Think different. Fair Fashion.

Am Anfang eines neuen Jahres nimmt man sich viele Dinge vor. „Ich möchte abnehmen… Ich möchte mehr Zeit mit… verbringen. Ich möchte weniger verschwenderisch leben…“ aber wenn man dann wie jetzt im Mai zurück schaut, stellt man fest, so viel davon ist nicht mehr da und es ist Zeit, neue Vorsätze zu fassen, die nicht nur ins Leere greifen.
Meine Vorsätze waren ganz allgemeiner Art – ich wollte eigentlich nur den Umzug überstehen und hier in der neuen Stadt einen guten Start schaffen. Nun, der Umzug ist vorbei aber das sollte es jetzt nicht an guten Ideen für das Jahr 2017 sein. Nein, ich habe mir im Zusammenhang mit der Bloggründung noch viel mehr gute Vorsätze und Ziele für das aktuelle und auch die kommenden Jahre gesetzt. Eines davon heißt „Fair Fashion“.

Was bedeutet „Fair Fashion“?

Nun dieser Begriff hat keine einheitliche Bedeutungsebene. Übersetzen kann man „Fair Fashion“ erst einmal mit „Gerechte Mode“. Demnach wäre das Gegenteil gewissermaßen „ungerechte“ Mode. Also Mode, bei der irgend etwas nicht mit „rechten Dingen“ zugeht. Und genau das möchte ich vermeiden. Ungerecht ist es, dass Menschen für die Mode, die ich trage krank werden, kaum entlohnt werden, dass sie ihre Kinder zum Arbeiten in die Fabriken schicken, dass ihr Leben so viel schlechter und ihre Lebenserwartung so viel kürzer ist als die meine. Mit welcher Begründung darf ich Menschen so sehr ausnutzen? Ungerecht ist auch, wenn die Umwelt und die Natur, die unsere Lebensgrundlage ist, durch die produzierte Mode zerstört wird, die Umwelt verpestet und Tiere verenden müssen. Das ist ungerecht!
Das Thema ist also sehr ernst. Wer sich darin vertiefen möchte und Zahlen und Fakten erfahren will, dem empfehle ich diesen Artikel oder diesen.

Vorsatz

Fast jeder hier weiß, dass die Mode, die er oder sie trägt, irgendwie in Asien oder anderen außer-europäischen Ländern produziert wird. Auch ich wusste das schon vorher. Irgendwie war da auch immer ein fader Beigeschmack aber nun ja, „Ich kann mir ja nichts anderes leisten…“ oder „So schlimm wird es nicht sein…“ so habe ich aufkeimende Gedanken immer wieder abgewiegelt. Im Zusammenhang mit der Bloggründung lese ich aber immer mehr Artikel uns Zeitschriften zum Thema „Nachhaltigkeit“ und ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich die Augen vor der Ungerechtigkeit nicht mehr verschließen möchte. Deshalb habe ich mich dazu entschieden, von nun an nur nach nachhaltige, faire Mode zu kaufen.

Das heißt jetzt nicht, dass ich die Sachen, die ich besitze wegwerfen werde, ganz im Gegenteil, dann war die ganze Arbeit und die schlimmen Erlebnisse der herstellenden Arbeiter vollkommen umsonst, nein, ich werde mir fortan zu jedem Kleidungsstück, dass ich kaufe, Gedanken machen, wo ich es kaufe und wie ich am besten fair gehandelte Mode bekomme. Das ist gar nicht so einfach, der Textildschungel hat mich schon während meiner ersten Recherchen total erschlagen aber ich werde es angehen und hoffentlich eine akzeptable Lösung finden, wo ich Kleidung kaufen oder bestellen kann. Mein erstes fair fashioned Kleidungsstück habe ich mir auch schon zugelegt, der Longsleeve, den ihr hier auf den Bildern seht. Er ist von Armed Angels und gefällt mir richtig gut.

