begleiten ist der Kaffee. Früh am Morgen eine Tasse zum Wachwerden, auf Arbeit, um einen kleinen Plausch mit Kollegen zu halten, am Nachmittag zu einem Keks oder am Abend, um länger wach zu bleiben. Ich mag den schwarzen Koffeein-Saft einfach. Das klingt jetzt dramatischer als es ist. Ich trinke nicht jeden Tag so viel Kaffee, es gibt sogar Tage, an denen ich überhaupt keinen trinke aber seit ich Jugendliche bin, gehört dieses Getränk für mich ab und an einfach dazu. Grund genug, sich einmal Gedanken darüber zu machen, wie und unter welchen Bedingungen der Kaffee hergestellt wird und welche nachhaltigen und ressourcenschonenden Varianten es gibt.

    Blätter einer Kaffeeplanze

    Kaffee – ja aber bitteschön fair!

    Seit einigen Jahren schon, trinke ich nur noch Fair Trade-Kaffee. Auslöser dafür war eine der vielen Dokus, die ich im Zusammenhang mit Kinderarbeit für (Schokolade und) Kaffee gesehen habe. Ein Beispiel davon verlinke ich euch hier, schaut aber bei den auf Youtube empfohlenen Videos weiter. Es ist wirklich erschreckend! Fair Trade-Kaffee sollte für jeden ein Muss sein!

    Nachteile konventionellen Kaffeeanbaus sind:

    • Kinderarbeit
    • Kaffeebauern erhalten viel zu wenig Lohn
    • Pestizide im Anbau der Pflanzen
    • Raubbau/ Zerstörung der Nutzflächen
    • Profitgier einzelner Unternehmen

    Fairtrade oder Fair Trade?

    Bisher habe ich immer das Wort Fair Trade verwendet, weil ich allgemein von Kaffee aus hinreichend fairem Handel gesprochen habe. Diese Fair Trade-Produkte tragen meist verschiedene Siegel, beispielsweise das Fairtrade-Siegel. Dieses ist ein eingetragenes Markenzeichen und kennzeichnet Kaffee, der ganz besondere Kriterien erfüllen muss. Kaffee mit dem “Fairtrade-Siegel” muss soziale, ökologische und ökonomische Kriterien erfüllen. Erkennungszeichen ist dieses Siegel:

    Fairtrade-Siegel

    Vorteile von Fairtrade-Kaffee sind:

    • keine Kinderarbeit
    • Bezahlung eines Fairtrade-Mindestpreises und einer Prämie
    • Verbot gefährlicher Pestizide
    • umweltschonender Anbau
    • transparenter Waren- und Geldfluss

    Zum Weiterlesen

    In den allermeisten Fällen achte ich auf das gerade vorgestellte Siegel. Es gibt natürlich noch weitere Fair Trade-Siegel. Naturland Fair und GEPA gehen beispielsweise oft noch über das Fairtrade-Siegel hinaus. UTZ und Rainforest Alliance dagegen sind in meinen Augen dagegen eher keine vertrauenswürdigen Siegel. Genauer nachlesen könnt ihr die Gründe dafür hier.

    Nun weiß ich, worauf ich beim Kaffee achten soll und was ist mit der Maschine?

    Auch hier kann man verschwenderisch oder auch nachhaltig und ressourcenschonend Kaffee trinken.

    Wenn viele Gäste da sind, koche ich ganz “normal” in der Kaffeemaschine. Allerdings bin ich gerade dabei auf wiederverwendbare Filter umzustellen. Der Kaffee selbst wird gesammelt und entweder zum Haarewaschen oder als Dünger für die Pflanzen verwendet. Damit ist der erzeugt Müll gleich 0. Einzig die verbrauchte Energie könnte man durch den Einsatz von beispielsweise Instandkaffeekochern verringern aber das schmeckt mir einfach nicht, so dass ich den doch sehr geringen Energieverbrauch in Kauf nehme.

