10 Hausmittel für die Haare

Gehst du noch zur Drogerie oder pflegst du deine Haare schon? 😉

Haare pflegen kann so einfach sein. Du gehst in die Küche und findest so viele tolle Sachen, die du zum Haare waschen, pflegen, spülen… verwenden kannst. Der Artikel gibt dir einen Überblick über verschiedene Hausmittel für die Haare:

1. Nudel- oder Reiswasser

Fast jeder kocht regelmäßig Reis oder Nudeln. Wenn ihr das nächste Mal kocht, dann schüttet das Wasser bitte nicht weg sondern nutzt es zum Ausspülen und pflegen der Haare. Wie das gehen soll? Fermentieren heißt der Vorgang. Meistens wird dafür empfohlen kein Salz hinzuzugeben, ich selbst gebe trotzdem ein bisschen ans Wasser (sonst schmeckt es einfach nicht) und koche das Gericht ganz normal ab. Danach lass ich das abgegossene Wasser einige Stunden stehen, koche es noch einmal auf und stell es in den Kühlschrank. Fertig ist die Haarwäsche- oder spülung. Die Haare glänzen sind super weich und lassen sich gut kämmen. Die perfekte Haarpflege!
Das Wasser lässt sich übrigens nicht nur zum Haare waschen verwenden. Es gibt noch viel mehr Einsatzgebiete.

Avocado

2. Avocado

Bei fast jedem steht in der Küche ein Obstkorb. Auch hier lassen sich allerlei Hausmittel für die Haare finden. Aus Avocado lässt sich beispielsweise eine prima Haarkur herstellen: Dazu die Avocado pürieren und auf die angefeuchteten Haare aufgeben. Danach einige Stunden drauf lassen und anschließend wie gewohnt waschen. Avocado lässt sich auch mit anderen “Hausmittelchen” kombinieren. Vorteil der recht fettigen Beere (ja Avocado ist eine Beere) Sie verleiht Feuchtigkeit und macht die Haare geschmeidig, eine super Haarpflege also. Aber Achtung! Sparsam dosieren sonst werden die Haare zu fettig.
Mit Banane und Apfel kann man übrigens genauso auch prima Haarkuren anrühren, also nicht wegwerfen, wenn die Früchte anfangen braun zu werde!

3. Essig/ Zitrone

Schaut man sich weiter in der Küche um, fällt der Blick auf meine Standard-Spülungen. (Sogar für Leute mit Shampoo geeignet, da sie auch da den Zweck erfüllen.) Essig und Zitrone. Mit diesen zwei Hausmitteln rinst man. Das heißt, man kann sie nach der Haarwäsche verdünnt in Wasser (1-4 EL auf 1 l Wasser) über die Haare geben und entweder als Haarpflege drin lassen oder ausspülen, wie man es lieber mag. Das hat den Effekt, dass der PH-Wert gerade bei Haarseife wieder neutralisiert wird und Kalkablagerungen vermieden werden sollen. Sprich die Haare werden glänzend weich und leichter kämmbar.

4. Roggenmehl

Das Haarwaschmittel Nr. 1 und damit das ultimative Hausmittel für die Haare. Viele No Pooler starten damit. Ja, ganz einfaches Roggenmehl! (bitte kein Weizen o.ä. ausprobieren, das funktioniert nicht!) Einfach je nach Haarlänge einige EL (2-4) in Wasser oder Tee auflösen und damit waschen (anstatt Shampoo!) Die “Pampe” wird auf die angefeuchteten Haare und die Kopfhaut verteilt. Damit sich Hautschüppchen, Staub und Dreck von der Kopfhaut lösen, muss die Masse ordentlich einmassiert werden. Die Reinigung erfolgt also mechanisch, es schäumt nicht. Danach werden die Haare gründlich ausgewaschen und fertig ist die Haarwäsche. Die Haare sehen super gepflegt aus und sind weich und fluffig. Wer mag kann noch mit Nr. 3 nachspülen.

5. Natron und Kaffee

Ersteres Pülverchen hat vermutlich nicht mehr jeder zu Hause. (Sollte er aber, damit kann man extrem viel anfangen.)
Bevor man mit No Poo anfängt, empfehle ich eine Tiefenreinigung mit Natron zu machen, das habe ich auch in meinem Tiefenreinigungsartikel schon erläutert.

