• Tragepodcast “Die Tuchtanten”

    Der erste Tragepodcast überhaupt ist online! Wochenlange Arbeit liegt hinter uns und nun ist es endlich so weit, ihr könnt seit dem Release in der European Babywearingweek 2021 die erste Tuchtantenfolge mit Frau Beuteltier und mir hören. Tausend Dank auch an Johannes für das tolle Coverbild.

    Es erwarten euch zwei begeisterte Trageberaterinen, die ihre Liebe vom und zum Tragen teilen. Wir diskutieren ganz ungezwungen darüber, warum wir tragen, womit das am besten geht und welche kleinen und großen Kniffe das Tragen noch angenehmer gestalten. Mit von der Partie sind in den kommenden Wochen tolle Interviewpartner mit denen wir den Ursprüngen des Tragens auf die Spur kommen werden. Natürlich kommen aber auch moderne Tragemöglichkeiten und -varianten nicht zu kurz.

    Wo kann ich den Trage-Podcast hören?

    Den Tragepodcast “Die Tuchtanten” gibt es auf allen bekannten Streamingplattformen:

    Apple Podcast

    Spotify

    Podigee

    Deezer

    Oder du hörst hier direkt rein in die Folgen:

    1. Folge: Erstausstattung?

    3. Folge: Die Wiederentdeckung des Babytragens in Deutschland

    5. Folge: Tragen im Sommer

    7. Folge: Das perfekte Tragetuch

    9. Folge: Tragedschungel – Teil 2

    2. Folge: Tragen – Nur ein Hype?

    4. Folge: Ab wann darf ich denn überhaupt tragen?

    6. Folge: Tragetuch oder Manduca?

    8. Folge: Tragedschungel – Teil 1

    10. Folge: Tragen und weinen

    Viel Freude beim Hören!

    Juli und Anne-Marja
  • MATERIALKUNDE

    Hier findest du einen kurzer Überblick zu den Materialien von Tragetüchern und ihren Eigenschaften.

    Zur Pflege des Tragetuchs habe ich ein Extrabasic erstellt.

    Oft werden die unterschiedlichen Materialien als Gemisch verwebt, meist verstärken sich dabei die positiven Eigenschaften des jeweiligen Materials.

  • „Mein Baby will nicht getragen werden…“

    Den Satz “Mein Baby will nicht getragen werden…” höre ich leider ab und zu von Eltern. Und ich bin mir sicher, dass das so stimmt, wie sie es erzählen. Ich meine damit nicht, dass ein Baby mal weint oder meckert beim Einbinden, das kann passieren. Meistens beruhigt es sich kurz danach wieder. Ich denke an Babys, die wirklich ununterbrochen weinen und sich erst durchs Ausbinden beruhigen lassen. Ja auch das gibt es, leider.
    ⁣Aber ich bin der Meinung, dass die meisten der Babys ein Problem hatten, das man hätte lösen können. Mein 2. Kind war dank starker Blockaden und KiSS auch kein Tragebaby, aber kaum war es eingerenkt, war das Tragen kein Problem mehr. Wenn euer Start also schwierig war oder ist, klickt euch durch, was die Ursache sein könnte:

    Was kann ich tun, wenn mein Baby nicht getragen werden will?