    In der Familie trinke ich alleine, also brauche ich zusätzlich noch eine Ein-Tassen-Lösung. Nehmen wir also die verschiedenen Varianten unter die Lupe:

    Kapsel-Maschinen:

    Ein No-Go für mich. Eine durchschnittliche Kapsel besteht aus zwei bis drei Gramm Verpackung und sechs bis sieben Gramm Kaffee. 20.600 Tonnen Kapselmüll wurden so im letzten Jahr erzeugt. Ein kleiner Tipp für die, die schon eine der Maschine bei sich stehen haben, es gibt wiederbefüllbare Kapseln, die zumindest etwas den Müll verringern:

    Nespresso

    Dolce Gusto

    Pad-Maschine:

    Diese habe ich vor Jahren einmal geschenkt bekommen. Sie ist schnell, erzeugt weniger Müll und ist energiesparender als die Kapsel-Maschine. Lange habe ich sie ohne schlechtes Gewissen benutzt, dank wiederbefüllbarer Pads, ist der Müllverbrauch auch da gegen 0 gesunken.

    Was sieht besser aus? Padmaschine oder Kaffeebereiter?

    Aber wenn ich ehrlich bin, der Geschmack unterscheidet sich schon deutlich vom Filterkaffee. Also muss es doch noch eine andere Lösung geben. Diese habe ich vor Kurzem gefunden:

    Kaffeebereiter:

    Genauer gesagt, durfte ich aktuell den Kaffeebereiter im Industriestil von Leanback Industries testen. Das Gerät wurde mir kostenfrei zur Verfügung gestellt.

    Tobias Luksch, Maschinenbautechniker und Michael Schiekofer, BWL-Student sind die Gründer von Leanback Industries. Beide entwickeln regelmäßig Ideen, Prototypen und schließlich fertige Artikel. Die Produkte sind echte Liebhaberstücke, meist handgefertigt aus Metall und Holz. Dabei überzeugt das Design durch Minimalismus, Eleganz und die Auswahl hochwertiger Materialien.

    Der Kaffeebereiter ist eines dieser Stücke. Er ist handmade, es wurden ausschließlich nachhaltige Materialien verwendet und das Stück ist ein echter Hingucker. Schon als ich ihn das erste Mal in den Händen hielt, fiel mir auf wie robust der Kaffeebereiter ist.

    Er ist folgendermaßen aufgebaut: Auf einer Holzplatte aus Nussbaum-Holz, ist ein Kupferrohr befestigt. An diesem ist ein Glastrichter aus Borosilikatglas, der sowohl hitzebeständig als auch spülmaschinengeeignet ist. Da dieses ursprünglich aus dem Laborbedarf stammt ist es etwas bruchsicherer als herkömmliches Glas. Möchte man nun Kaffee trinken, muss man mit einem Wasserkocher die erforderliche Menge Wasser kochen, dieses über den Kaffee im Filter im Trichter gießen und dann kurz abwarten bis der Kaffee durchgelaufen ist. Schon kann man diesen genießen – einen klassischen Filterkaffee für eine oder zwei Personen.

    Zu kaufen gibt es den Kaffeebereiter hier.

  • Warum Naturparfüm? + Testbericht – Farafalla (1)

    Ausgangspunkt

    Also ich inspiriert durch eine Themenreihe im Netz anfing, mich mit den Inhaltsstoffen von Parfümen zu beschäftigen, war ich entsetzt. Ich sondierte mein gerade leer gewordenes Produkt bei Codecheck und stellte fest: Natürlich ist etwas anderes. Codecheck ist immer extrem kritisch und nicht immer korrekt aber es handelte sich auch nicht nur um eine Komponente, die mir missfiel sondern um viele. So enthielt mein Produkt beispielsweise:

    • Ethylhexyl Methoxycinnamate: Hormonelle Störungen wie Veränderungen der Geschlechtsorgane wurden bei Tieren dokumentiert. Steht deshalb auf der Prioritätenliste der EU für hormonell wirksame Stoffe.
    • Benzophenone-3: Verdacht auf hormonelle Wirksamkeit
    • BHT: Krebsfördernd. Verdacht auf hormonelle Wirksamkeit.
    • Butylphenyl Methylpropional: Potentes Allergen. Für Kontaktallergiker ist dieser Duftstoff nicht empfehlenswert. Duftstoffe sollten von Asthmatikern und Personen mit hyperreagiblen Atemwegen generell gemieden werden. Reproduktionstoxizität (Beeinträchtigung der Fortpflanzungsfähigkeit) in Tierversuchen nachgewiesen.
    • CI 17200, CI 19140: Basierend auf Tierversuchen werden verschiedene aromatische Amine als krebserrzeugend angesehen. In der EU ist der Einsatz beschränkt.

    Ziemlich erschreckend oder?

