Ich war heute wählen!

Ja, es ist wahr, ich war schon vorab wählen. Nicht weil ich am 24.09.2017 nicht kann, nein ganz einfach, weil  keine Wahlkarte den Weg zu mir fand. (Keine Ahnung warum…) So ging ich in das Wahlbüro der Stadt, die freundlichen Damen stellten fest, dass ich auf der Liste stehe und ich konnte mein Kreuzchen sofort setzen. Schwubbs – gewählt und es tat gar nicht weh 😉

Und so möchte ich dieses Thema zum Anlass nehmen, um einen Aufruf an meine Leser zu starten – GEHT WÄHLEN!

Wir leben in einem demokratischen Land und ich finde es wunderbar, dass es die Möglichkeit gibt, wählen zu gehen. Gerade noch einmal extra für uns Frauen – das Frauenwahlrecht gibt es nämlich erst seit 12. November 1918, dieses Privileg wurde hart erkämpft. Doch auch für Männer ist es etwas Besonderes wählen gehen zu DÜRFEN, denn Anfang des 19. Jahrhunderts war das Wahlrecht auch für Männer an die Steuerabgaben gekoppelt, sprich nur die reichen Männer durften wählen. Heute darf jeder und jede wählen – noch einmal das ist ein Privileg. Alle vier Jahre haben wir die Macht mitzuentscheiden, wer Deutschland regiert. Wir – das sind du und ich! Wir bestimmen, wie es mit unserem Land weitergeht, in wen wir unser Vertrauen setzen und wer die Richtung weist.

Aber ich weiß ja gar nicht, wen ich wählen soll???

Ganz ehrlich, so schwer wie dieses Jahr fiel es mir auch noch nie zuvor. Die Parteiprogramm ähneln sich sehr und das TV-Duell war, nunja…

Einen kleinen Impuls gibt mit der Wahlomat. Ihn als alleinige Quelle zu nutzen wäre dann doch aber etwas oberflächlich. Nun bleibt also nur noch der Blick in die Wahlprogramme der Parteien. Lest euch überblicksartig die Programme durch, entscheidet euch am besten gleich für die Parteien, die euch am nächsten stehen, schaut euch aber auch mal um. Bedenkt aber, es ist gleichzeitig Wahlwerbung, nicht alles wird so umgesetzt werden. Das ist aber auch kein Grund dafür, frustriert zu sein. Wichtig ist nur, dass ihr eine Wahl trefft.

Vor kurzem habe ich ein Bild gesehen, dass einmal vorrechnete, was passiert, wenn man nicht wählen geht:
(Ja, die Rechnung ist nicht ganz korrekt, da die anderen Parteien genauso die Stimmen verlieren aber ich denke zur Verdeutlichung, was sein könnte, ist es ganz gut.)

100 Wahlberechtigte
75 gehen hin
3 wählen AfD
= 4%

100 Wahlberechtigte
50 gehen hin
3 wählen AfD
= 6%

Statement

Und so gebe ich zumindest auch ein politisches Statement ab darüber, welche Partei ich unwählbar finde. Politisch werden, darüber schreibe ich sonst sehr selten und darum soll es auch in diesem Blog nicht gehen, trotzdem finde ich es wichtig, dass jeder darüber nachdenkt, welche Welt er oder sie seinen Kindern hinterlassen will. Und ich möchte meinem Kind eine Welt von Toleranz und Miteinander hinterlassen, von Respekt und Hilfsbereitschaft, von Menschlichkeit und Liebe. Ohne Phrasen sondern mit echten und konstruktiven Ideen ein Miteinander zu schaffen, auf das wir alle egal welcher Nationalität wir sind, stolz sein können, das ist mein Wunsch.

Idealistisch – Ja!
Weltfremd – Vielleicht! (Warum eigentlich?)
Optimistisch – Auf jeden Fall!

Und deshalb ging ich trotz fehlender Wahlkarte wählen und genau deshalb fordere ich jeden auf, es mir gleich zu tun, weil es ein Privileg ist und weil wir nur so etwas verändern können.

Du willst noch mehr Input zur Bundestagswahl, dann kannst du hier vorbeischauen.

Ich war heute wählen!
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Juli

Lehrerin. Trageberaterin. Bloggerin.
Auf meinem Blog teile ich besondere Gedanken, Momente und Aktionen sowie Ideen und Anregungen rund um meinen „grünen Lifestlye“. Unter dem Motto „bewusst leben“ könnt ihr meine Reise mitverfolgen. Ich bin Juli, 29, Lehrerin, Trageberaterin und Einwohnerin der schönen Lutherstadt Wittenberg. Zudem bin ich verheiratet und Mutter eines kleinen Sohnes.

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4 Gedanken zu „Ich war heute wählen!

  • 15. September 2017 um 14:16
    Permalink

    Da kann ich dir nur zustimmen. Besser eine kleine unbedeutende Partei wählen, als gar nicht wählen. Wir haben mal Wahlstatistiken in der Schule untersucht (ist schon lange her). Die Menschen, die sich in der Gesellschaft an den Rand gedrängt und vernachlässigt fühlen, gehen meist nicht zur Wahl. Wenn diese Gruppe immer größer wird, wählen bald nur noch die Leute, die sowieso priviligiert sind. Dann werden die Bedürfnisse der Benachteiligten erst recht nicht mehr berücksichtigt. Deshalb ist es so wichtig, auf jeden Fall zur Wahl zu gehen.
    LG Elke

    Antworten
  • 15. September 2017 um 14:08
    Permalink

    Ääätsch. Ich war gestern schon! 😛
    Bei mir wars aber, weil ich tatsächlich nicht da bin. Und es ist ganz einfach und geht ganz schnell. Man geht ins Wahlbüro, gibt seine Wahlbenachrichtigung ab (normalerweise hat man die ja bekommen), erklärt das man seinen Willen wählt, bekommt 2 Briefumschläge und 1 Wahlschein. Wählt, packt den Wahlschein in einen Briefumschlag, den wiederum in den zweiten, ab damit in die Urne…
    Und seitdem ich wählen war, bin ich von der absolut verschwenderisch gestalteten Wahlwerbung nicht mehr genervt. Je eher man geht, desto entspannter unterstützt man also unsere Demokratie 🙂

    Antworten
    • 15. September 2017 um 14:16
      Permalink

      Genau so ging es auch. Die Dame sagte übrigens, dass man auch ohne Wahlbenachrichtigung nur mit Ausweis gehen kann aber ich wollte es dann doch gleich erledigen.

      Antworten
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