Rezension: Vegetarisch mit Liebe

Kennt ihr das? Man hat einen Stapel auf dem Schreibtisch und kommt einfach nicht dazu, ihn abzuarbeiten? So ging es mir jetzt schon ziemlich lange mit dem Buch “Vegetarisch mit Liebe” von Jeanine Donofrio. Schon seit Wochen liegt es auf meinem Schreibtisch und ich wollte einen Review darüber schreiben. Lange habe ich überlegt, wie fange ich am besten eine Einleitung an? Wie beschreibe ich ein Kochbuch am besten? Wie erfahren meine Leser am besten, was dieses Buch kann oder nicht? Bei diesem Kochbuch fiel es mir aus den verschiedensten Gründen ziemlich schwer.

Inhalt

Natürlich enthält ein Kochbuch Rezepte, das ist jedem klar. Dieses Kochbuch unterscheidet sich in dem Punkt nicht von anderen. Es wurde mir von der Verlagsgruppe “Random House” als Rezensionsexemplar kostenfrei zur Verfügung gestellt, ich habe es mir allerdings ausgesucht und diese Rezension spiegelt meine eigene persönliche Meinung wieder. Vorsorglich markiere ich den Artikel trotzdem als “WERBUNG”.

Warum ein vegetarisches Kochbuch? Wie einige von euch wissen, lebe ich unter der Woche ausschließlich vegetarisch. Normalerweise suche ich mir meine Rezepte im Netz zusammen oder probiere einfach drauf los, mit Gemüse zu experimentieren aber manchmal soll es auch etwas Besonderes sein. Und so hoffte ich in diesem Buch etwas Besonderes zu finden und schmökerte sofort nach Erhalt des Buches los.

Aufbau

Das Buch ist grob in drei Teile unterteilt. Im ersten Teil beschreibt die Autorin Jeanine Donofrio, welche Absichten sie mit dem Kochbuch verfolgt. Sie ist seit 2011 Bloggerin von “Love & Lemons” und ziemlich erfolgreich Zudem gibt sie im ersten Teil einen Überblick über die Grundsätze des Kochens und eine Grundausstattung der Speisekammer.
Der zweiten Teil beinhaltet die 120 Rezepte. Diese sind nach Hauptzutaten von Apfel bis Zucchini gegliedert. Insgesamt gibt es drei Obstsorten (Äpfel, Beeren und Zitrusfrüchte), sowie 23 verschiedene Gemüsesorten. Diese Gliederung passt sehr gut zu meinen Saisonkalendern, kann man doch nachschauen, welche Obst- oder Gemüsesorte, wofür verwendet werden kann.
Im letzten Abschnitt befinden sich noch Grundrezepte zu Guacamole, Salsa, Pesto, Hummus und Smothies aber auch Anleitungen zur Zubereitung verschiedener Getreide und ein Pizzateigrezept.

Leseprobe

Mein Eindruck

Zunächst fällt die optische Darstellung ins Auge. Das Cover und die Bilder sind sehr ansprechend kombiniert und die Gerichte wunderschön abgebildet. Der Fotograf Jack Mathews hat also eine schöne liebevolle Arbeit geliefert und der Betrachter bekommt sofort Lust auf leckeres Essen.

Auch die Idee, einmal nicht nach dem Rezeptergebnis wie Salat zu suchen sondern nach den Obst- und Gemüsesorten gefällt mir sehr gut. Die Autorin setzt dabei nicht nur auf saisonales Gemüse, sondern auch auf regionales, was natürlich konzeptionell super ist.

Hier kommt jedoch auch sofort meine Kritik. Bei Gemüse bleibt es nicht. In fast jedem Rezept sind Nudeln, Brot, Mehl oder andere extrem kohlenhydratreiche Getreideprodukte verarbeitet. Selbst für die Suppe werden Croutons empfohlen. Ich lebe zwar nicht “Low Carb”, bin aber der Meinung, dass so eine große Menge Kohlenhydrate nicht gesund sind. Auch ohne diese werde ich pappsatt. Zudem enthalten viele Gemüsesorten genug Kohlenhydrate. Ich kann und möchte also keines der Gerichte so übernehmen, wie es im Buch beschrieben ist. Als Anregung zum Experimentieren und Kombinieren der einzelnen Zutaten sind die Rezepte also eine schöne Idee, komplett daran gehalten habe ich mich bisher bei keinem. Deshalb kann ich auch keine Umsetzungsbilder zeigen, wie ich es ursprünglich vor hatte. Vielleicht auch ein Grund, weshalb dieses Buch so lange auf meinem Schreibtisch lag.

Auch gibt es etliche süße Rezepte mit Zucker, die für mich auch rausfallen, da ich weitestgehend zuckerfrei lebe.

Die Autorin schreibt zwar, dass man sich nicht starr an Rezepte halten und variieren soll und in ihrem Blog würde mich das sicherlich nicht so extrem stören. Von einem vegetarischen Kochbuch erwarte ich jedoch, dass die Grundlage des Essens nun mal Gemüse ist. Gerade, weil ich im Verwandtenkreis des Öfteren die Aussage bekomme, dass man wenn man vegetarisch isst, doch eh nur Nudeln zu sich nimmt. Würden also diese Personen in das Buch schauen, könnten sie sich in ihre Aussage bestätigt fühlen. Ich esse jedoch nicht so.

Die Autorin tätigt zudem auch die Aussage, dass man nicht viele Gewürze oder andere Grundzutaten zu Hause haben muss, aber beim Durchgehen der Zutatenliste ist mir das Gegenteil aufgefallen. Vieles hatte ich nicht da. Für mich ist dies nicht negativ, da ich gerne neue Sachen ausprobiere, wer allerdings sofort nach Erhalt des Buches loslegen möchte, wird enttäuscht, denn man muss erst einmal einkaufen gehen.

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