    Alternative – Naturparfüm

    Glücklicherweise sprühe ich mir mein Parfüm sowieso bevorzugt auf die Kleidung. Komplett darauf verzichten mag auch ich aber auch nicht. Gerne umgebe ich mich zumindest mit einem zarten Gefühl von gut duftenden Sachen. Trotzdem wollte ich solche Stoffe wie sie in meinem Parfüm waren, nicht mehr länger besitzen. Sofort fing ich an, mich mit anderen Möglichkeiten zu beschäftigen und kam zu dem Ergebnis, dass es genau wie bei Naturkosmetika auch in diesem Bereich eine Alternative gibt – die Naturparfüme. (oder Parfüms, beides ist korrekt^^) Und obwohl es auf Grund des geringeren Absatzmarkters wesentlich weniger Naturparfüms gibt, ist die Auswahl mittlerweile auch ziemlich groß. Eine Liste findet man hier.

    Woher sollte ich nun wissen, welches Parfüm mein neues wird? Ich hatte keine Ahnung. Einen großen Einkaufsmarkt für Parfüme gibt es (zumindest hier) nicht. Deshalb entschloss ich mich dazu, einige Pröbchen zu bestellen und mich so durch den “Parfümdschungel” durchzutesten. Meine Erfahrungen und Eindrücke werde ich hier mit euch teilen. Vielleicht hilft das dem einem oder andere ja auch in der Entscheidungsfindung.

    Farafalla

    Über Farafalla

    Farafalle ist ein Schweizer Biokosmetik- und Dufthersteller, der nun schon seit ca. 30 Jahren Parfüme herstellt. Seit 2012  trägt Farfalla das Label CSE und gilt damit auch als ein unternehmen, das nachhaltig produziert. Etwa 80 % der Rohstoffe sind aus kontrolliert biologischem Anbau und/oder aus Wildsammlung. Die Produkte werden fair produziert und ohne Tierversuche getestet. Mittlerweile besitzt das Unternehmen fünf eigene Filialen und betreibt einen Onlineshop, über den ich mir die Produktproben bestellt habe.

    Produkttest

    Ich entschied mich für ein das Produktset 2 mit vier verschiedenen Düften, da diese Parfüme am fruchtigesten und frischesten erschienen. Farafalla produziert noch zwei weitere Duftproben, die ich eventuell in Zukunft noch testen möchte. Vielleicht habt ihr schon Erfahrungen mit der Marke gemacht? Dann könnt ihr eure Testberichte gerne im Kommentar verlinken?

    Anima

    Bestandteile:

    Alcohol*, Parfum (natural essential oils), Melissa Officinalis Flower/Leaf/Stem Water*, Limonene**, Benzyl Benzoate**, Benzyl Cinnamate**, Citral**, Citronellol**, Farnesol**, Geraniol**, Linalool**, Anise Alcohol**. *Certified organic, **Bestandteile natürlicher ätherischer Öle/part of natural essential oils

    Im Test:

    Im ersten Eindruck wirkte der Sprühstoß sehr alkoholisch. Wenn dieser erster Duft verflogen ist, was sehr schnell geht, dann riecht man die blumigen Bestandteile. Danach kann man eine leicht fruchtige Note mit Zitrus erriechen. Für mich “klingt” das Parfüm sehr hoch (ja, die Musiker) also auf einer Tonleiter würde ich eher hohe Töne spielen, um den Duft darzustellen. Er ist also mit hellen, lieblichen bis fast ins stechend gehenden Tönen zu umschreiben. Aber nicht unangenehm stechend sondern eher klar und frei klingend. Genug der Musikmetaphern. Die Haltbarkeit war angenehm lang. Er umspielte mich für mehrere Stunden ohne zu dick aufzutragen.
    Alles in allem ist anima also ein angenehmer, belebender Duft, der erfrischt und auf jeden Fall zum Sommer passt.

    Aura

    Bestandteile:

    Alcohol*, Parfum (natural essential oils), Rosa Damascena Flower Water*, Limonene**, Benzyl Benzoate**, Cinnamyl Alcohol**, Cinnamal**, Citral**, Citronellol**, Eugenol**, Farnesol**, Geraniol**, Linalool**. *Certified organic, **Bestandteile natürlicher ätherischer Öle/part of natural essential oils

    Im Test:

    Dieser Geruch ist besonders aber angenehm besonders. Im ersten Eindruck dachte ich an Kräuter, eine Blumenwiese und einen Sommertag. Ich habe gleich nachgeschaut, welche Düfte das wohl sein könnten und fand: Angelika, Kamille, Weihrauch und Zirbelkiefer. Die Kopfnote mit leichten Zitrusdüften lässt sich schnell erriechen, woraufhin es ziemlich frisch und leicht herb duftet. Laut Werbeanzeige soll der Duft zu Menschen passen, die sich besser schützen und abgrenzen möchten bzw. mutmachend wirken.