Zweites Pülvcherchen hat auch fast jeder daheim und liebt es zu trinken und wirft die eigentliche Essenz weg. Stop! Kaffesatz einfach aufbewahren und trocknen. Dann kann man ihn einfach wie Roggenmehl (Siehe Nr. 4) als Shampoo mit Wasser ansetzen (ziemlich bröckelig, funktioniert aber.) Wer will, kann den Satz aber auch filtern und als Haarspülung verwenden. Ich liebe den Geruch von Kaffee unter der Dusche *hmmm…* das Mittel als Shampoo belebt aber auch die Haare und wirkt wie ein Peeling. Außerdem entfettet es auch leicht und soll gegen Haarausfall wirken. Also ein tolles Haarpulver für gepflegte Haare.

6. Leinsamen

Hat das Hausmittel noch jeder in der Küche? Wenn nicht, ist das mein ultimativer Tipp bei Verdauungsproblemen oder Durchfall 😉

Und daneben lässt sich aus Leinsamen auch prima Haargel herstellen. Was du dafür brauchst?

  • 25g Leinsamen
  • 200ml Wasser

Die Leinsamen werden im Wasser eingeweicht und über Nacht stehen gelassen, damit weicht der Leinsamen auf und die wertvollen Inhaltsstoffe werden besser im Gel aufgenommen. Am nächsten Tag wird der Brei gekocht, bis eine schleimige und feste Konsistenz entsteht. Das warme Gemisch muss nun nur noch zügig durch ein Sieb gedrückt werden, damit die restlichen Samen rausgefiltert werden (diese möchte man ja nicht im Haar kleben haben) und fertig ist ein DIY-Haargel. Dieses kannst du noch mit verschiedenen Inhaltsstoffen optimieren. Tipps dazu gibt es hier.

7. Öl

Als Leave-in eignen sich einige Tropfen Öl. Jedes Haar mag anders Öl, der eine mag lieber Sonnenblume, der nächste Olive, Mandel… Welches Öl wie wirkt, dazu wird es noch einen Sonderartikel geben. Gerade aber wer unter Haarbruch leidet oder schnelle trockenen Spitzen bekommt, träufelt sich etwas Öl auf die Hände, arbeitet diese in die nassen Spitzen ein und schützt diese so effektiv.

8. Honig

Diesen findet man auch praktisch in jeder Küche. Zusammen mit Roggenmehl und Ei kann man ein ziemlich stark entfettendes “Shampoo” herstellen. Aber auch einzeln in Wasser verdünnt reinigt (ja wirklich!) Honig! trotz seiner klebrigen Konsistenz die Haare. Und genauso ist eine Haarkur mit Joghurt ganz toll, wenn man glänzende Haare bekommen will.

9. Joghurt

Du hast einen großen Eimer oder ein großes Glas Naturjoghurt gekauft und weiß gar nicht, wie du ihn aufbrauchen sollst? Dann gib ihn in die Haare (ja man kann fast alles in die Haare geben 😉 ) Pur oder vermischt mit Honig, Ei… ergibt sich eine tolle Haarkur. Joghurt ist leicht rückfettend und hinterlässt einen glänzenden pflegenden Film auf dem Haar. Einfach die Masse ins trockene Haar geben. Ein Handtuch drumherum wickeln und nach einer längeren Zeit (mind. 1/2) Std. auswaschen und fertig. Wer mag gibt noch Honig und Ei dazu. Dann muss man auch nur mit Wasser auswaschen, da Ei und Honig selbst die Haare schon genug reinigen.

10. Ei

Wenn man nicht gerade veganer ist, dann hat man dieses Hausmittel ganz sicher auch im Kühlschrank stehen. Das kleine Runde eignet sich als eigenes “Shampoo”, in Kombination mit anderen Mittelchen als Kur, Spülung… ein Alleskönner also.

In den meisten Gruppen wird empfohlen, nur das Eigelb zu nutzen (aus dem Eiweiß kann man sich eine Gesichtsmaske für glatte Haut herstellen) und dieses in die Haare einzumassieren. Am besten, wird es nicht zu heiß ausgewaschen, da es sonst stocken könnte. Ich habe auch schon mal das ganze Ei zum Waschen genommen und es hat auch geklappt.

Gerade in Kombination mit Roggenmehl ist Ei der Hit, es reinigt und macht weiche geschmeidige Haare. Sie glänzen und sind kräftig. Ein tolles Hausmittelchen!


Wenn man mit No Poo anfängt, glaub man gar nicht, womit man alles seine Haare waschen und pflegen kann. Mit der Zeit lernt man aber zu experimentieren und mit offenen Augen durch die Welt zu gehen und gerade wenn ein Lebensmittel nicht mehr ganz frisch ist, ich es aber nicht wegwerfen möchte, google ich erst einmal, ob ich es noch zum Haare waschen nutzen kann (oder verarbeite es weiter als Smoothie^^)

Womit habt ihr schon die Haare gewaschen?

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