Wardrobe Revolution

Wie ich feststellen konnte, bin ich nicht die Einzige, die gerne gerechte und faire Mode kaufen möchte und auch nicht alleine in der Sorge, mich nicht zurecht zu finden. Glücklicherweise haben schon einige Blogger vor mir den gleichen Vorsatz gefasst und im letzten Jahr unter dem Begriff „Wardrobe Revolution“ eine Artikelreihe für einen einen nachhaltigeren Kleiderschrank veröffentlicht. Hier kann man sich auch einen Guide herunterladen, was ich natürlich auch gemacht habe, sich durch die verschiedenen empfohlenen Shops klicken und nachdem man sich ausgiebig informiert hat, mit der Revolution im Kleiderschrank starten.

In den kommenden Wochen und Monaten werdet ihr also immer wieder einige Outfits, die ich mir zusammengestellt habe, vorgestellt. Die Kleidungsstücke, die aus dem Bereich „Fair Fashion“ stammen, werde ich dann extra markieren, alle anderen Teile entstammen „nur“ meinem „alten“ Kleiderschrank.

Longsleeve – Armed Angels: Smila

 

Think different. Fair Fashion.
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30 Gedanken zu „Think different. Fair Fashion.

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  • 25. Mai 2017 um 19:44
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    Ich finde es toll, dass es immer mehr fair Fashion zu kaufen gibt und die Nachfrage danach immer größer wird. Wie soll es denn sonst auch weitergehen mit dieser Welt?
    Danke für dem interessanten Beitrag!

    Antworten
  • 25. Mai 2017 um 19:01
    Permalink

    Ich beschäftige mich immer wieder mit diesem Thema, grüne Mode, der gesunde Strampler, Bio-Baumwolle, diverse Zertifizierungen. Je mehr Menschen sich mit diesem Thema auseinandersetzen umso besser. Gibt auch einiges an guter Literatur dazu. Leider gibt es in meinem Format fast nur hochpreisige faire Mode, aber ich übe mich, mehr und mehr darauf zu schauen. Die nachhaltigste und fairste Mode ist immer noch die, die man nicht kauft, wenn man sie nicht braucht. Danke für Deinen Beitrag. Herzlichst Michaela PS: Vielleicht können wir ja mal was gemeinsam machen!?!?!?

    Antworten
    • 25. Mai 2017 um 19:46
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      Vielen Dank für dein Kommentar Michaela, da schreib ich dich doch glattweg gleich mal an. Oh ja, der Geldbeutel jammert aber dann kaufe ich eben weniger und dafür hochwertiger.

      Antworten
  • 25. Mai 2017 um 18:32
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    Toller Beitrag.
    Ich hab mir bis jetzt noch keinen Vorsatz gemacht.
    Lg diidy :*

    Antworten
  • 25. Mai 2017 um 18:11
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    Toller Artikel! Ich habe vor kurzem „The True Cost“ gesehen und ekel mich fast schon fast vor Fast Fashion. :/ Es ist schön, dass sich mehr Menschen mit der Wichtigkeit von den Bedingungen der Modeindustrie auseinandersetzen. 🙂

    Wünsch dir einen schönen Feiertag!

    LG, Jana von fraeuleinweber.com

    Antworten
  • 25. Mai 2017 um 9:49
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    Ich muss ja tatsächlich sagen, dass ich mich an meinen einzigen Vorsatz bereits seit letztes Jahr November halte 🙂 und das ist den Sport durchzuziehen. Aber warum nicht unter dem Jahr neue Vorsätze fassen 🙂

    Liebste Grüße
    Heidi von http://www.wilderminds.de

    Antworten
  • 23. Mai 2017 um 22:27
    Permalink

    Liebe Juli,

    ein super Blogpost zu einem sehr wichtigen Thema, gerade bei uns Bloggern! Vielen Dank dass du das aufgreifst und mich auch wieder zum Nachdenken bringst. Ich werde hier einiges für mich ändern und umsetzen – hätte ich längst machen sollen.