    Femme Sauvage

    Bestandteile:

    Alcohol*, Parfum (Natural Essential Oils), Limonene**, Mentha Piperita Water*, Linalool**, Citral**, Geraniol**, Eugenol**, Benzyl Benzoate**, Citronellol**, Farnesol**, Benzyl Cinnamate**. * Certified organic, ** part of natural essential oils

    Im Test:

    Dieser Duft passte leider überhaupt nicht zu mir. Ich empfand ihn als sehr unangenehm. Laut Beschreibung handelt es sich um frische Zitrusfrüchte und Neroli, dazu grünherbe Noten von Angelikawurzel, Veilchenblatt und rosa Pfeffer, sanft eingehüllt in Sandelholz, Iris und Benzoe. Ich empfand ihn als herb, viel zu würzig und zu maskulin.

    Essence Divine

    Bestandteile:

    Alcohol*, Parfum (Natural Essential Oils), Limonene**, Linalool**, Citral**, Geraniol**, Coumarine**, Anis Alcohol, Benzyl Benzoate**, Citronellol**, Farnesol**, Benzyl Cinnamate**, Benzyl Salicylate**, Eugenol**, Iso-Eugenol**, Benzyl Alcohol**. * Certified organic, ** part of natural essential oils

    Im Test:

    Der letzte der vier Tester überrascht mich am meisten. Normalerweise mag ich keine süßen Düfte, Vanille o.ä. löst bei mir nur Ablehnung aus. Allerdings war es dieses Mal anders. Im ersten Eindruck riecht man einen sehr süßlichen Duft, der aber überhaupt nicht unangenehm wirkt. Zwar findet man auch Vanille vor aber Dank der Blütennoten von Nachthyazinthe, Champaca, Neroli, Jasmin und Osmanthus sowie Rosen-Attar, Iris und Ambernoten ist der Duft gar nicht übertrieben süßlich sondern eher wie ein sanfter Schleier, der jetzt gerade in dieser Jahreszeit passt. Er beruhigt und gibt eine positive Grundstimmung. Ein wirklich angenehmes Weihnachts- und Winterparfüm.

    Du möchtest noch weitere Infos haben und Firmen kennen lernen?

    Dann schau dir den nächsten Artikel dazu an!

  • Testbericht: IMP GmbH Vitalife® Oliven- und Aleppo- Pflegeset

    ***ANZEIGE***

    Vor einigen Wochen wurde ich als Tester für ein Oliven- und Aleppo- Pflegeset der Firma IMP GmbH Vitalife ausgewählt. Die Produkte wurden mir alle kostenfrei zur Verfügung gestellt. Der Testbericht spiegelt jedoch meine eigene Meinung wider.

    Um welche Produkte handelt es sich?

    Am 08.11. 2017 gab der Postbote ein geheimnisvolles großes Paket bei uns ab und ich wunderte mich, was das denn sein könnte, hatte ich doch überhaupt nichts bestelle. Auch mein Mann schaute schon ganz skeptisch, was ich denn wieder geordert hätte. Hoch erfreut, packten wir es dann gemeinsam aus, hatte ich den Aufruf für den Produkttest doch schon wieder vergessen. Und so konnte ich nachdem wir das ganze Verpackungsgranulat (nicht sonderlich nachhaltig…) durchwühlt haben, vier sehr große Produkttester in unseren Händen halten. Zwei weitere durfte ich auch noch verlosen. Die Gewinnerin wurde am Montag bekannt gegeben.

  • ***** GEWINNSPIEL ******

    – gesponsert von VITA SALE

    Während ich noch an dem Bericht schreibe und die Produkte teste, starte ich für euch schon das Gewinnspiel:
    Zu gewinnen gibt es eine Olivenbutter-Pflege-Dusche und eine Olivenbutter-Creme.

    Bedingungen:

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    3) Teilen ist erwünscht aber nicht Bedingung.

    Das Gewinnspiel startet heute und läuft bis zum 27.11.2017.

    Die Regeln für das Gewinnspiel findest du hier. Mit der Teilnahme stimmst du diesen zu: