Wie du in 5 Schritten einen grünen Lifestyle führen kannst

Im folgenden Abschnitt möchte ich euch einige Denkanstöße dafür geben, wie jeder im Kleinen anfangen kann bewusster zu leben und vielleicht am Ende dann auch dem „grünen Lifestyle“ (nachhaltigen Lebenswandel) auf eigene Art und Weise näher kommen kann.

1. Im Badezimmer – Kosmetikprodukte überprüfen

Dort fing bei mir das Umdenken an.

  • Haarwäsche

Als erstes flogen meine Shampooflaschen weg. Dem gingen einige Recherchen über die Inhaltsstoffe in diesen Produkten voraus. Dafür empfehle ich beispielsweise diesen Artikel oder diesen.
Es gibt natürlich tolle Alternativen, einige davon habe ich hier beschrieben.

  • kosmetische Artikel

Auch hier gibt es einige drastische Artikel wie z.B. diesen. Dort ging dann meine „Säuberungsaktion“ weiter. Eine Zeitlang habe ich dann nichts mehr verwendet, bin ohne Schminke o.ä. aus dem Haus gegangen. Aber Stück für Stück hatte ich doch das Gefühl, dass ich gerne wieder etwas „drauf“ haben möchte. Es gab mir einfach ein gutes Gefühl. Vielleicht kann das der eine oder andere nicht nachvollziehen aber da ich schon immer ein Freigeist bin (Schminken war schon als Teenager meine Revolution gegen meine Eltern, die mir das strikt verboten…), ist mir das egal. Ich wollte so aussehen, wie ich das will. Und so fing ich an, mir Gedanken darüber zu machen, wie ich mich schminke und die krebserregenden Mittel trotzdem vermeiden kann. Mittlerweile stelle ich mir zum einen die kosmetischen Artikel selbst her (hier findet ihr einige Rezepte) oder nutze Schminke, die aus dem Bereich der Naturkosmetik stammen und wo ich mir die Inhaltsstoffe ganz genau angesehen habe. Einzelne Produkttest findet ihr auch hier ab und an auf dem Blog.

  • Putzmittel/ Waschmittel

Auch in Putz- bzw. Waschmitteln lassen sich viele Stoffe finden, die ich nicht auf meiner Haut haben möchte. Ich habe zuvor beispielsweise immer mit Ariel gewaschen, was da drin ist, sieht man hier. Ziemlich erschreckend wie ich finde und da ich schon Allergiker bin, möchte ich das nicht mehr nutzen. Mittlerweile nutze ich entweder ein selbst gemachtes Kastanienwaschmittel (Rezept gibt im Herbst ^^) oder Ecover bzw. Frosch. Ja auch hier gibt es jeweils bedenkliche Tenside darin aber längst nicht so viel wie in dem vorher genutzten und auch definitiv nicht so schädlich für die Haut. Produktvorschläge mit besseren Inhaltsstoffen nehme ich übrigens gerne entgegen.

Die Umstellung der Putzmittel dauert bei uns noch an. Da ich da nicht alles wegwerfe, verbauchen sich diese Stück für Stück und auch da kaufe ich Frosch o.ä. nach. Ich empfehle dir vor dem Kauf immer einen Blick auf die Seite oder die zugehörige App zu werfen. Dort kannst du feststellen, was du dir eigentlich zulegst und dann entscheiden, ob du das wirklich willst.

2. Fange an deine Ernährung zu überprüfen

Das ist einer der Punkte, der mir auch ganz wichtig sind. Ich selbst bezeichne mich immer scherzhaft als Teilzeitvegetarier. Die Woche über esse ich strikt absolut kein Fleisch (auch keine Wurst o.ä.), am Wochenende jedoch schon. Das ist mein Konsens mit mir. Ich bin der Meinung, dass wir hier viel zu viel Fleisch essen. Ich möchte allerdings auch nicht komplett darauf verzichten. Allerdings habe ich auch den Vorteil, Schwiegereltern zu haben, die eigene Tiere besitzen und da weiß ich genau, wie gut die gehalten wurden und das keines der Tiere irgendwann leiden musste.
Was gilt es bei der Ernährung noch zu beachten?

  • Iss viel Gemüse

Ich selber habe viel mit Darmproblemen zu kämpfen. Vor allem, wenn ich Stress habe, meldet sich mein „Reizdarm“ sehr gerne. Esse ich dann viel Gemüse und kaum Kohlenhydrate, geht es mir viel besser, probier es einfach mal aus, es gibt so viele tolle Gemüse-Rezepte und man muss auch nichts verzichten.