    Liebe Grüße und schönen Abend!
    Verena

    Antworten
    • 25. Mai 2017 um 19:18
      Permalink

      Liebe Verena,
      ich kenne ja auch deinen Blog, du schießt immer so geschmackvolle Bilder, das ist super inspirierend für mich. Schön, wenn die Ideen dich auch weiterbringen. 🙂
      VG Juli

      Antworten
  • 23. Mai 2017 um 21:10
    Permalink

    Gutes und wichtiges Thema,gerade bei Kleidung. Was aber auch schon (zumindest für mich) ein Schritt Richtung Nachhaltigkeit ist:
    1) Flohmarkt
    Wir waren vor zwei Wochen auf einem kl. Kinderflohmarkt und was da an Bergen von Kleidung lag,die nicht mehr benötigt wird- unglaublich! vieles wie neu. vieles sicher nicht fair trade aber „auftragen“ ist für den Anfang u Geldbeutel auch erstmal nicht so verkehrt.
    2) up cycling
    Papas jeans hat ein Loch oder zwei : Macht nichts! wer ein bisschen nähen kann, macht daraus eine kinder Jeans oder Tasche oder oder oder. Es gibt auch hierzu Blogs u DIY Foren.Klar war das original vielleicht auch nicht „fair“, aber immerhin wird quasi ein neues Kleidungsstück eingespart 🙂

    Antworten
    • 23. Mai 2017 um 21:14
      Permalink

      Danke Kersty, ja für den Kleinen kaufen wir eigentlich nur auf Flohmärkten ich selbst habe das irgendwie noch nicht für mich entdeckt, werde das wohl aber auch noch angehen. Upcycling ist wirklich etwas, was auf meiner To Do-Liste steht, da muss ich mich einfach mal reinlesen. Dankeschön!

      Antworten
  • 23. Mai 2017 um 20:38
    Permalink

    Sehr interessanter und ausführlicher Beitrag, der einen zum Nachdenken bringt.
    Liebe Grüße
    Sigrid

    Antworten
  • 23. Mai 2017 um 20:38
    Permalink

    Ein wirklich tolles Thema um mal in grübeln zu kommen?
    Wie findest du heraus welche Modeketten Fair Fashion macht?
    Hast du eine Luste?
    Liebe Grüsse

    Antworten
  • 23. Mai 2017 um 17:40
    Permalink

    Super schöner und Interessanter Beitrag
    wenn ich ehrlich bin, habe ich noch nie drüber nachgedacht oder mich damit beschäftigt.
    Ich werde mich mal mit dem Thema mehr auseinander setzen 🙂

    ShellyAbdallahs.Blogspot

    Antworten
    • 23. Mai 2017 um 20:12
      Permalink

      So ging es mir auch sehr lange. Aber ich finde, es lohnt sich und mittlerweile gibt es auch so viele tolle Marken. 🙂

      Antworten
  • 23. Mai 2017 um 13:46
    Permalink

    Moin,moin…
    Jetzt bringst du mich aber ins grübeln, ehrlich gesagt habe ich darüber noch nie nachgedacht. Danke für den Anstoß, und du hast recht es ist ein wichtiges Thema. Gefällt mir sehr gut.
    LG Frank

    Antworten
    • 23. Mai 2017 um 13:58
      Permalink

      Dankeschön, genau so einen Gedankenanstoß hatte ich auch irgendwann. 🙂

      Antworten
  • 23. Mai 2017 um 13:28
    Permalink

    Super wichtiges und spannedes Thema! Ich fange auch immer mehr damit an mich mit Fair Fashion zu beschäftigen. Zum fashion Revolution Day wurde auch ein Gastbeitrag mit einigen fairen Labels bei mir veröffentlicht. Vielleicht hilft dir das zur Orientierung und für den Einstieg?

    Armed Angels habe ich auch schon ganz lange auf dem Schirm und finde die Basics echt toll!

    Liebste Grüße und danke für die Inspiration,
    Elisa von http://www.elisazunder.de

    Antworten
    • 23. Mai 2017 um 13:57
      Permalink

      Wow Elisa, danke für diesen Beitrag, den schau ich mir gleich an. Ja, ich hoffe, mich Stück für Stück zu orientieren aber ich denke, Hauptsache ist, erst einmal anzufangen. Am liebsten würde ich mich gleich komplett eindecken aber das findet mein Konto nicht so toll! ^^

      Antworten
  • 23. Mai 2017 um 13:27
    Permalink

    Huhu…

    Schöner und interessanter Beitrag. Über das Thema habe ich noch nie so nachgedacht, finden deinen Beitrag diesbezüglich aber gut geschrieben. Auch deine Bilder dazu, finde ich wirklich hübsch anzusehen…

    Alles liebe

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