    1. Babys haben oft ganz feine Antennen dafür, wie sich ihre Eltern fühlen. Ist ihnen etwas unangenehm, kann sich das auf das Baby übertragen und es will nicht getragen werden. Die Lösungsidee: Übe die Bindeweise ganz in Ruhe mit einer Puppe. Erst wenn du dich sicher fühlst, bindest du dein Baby zügig ein.
    2. Ich werde schlecht gelaunt, wenn ich Hunger oder Durst habe. Dein Baby auch. Binde es am Anfang frisch gestillt oder gefüttert ein. Es kann natürlich auch sein, dass ein ganz voller Bauch drückt, in diesem Fall solltest du etwas abwarten, ehe du dein Baby einbindest. Probiere einfach verschiedene Momente aus.
    3. Auch wenn sich dein Baby sonst unwohl fühlt, es krank ist oder mal muss, kann es sein, dass es das Tragen als unangenehm empfindet. Hier könntest du es erst einmal abhalten oder die Windel wechseln. Je nach Symptomen lohnt sich das Tragen bei Krankheit trotzdem. So wird beispielsweise Fieber nachweislich gesenkt. Allerdings solltest du dein Baby nicht dauerhaft in eine unangenehme Situation bringen. Das Ziel ist, zu vermeiden, dass Kinder etwas Unangenehmes mit dem Tragen verbinden.
    4. Die Tageszeit kann Einfluss darauf haben, ob dein Baby getragen werden möchte. Ist es hellwach, dann kannst du es einfach später noch einmal probieren. Ist es vollkommen übermüdet, lohnt es sich auszuprobieren, eine Runde (draußen) zu laufen. Dann kann es sein, dass dein Baby trotzdem sehr schnell einschläft.
    5. Zu Blockaden bzw. KiSS habe ich schon meine Erfahrungen verlinkt. Hier lohnt sich ein Besuch beim Spezialisten. Dieser kann dir sicherlich weiterhelfen. Beobachte, ob dein Kind auch in anderen Situationen mit weinen reagiert. Vielleicht hat es eine Lieblingsseite, mag keine Mützen, hockt beim Hochnehmen nicht richtig an, streckt ein Bein immer ab… hier lohnt sich die Rücksprache mit deiner Hebamme. Teile ihr deine Beobachtungen mit, sie weiß bestimmt die richtigen Ansprechpartner in deiner Region. Und lass dich nicht verunsichern: du bist die Mama bzw. der Papa. Wenn du das Gefühl hast, etwas stimmt nicht, dann gehe dem nach und lass dich nicht abweisen!
    6. Ein Grund kann natürlich die Trage/ das Tuch/ die Bindeweise selbst sein. Mein großes Kind mochte zum Beispiel keine elastischen Tragetücher. Die waren ihm zu wenig stabil und gaben ihm zu viel Spielraum, er brauchte es eng und wollte Widerstand bzw. sich selbst richtig spüren. Hier gilt es herauszufinden, was dein Baby mag. Probiere verschiedene Bindeweisen oder Tragehilfen aus. Eine Trageberatung wird dir dabei helfen, das für dich passende Tragesystem zu finden.

    Möchte dein Baby nicht getragen werden, kann es sein, dass einer der Gründe zutrifft, es gibt allerdings noch weit mehr und komplexere Zusammenhänge, vom Geburtstrauma beim Baby bis hin zur postnatalen Depression bei der Mama.

    Wichtig ist: Setze dich und dein Baby nicht unter Druck. Du kannst jederzeit mit dem Tragen anfangen, lass dir Zeit, kommt erst einmal in der neuen Situation an, probiert es später erneut. Hole dir ggf. Unterstützung. Manche Babys müssen sich auch erst einmal an die neue Situation gewöhnen. Hier können schon 5 Minuten am Tag genug sein und ihr baut ganz langsam, in Ruhe und in der Kommunikation miteinander (weinen ist nämlich die Art der Kommunikation deines Babys) eine Tragebeziehung auf.

    Baby will nicht getragen werden - Lösungen
  • Interviews zum Thema Tragehilfen

    Im März habe ich auf Instragram unglaublich spannende Interviews mit Mamas und Trageberaterinnen zum Thema Tragehilfen geführt. Jede Mama hat da andere Interessen und Vorlieben und die Vielfalt ist groß. Hier bekommt ihr die letzten 3 Interviews einmal auf einen Blick + ein neues Interview, das ihr noch nicht kennt mit Anke von @Butzlpack

    1. Interview mit Anke

    🍀 Was war deine erste Tragehilfe?

    Ein Fullbuckle, vermutlich von Chicco vom Babybasar vor fast 17 Jahren. Sie hat mich nicht überzeugt, war schnell unbequem, weil sie sich nicht gut für mich und an uns anpassen ließ.

  • DIY: Tragepuppe selber machen

    Gerade am Anfang sind Eltern oft unsicher beim Binden. Sie wollen nichts falsch machen und sich richtig vorbereiten.

    Dafür eignen sich sogenannte “Tragepuppen”. Diese sind so schwer wie ein echtes Kind, haben weiche Arme und Beine und…. sind unglaublich teuer.