  • Verzichte auf Zucker und Weizenmehl

Ja, hier rede ich von Verzicht. Wir essen viel zu viel Zucker und genauso viel zu viele Weizenmehl-Produkte (und eigentlich auch generell zu viel Getreide). Schau mal auf die Verpackung deiner Produkte, die du im Supermarkt kaufst. Und achte auf versteckte Zuckerprodukte, hier gilt es zu reduzieren. Zu viel Zucker macht nun einmal krank genauso wie Weizenmehl. Ich bin sogar der Meinung, dass man auf beide Produkte verzichten kann. In meiner Küche findet man sie nicht mehr. (OK, ich nehme immer diese Zuckerpacks aus Cafés mit, damit ich Gästen, die unbedingt Zucker haben wollen, ein Pack geben kann…) Und mir fehlt nichts. Es gibt tolle Ersatzstoffe und nach einer Zeit der Umgewöhnung schmecken zu süße Produkte einfach nur widerlich.

  • Kaufe im Biomarkt oder zumindest Bioprodukte und/ oder kaufe regional

Bioprodukte sind gesünder. Auch wenn darüber gestritten wird, dass sie nur weniger gedüngt werden und auch Schadstoffe enthalten können, sind sie doch am Ende weniger stark belastet als konventionelle Produkte. Sie dürfen weder gentechnisch verändert noch mit Pestiziden oder Kunstdünger behandelt worden sein. Zudem enthalten sie weniger Zusatzstoffe als konventionelle Lebensmittel. Für mich ein Grund Bio zu kaufen. (Aber Achtung, Bio ist nicht gleich Bio!) Zudem gehe ich gerne auf Wochenmärkte und kaufe regional, das erspart zusätzlich noch die Transportwege und die damit verbundene Umweltverschmutzung. Damit habe ich fast immer frischere und gesündere Produkte, auch wenn sie meistens teurer sind, die Gesundheit sollte es einem wert sein.

3. Vermeide Plastik

Jetzt kommen die Punkte und Hinweise, bei denen es nicht mehr nur um uns selbst geht. Ich habe meine Umstellung bei mir angefangen, weil ich viele Produkte an mir nicht mehr verwenden wollte. Aber als dieser Schritt geschehen ist, sah ich das, was mich umgibt. Die Umwelt. Die Welt, in der wir leben. Und was ich da auch noch immer sehe, gefällt mir oft leider nicht. Deshalb bin ich der Meinung, dass zu einem gesunden und grünen Lebenswandel auch der Umgang mit der Umwelt gehört und mein erster Tipp für die Umwelt ist die unbedingte Vermeidung von Plastik. Doch wo fängt man da an?

  • Stofftasche statt Plastiktüte

Der Start ist eigentlich ziemlich simpel. Ich versuche immer eine Stofftüte in meiner Tasche zu haben. Und wenn ich keine dabei habe, kaufe eine Papiertüte aber ich versuche so weit es geht, keine Plastiktüten zu verwenden. Wenn ich Obst oder Gemüse kaufe, dann klebe ich das Etikett direkt auf eines der Teile. Das hat zwar schon zu erhobenen Augenbrauen bei den Kassierern geführt aber bisher ging das immer so durch. Denn wenn man mal ehrlich ist, was macht man zu Hause mit der Tüte? Man verwendet sie ggf. noch einmal, wenn überhaupt und schmeißt sie danach weg. Und wieder ein Stück Plastik mehr im Weltmeer. Deshalb nimm dir diesen einen Stoffbeutel, in dem die anderen Stoffbeutel drin sind, häng ihn dir an die Garderobe, verteile die Stoffbeutel in allen Taschen, die du finden kannst und verzichte konsequent auf Plastiktüten.

  • Stoffbeutel statt Plastiktüten

  • Glas- statt Plastikflaschen
http://www.emil-die-flasche.de/emil/flasche/
http://www.emil-die-flasche.de/emil/flasche/
  • Produkte, die aus Plastik sind meiden und nach Ersatz suchen

Strohhalme aus Papier oder Glas, Gießkannen aus Blech, Taschentücher in der Pappschachtel, Unterwegsbesteck mitnehmen und abwaschen (statt Plastikbesteck), Bambuskaffebecher als To-Go-Becher… Die Liste lässt sich noch lange weitersetzen. Fang einfach an und denke vor dem Kauf darüber nach, wofür und wie lange du das Produkt nutzen wirst. Zum Weiterlesen hier entlang.

4. Kaufe Fair(fashion)

https://www.lana-shop.de/
https://www.lana-shop.de/

Das ist der Punkt, an dem ich gerade arbeite. Hier habe ich darüber berichtet. Genauso wie bei Plastik im Supermarkt gilt auch hier, sich vorher Gedanken zu machen. Welche Kleidungsstücke möchte ich kaufen? Brauche ich sie? Wer hat sie produziert? Aus welchen Materialien besteht meine Kleidung?

… stell deine Kleidung in Frage und starte eine Wardrobe Revolution. 🙂

Das gilt übrigens genauso für Schuhe und Accessoires:

http://benat-shoes.de/
http://benat-shoes.de/
http://www.recolution.de/
http://www.recolution.de/

Und genauso gibt es auch in andren Bereichen selbst im Supermarkt fair produzierte Produkte: Schokolade, Saft, Kaffee… schau mal genau nach.

5. Gib Acht

Gib Acht auf deinen Körper und deine Umwelt. Damit meine ich, überlege vorher, was du konsumieren willst. Haushalte mit deinen Ressourcen. Nutze ein effektive Stressmanagement. Geh bewusst und mit offenen Augen durch die Welt, erkenne das Positive, was dich umgibt und grenze dich von negativen Menschen und Aktivitäten ab.

Was jetzt total lehrer- und vorschriftsmäßig klingt, sollen Gedankenanregungen und Ideen sein. Oft höre ich: „Ach, das schaff ich doch alles eh nicht, also fange ich gar nicht erst an.“ Das ist schade. Ich bin längst nicht so weit, dass ich schaffe immer alles zu beachten aber ich bemühe mich darum, gebe acht und lebe bewusst. Das hilft schon. Keiner verlangt, dass du jetzt aufstehst, durch die Wohnung gehst und alles wegwirfst. (Ganz im Gegenteil, nutze das, was du hast, sofern es nicht schädlich ist, bist es nicht mehr repariert werden kann – das heißt nämlich auch Nachhaltigkeit!)

Nein, fange jetzt an, dir über deinen Konsum Gedanken zu machen, und Konsequenzen zu ziehen. Das bedeutet „Grüner Lifestyle“!

Wie du in 5 Schritten einen grünen Lifestyle führen kannst
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Juli

Lehrerin. Trageberaterin. Bloggerin.
Auf meinem Blog teile ich besondere Gedanken, Momente und Aktionen sowie Ideen und Anregungen rund um meinen „grünen Lifestlye“. Unter dem Motto „bewusst leben“ könnt ihr meine Reise mitverfolgen. Ich bin Juli, 29, Lehrerin, Trageberaterin und Einwohnerin der schönen Lutherstadt Wittenberg. Zudem bin ich verheiratet und Mutter eines kleinen Sohnes.
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5 Gedanken zu „Wie du in 5 Schritten einen grünen Lifestyle führen kannst

  • Pingback: Wie man nachhaltig gesunde Zähne zaubern kann ⋆ Zufallsmoment

  • 18. Juni 2017 um 22:54
    Permalink

    Hallo Juli,
    besten Dank für deine TIpps! Ich habe jetzt auch vegange Kleidung entdeckt, moechte aber nicht alles anders machen und umdenken – nur ein wenig! Manchmal genuegt es mir an 7 Tagen „vegan“ und gruen zu leben!

    Liebe Grüße,
    Alex.

    Antworten
  • 18. Juni 2017 um 22:00
    Permalink

    Einige deiner Tips setze ich bereits um: ich esse kein Fleisch, verwende nur Glasflaschen, kaufe nur mit Stofftaschen ein,… Mit Waschmittel habe ich mich allerdings noch nicht auseinandergesetzt. Das steht mir noch bevor. 😉
    LG Melli

    Antworten
  • 18. Juni 2017 um 21:38
    Permalink

    Super Tipps. So sollte jeder starten können. Und beginnt man erstmal eröffnen sich noch viele andere Möglichkeiten bewusster zu leben.

    Werd mich gleich mal noch mehr auf deinem Blog umsehen. Gefällt mir sehr 😊

    Liebe Grüße, Stefanie*

    Antworten

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