  • Ringsling

    Wer kennt es nicht? Das Kind läuft und möchte nur mal kurz wieder auf den Arm und dann wieder runter und wieder hoch. Ein Tuch lohnt sich nicht, eine Tragehilfe auch nicht. Eine Übergangsphase für Laufanfänger… hier schafft der Ringsling Abhilfe.

    Ein Tuchstück um die 2 m – vorne 2 Ringe dran, schnell umgeworfen und fertig. Binden muss man, wenn man den Ringsling einmal ordentlich eingestellt hat, nichts, nur festziehen und lockern.

  • Schön, dass du trägst, aber…

    Seit ich mein erstes Kind habe, weiß ich, dass alles, was ich tue von anderen Menschen kritisch beäugt wird.


    Das Kind hat keine Mütze auf? 😱Furchtbar!
    Es hat zu viel an? 😱Katastrophe!
    Und selbst Tragebilder in Mamigruppen – großes Fettnäpfchen 😱Das Kind muss mehr gebeutelt werden… die Beine müssen bis zur Kinnoberkante gezogen werden… du musst fester binden… also diese Trage ist wirklich nicht empfehlenswert… unaufgeforderte Tipps. Danke auch. Für nichts!

    Was wenn das Kind zB nicht anhocken kann? (Wie mein 2. am Anfang – KiSS sei Dank 🙄) Was wenn die Mama gerade mit postnatalen Depressionen kämpft? Ihr es Überwindung gekostet hat, das Kind überhaupt in ihre Nähe zu lassen? 😌
    Und sie stolz und überglücklich dieses Bild teilt und als Kommentar liest, was sie alles falsch macht… denk doch bitte darüber nach!

  • Tragehilfensysteme im Überblick

    Anlässlich der Babywearingweek 2020 habe ich ergänzend zu meinem Beitrag zum Thema Tragehilfen Videos zu den unterschiedlichen Tragesystem gedreht und auf Instagram geteilt.

    Allerdings habe ich gemerkt, dass auch hier auf dem Blog und auf Facebook das Interesse an Informationen über Tragehilfen sehr groß ist und mich wie beim Tragetuch entschieden, alle Videos zusammenzuschneiden und in einem großen Video für alle zugänglich zusammenzufassen.

  • DIY Maske aus Tragetuchstoff

    Seit Donnerstag gilt in Sachsen-Anhalt Maskenpflicht beim Einkaufen und im ÖPNV. So war meine Beschäftigung der letzten Tage, (zusätzlich zur Unterrichtsvorbereitung und zur Kinderbetreuung selbstverständlich…) Masken zu nähen. Natürlich habe ich mich ganz stilecht für Tragetuchstoff entschieden.

  • Digitale Trageberatung

    Corona hier, Corona da. Ich weiß, ihr könnt es schon nicht mehr hören. Besonders hart ist die Zeit sicherlich für Erstlingseltern. Ihr könnt nicht normal in die Rückbildungskurse gehen, in die Krabbelgruppe, euch zum Stilltreff verabreden und auch eine Trageberatung ist aktuell schwierig.

    Deshalb hab ich vor kurzem einen kostenfreien Online-Kurs entwickelt, bei dem alle Eltern die Möglichkeit haben, die Wickelkreuztrage zu erlernen. Diesen findet ihr hier:

    Auch biete ich mittlerweile Online-Beratungen an. Weitere Infos dazu findest du hier.

    Zusätzlich kam mir die Idee, wieder einen Schritt weiterzugehen und auch hier das System möglichst einfach zu gestalten. Wie wäre es auf einen Blick alle Trageberater, die aktuell Online-Beratungen anbieten, zu sehen?

    Gedacht, getan: Hier ist die Übersicht nach PLZ sortiert, so dass auch im Nachhinein (Ja irgendwann wird die Kontaktsperre vorbei sein!) eine Face-to-Face-Beratung möglich ist. Findet ihr keinen Trageberater direkt in eurer Nähe, rate ich euch trotzdem den im Umkreis nächsten Berater zu wählen. Denn sie alle sind als Kleinstunternehmen auch gerade auf Online-Einnahmen angewiesen, da alle persönlichen Beratungstermine abgesagt werden mussten.